Am 19. Juni ist Philippe Manoury 70 Jahre alt geworden, und musikalisch gefeiert wird schon das ganze Jahr über mit zahlreichen Konzerten. Nach dem Sommer stehen insgesamt vier Uraufführungen an.

Die Philharmonie de Paris und Radio France widmen Philippe Manoury 2022 eine große Retrospektive; hinzu kommen zahlreiche weitere Konzerte unter anderem in Lugano, beim Festival Berlioz, in Porto, Orléans und Straßburg. Eine vollständige Liste der Termine finden Sie hier.

Nach dem Sommer stehen insgesamt vier Uraufführungen an: Ein neues Stück für das Ensemble United Instruments of Lucilin ist am 17. und 18. September in Luxemburg zu Gehör gekommen. Sul Ciacona für Bratsche und Kammerensemble (Solistin: Danielle Hennicot) wurde im Rahmen des neuen zweitägigen Festivals für Neue Musik "33,7" in der aktuellen Kulturhauptstadt Europas Esch-sur-Alzette aufgeführt.

Ein neues Werk für Klavier folgt beim Festival Now! Essen am 31. Oktober, interpretiert von Martin von der Heydt. Ein Raumorchesterwerk steht mit Anticipations am 19. November in Porto auf dem Programm; das Orchester der Casa da Música spielt es unter der Leitung von Baldur Brönnimann. Am 9. Dezember schließlich hebt das Ensemble intercontemporain unter François-Xavier Roth an der Philharmonie de Paris die Grammaires du sonore und, mit Mezzosopranistin Christina Daletska, Vier Lieder aus Kein Licht aus der Taufe.

Am 19. Juni standen zwei Werke aus den 90er Jahren auf dem Programm des Geburtstagskonzertes an der Maison de la Radio et de la Musique. Musiker des Orchestre National de France interpretierten Last für Bassklarinette und Marimba sowie Neptune für 3 Schlagzeuger und Elektronik.

Direkt im Anschluss folgte die die niederländische Erstaufführung des "Thinkspiels" Kein Licht beim Holland Festival in Amsterdam vom 24. bis zum 26. Juni.

Zum Auftakt des Geburtstagsjahres brachten das Arditti Quartet (15. Januar und 18. Januar) sowie das Quatuor Diotima (17. Januar) im Rahmen der Streichquartett Biennale in Paris Werke des Jubilars zur Aufführung. Mehr dazu im Magazin der Philharmonie de Paris.

Im April war Philippe Manoury Jurypräsident der Orléans International Piano Competition. Als Wettbewerbsstücke kamen zwei Auszüge des vom Wettbewerb in Auftrag gegebenen Deuxième livre des études für Klavier zur Uraufführung. Die Finalist:innen interpretierten zudem mit dem Ensemble intercontemporain seine Passacaille pour Tokyo.

Im Rahmen des Xenakis-Wochenendes an der Pariser Maison de la Radio wurde am 7. Mai das neue Werk Silex von den zwölf Schlagzeuger:innen der Paris Percussion Group unter der Leitung von Julien Leroy aus der Taufe gehoben. Am 8. und 9. Juni stand zur Eröffnung des Festivals ManiFeste an der Philharmonie de Paris die Aufführung des Raumklangwerkes Ring mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Lin Liao auf dem Programm.

Auch wir feiern Philippe Manoury und sein Werk: Unter dem Button zum Geburtstag haben wir Interviews und Hintergrundberichte aus den vergangenen Jahren zusammengestellt. Und alle Aufführungstermine rund um das Geburtstagsjahr finden Sie auf den Seiten seines Verlages Durand Salabert Eschig.

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