Allison Bell

sopran

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Biografie

Innerhalb weniger Jahre hat sich die lyrische Koloratursopranistin Allison Bell als eine der führenden Interpretinnen zeitgenössischer Musik etabliert. Für die Hauptpartie in der Uraufführung von Peter Eötvös‘ Oper Love and Other Demons 2008 beim Glyndebourne Festival unter Vladimir Jurowski sowie unter Peter Eötvös am Litauischen Nationaltheater und der Opéra national du Rhin Strasbourg wurde sie begeistert gefeiert: „Allison Bell leiht der Rolle der Sierva Maria einen Sopran voller Beweglichkeit und Glanz; die Koloraturpassagen sind mit wunderbarem Wahnsinn komponiert, dem die Virtuosität dieser Interpretin in jedem Moment voll gerecht wird“ (OPERA).

Die Zusammenarbeit mit dem Komponisten setzte sie mit Konzerten in Frankreich, Ungarn und Spanien sowie mit der 2011 erschienenen und mehrfach ausgezeichneten CD Ensemble Linea Plays Eötvös fort. Inzwischen ist Allison Bell zudem auf der Opernbühne mit einem umfangreichen Repertoire zu erleben: Zu ihren bisherigen Rollen gehören unter anderem La Folie (Platée), Mademoiselle Silberklang/Madame Herz (Der Schauspieldirektor), Blondchen, Königin der Nacht, Adele, Oscar, Ophélie (Hamlet), Olympia, Juliette, Lakmé (Delibes), Zerbinetta, Waldvogel (Siegfried), Tytania (A Midsummer Night's Dream) und Cunegonde (Candide).

Die gebürtige Tasmanierin, die zunächst Musik und Geschichte an der University of Sydney studierte, erhielt während ihres Gesangsstudiums in Europa ein Stipendium im Rahmen des Viñas Wettbewerbs Barcelona, welches ihr weiterführenden Unterricht bei Virgina Zeani ermöglichte. Weitere wichtige Lehrer, denen sie in Meisterkursen begegnete, waren Joan Sutherland, Magda Olivero, Ghena Dimitrova, Ileana Cortrubas, Gundula Janowitz, Dalton Baldwin und Dietrich Fischer-Dieskau.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem London Philharmonic Orchestra und Vladimir Jurowski, seitdem sie 2009 als Solistin für die britische Erstaufführung dreier Werke von Alfred Schnittke mit dem Orchester auf der Bühne stand. Es folgten ihr Debütauftritt mit Schönbergs Pierrot Lunaire an der Wigmore Hall (2010), Aufführungen von Griseys Quatre chants pour franchir le seuil (2012), Auftritte als Polly Peachum in Weills Dreigroschenoper in Paris und London (2013) und Konzerte unter Michael Dworzynski mit Goreckis 3. Sinfonie. Einen glanzvollen Auftritt mit dem Orchester hatte sie zuletzt unter Vladimir Jurowski beim Galakonzert zu Shakespeares 400. Geburtstag an der Royal Festival Hall. Mit dem Dirigenten konzertierte sie außerdem mit dem Staatlichen Sinfonieorchester von Russland in Moskau (Bergs Lulu-Suite und Faurés Les noces de Promété) und mit dem Ensemble United Berlin.

Für Aufsehen sorgten zudem ihre Auftritte am Moskauer Bolschoi-Theater (Ravels L’enfant et les sortileges) sowie am MONA in Hobart mit Lutoslawskis Chantefleurs et Chantefables und der australischen Erstaufführung von Ligetis Mysteries of the Macabre. Bei der ersten Ausgabe des London Contemporary Music Festival interpretierte sie 2013 die szenische Erstaufführung von Gerald Barrys Oper La Plus Forte; im gleichen Jahr war sie mit Fausto Romitellis Lost beim Festival Musica in Straßburg zu Gast. Unter der Leitung von Ilan Volkov sang sie 2013/14 die britische Erstaufführung von John Zorns La Machine de l’Être (BBC Scottish Symphony Orchestra) sowie Messiaens Poèmes pour Mi (City of Birmingham Symphony Orchestra) und Ravels Shéhérazade (Icelandic Symphony Orchestra).

Gemeinsam mit der Britten Sinfonia gestaltete Allison Bell ein Porträt zu Louis Andriessen und brachte John Taverners Flood of Beauty am Barbican Centre zur Uraufführung. Im Rahmen einer Tournee des Ensembles gab sie auch ihr Debüt am Concertgebouw Amsterdam mit Brett Deans neuer Komposition And once I played Ophelia, die sie wenig später auf einer Australien-Tournee mit dem Australian String Quartet präsentierte. Ihre CD-Aufnahme dieses Werkes mit dem Doric String Quartet erhielt 2015 begeisterte Kritiken. Im November 2016 bringt sie mit From Melodious Lay ein weiteres Werk des Komponisten, dieses Mal mit dem BBC Symphony Orchestra unter Joshua Weilerstein, am Londoner Barbican zur Uraufführung.

Saison 2016/17

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Resonanz

Die Sopranistin Allison Bell folgt Deans kompositorischen Vorgaben mit beeindruckendem stimmlichen Können und tastet dabei die Extrembereiche bis hin zu Sprechen, Schreien oder fast verlöschendem Stimmklang aus. Dies hat zur Folge, dass ihre Stimme oftmals wie ein fünftes Instrument in den manchmal rhythmisch agilen, manchmal durchsichtigen und luftigen, von den Musikern erfindungsreich und vor allem sehr differenziert abgetönten Streichersatz eingelagert erscheint.
Klassik.com, Stefan Drees, 2015 (And once I played Ophelia/Brett Dean)

Allison Bell - eine Lulu der Weltklasse.
Kommersant, Julia Bederova, Juni 2014 (Lulu Suite/Berg)

Allison Bell als Sierva Maria kann wohl als Traumbesetzung bezeichnet werden. Nicht nur stimmlich ein Genuss, ist es vor allem ihre jugendliche Ausstrahlung, die in dieser Rolle besticht.
European Cultural News, 2010 (Love and Other Demons/Peter Eötvös)

Im Zentrum der Geschichte steht das Mädchen Sierva María, das von der großartigen Sopranistin Allison Bell in allen Facetten charakterisiert wird. Ihr hoher Schrei, den sie in Bedrängnis ausstößt, geht durch Mark und Bein, ihre virtuosen Koloraturen sind die Klänge einer zu Tode Gehetzten. Aber auch wenn sie in ihrem exponierten Solopart ruhigere Linien entfalten darf wie bei der Liebesszene mit Pater Cayetano Delaura, berührt Allison Bell mit ihrer außergewöhnlich dichten Charakterisierung.
Badische Zeitung, 2010 (Love and Other Demons/Peter Eötvös)


Die Koloratursopranistin Allison Bell ist eine echte Entdeckung: Ihre Sierva hatte Wildheit und Zerbrechlichkeit, Gequältheit und Magie. Grandios, wie sie die horrend schwierige Partie meisterte.
Neue Zürcher Zeitung, Alfred Zimmerlin, 2008 (Love and Other Demons/Eötvös)

Im Grunde ist die Oper ein anhaltendes magisches Klangritual, in dem sich schemenhafte Erinnerungen an die Welt des achtzehnten Jahrhunderts, stampfende Tanzrhythmen der Sklaven, unwirkliche Chöre und phantastische Soprankoloraturen des gequälten Mädchens (wie nicht mehr auf dieser Welt: Allison Bell).
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wolfgang Sandner, 2008 (Love and Other Demons/Eötvös)

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Repertoire

Konzertrepertoire

G. Aperghis Cinq Couplets
Simulacre II
Simulacre III
R. Ayres  No. 42 (In the Alps)
G. Barry La Plus Forte
L. v. Beethoven Christus am Ölberge 
R. R. Bennett Spells
A. Berg Altenberg Lieder Op. 4
Lulu Suite
Sieben frühe Lieder
L. Berio  Chamber Music
P. Boulez Pli selon pli
B. Britten Les Illuminations
A. Bruckner Messe in d-Moll
Messe in f-Moll
Te Deum
J. Cage A Flower für Stimme und Klavier
Nowth upon Nacht für Stimme und Klavier
Three Songs für Stimme und Klavier
U. Chin Akrostichon Wortspiel
B. Dean  From Melodious Lay, A Hamlet Diffraction
Streichquartett Nr. 2, And once I played Ophelia
Wolf-Lieder
C. Debussy Ariettes oubliées
Le Martyre de Saint Sébastien
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Opernrepertoire

J. Adams Nixon in China Chiang Ch'ing (Madame Mao)
T. Adés Powder her face Magd
A. Berg Lulu Lulu
L. Bernstein  Candide Kunigunde
H. Birtwistle Gawain Morgan La Fay
G. Bizet Carmen Michaela/Frasquita
B. Britten Peter Grimes Ellen Orford
The turn of the screw Governess
L. Cherubini Médée Glauce
C. Debussy Pelléas et Mélisande Mélisande
A. Dvorák Rusalka Die fremde Fürstin
J. F. F. E. Halévy La Juive Prinzessin Eudoxie
L. Janácek Das schlaue Füchslein Füchslein Schlaukopf
Jenufa Jenufa
Katja Kabanowa Katja
G. Ligeti Grand Macabre Chef der Gepopo
W. A. Mozart Idomeneo Elektra
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Mediencenter

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