Arditti Quartet

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CR Alexandre Delmar / Casa da Música

Biografie

Irvine Arditti, Violine
Ashot Sarkissjan, Violine
Ralf Ehlers, Viola
Lucas Fels, Violoncello

Durch seine lebendige und differenzierte Interpretation von Kompositionen der Moderne und Gegenwart hat das Arditti Quartet weltweit einen herausragenden Ruf erlangt. Seit seiner Gründung 1974 durch den Geiger Irvine Arditti sind ihm mehrere hundert Streichquartette gewidmet worden, und so bildete sich das Ensemble mit den Jahren zu einer festen Größe der jüngsten Musikgeschichte heraus. Komponisten wie Adès, Aperghis, Birtwistle, Cage, Carter, Dufourt, Dusapin, Fedele, Ferneyhough, Francesconi, Gubaidulina, Harvey, Hosokawa, Kagel, Kurtág, Lachenmann, Ligeti, Nancarrow, Rihm, Scelsi, Sciarrino und Stockhausen haben ihm die Uraufführung ihrer Werke anvertraut, und das Repertoire des Quartetts umfasst bei vielen dieser und weiterer Komponisten die Gesamtheit ihrer Streichquartette.

Das Arditti Quartet ist davon überzeugt, dass für die Interpretation Neuer Musik eine enge Zusammenarbeit mit den Komponisten unerlässlich ist, und so suchte es mit ihnen stets den Dialog. Auch pädagogisch sind seine Mitglieder aktiv: Als ehemalige langjährige Dozenten bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik gaben sie zahlreiche Meisterkurse und Workshops für Interpreten und Komponisten in der ganzen Welt.

Die Diskographie des Arditti Quartets umfasst über 180 CDs. Allein bei Montaigne Naïve sind 42 Aufnahmen erschienen, die zahlreiche zeitgenössische Komponisten porträtieren und erstmals die Streichquartette der Zweiten Wiener Schule in Gesamtheit präsentieren. Viele Werke wurden in Anwesenheit der Komponisten eingespielt, wie zum Beispiel die Quartette Luciano Berios. Auch legendäre Episoden der jüngsten Musikgeschichte wie die Aufnahme von Stockhausens spektakulärem Helikopter-Quartett wurden vom Ensemble auf CD festgehalten.

Das Arditti Quartet hat im Laufe der letzten 40 Jahre zahlreiche Preise erhalten, darunter mehrfach den Deutschen Schallplatten-Preis. Für die Einspielung von Werken Elliot Carters (1999) und Harrison Birtwistles (2002) gewann es zweimal den Gramophone Award für die „beste Aufnahme zeitgenössischer Musik“. 1999 wurde ihm der prestigeträchtige Ernst-von-Siemens-Musikpreis für sein musikalisches Lebenswerk verliehen – eine Auszeichnung, die das Quartett in eine Reihe stellt mit Preisträgern wie Berio, Britten, Carter, Ferneyhough, Lachenmann, Ligeti und Rihm.

Das Festival d’Automne in Paris widmet dem Quartett im Oktober 2017 einen Schwerpunkt und präsentiert französische Erstaufführungen von Brian Ferneyhough (Umbrations für Streichquartett und Ensemble), Salvatore Sciarrino (Cosa resta für Countertenor und Streichquartett) und Mark Andre (Miniaturen für Streichquartett) sowie eine Uraufführung von Clara Ianotta.

Eine besondere Uraufführung steht für das Arditti Quartet im April 2018 an: Im Auftrag des Berliner Pierre Boulez Saal und der Philharmonie de Paris stellt Philippe Manoury eine spielbare Fassung des einzigen Streichquartetts von Pierre Boulez her; der vierte Satz war bisher nicht aufführbar. Das Arditti Quartet wird die neue Komplettfassung im Pierre Boulez Saal aus der Taufe heben.

www.ardittiquartet.com
Saison 2017/2018

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