"Wenn man das Leiden des anderen anerkennt, kann man die Metamorphose von Opfern zu Tätern aufhalten." Unbedingt lesenswert ist Chaya Czernowins aktuelle persönliche Erklärung zu ihrer Oper Pnima… ins Innere, deren Neuinszenierung am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, am Staatstheater Darmstadt Premiere hatte.

Pnima... ins Innere entstand im Jahr 2000 für die Münchener Biennale und wurde mit dem Bayerischen Theaterpreis sowie als Uraufführung des Jahres (Magazin Opernwelt) ausgezeichnet. In dem auf einer Erzählung von David Grossmann basierenden Stück setzt sich die Komponistin mit der Übertragung von Traumata, der Archäologie des Erinnerns und damit indirekt mit ihrer eigenen Biografie als Tochter zweier Holocaust-Überlebender auseinander. Das Werk verhalf der Komponistin damals zum internationalen Durchbruch. 

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