L. V. Beethoven Symphonie Nr. 9

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Stefan Schulte

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CR Le Concert Olympique

Projektbeschreibung

Mit der Missa solemnis und der 9. Symphonie (mit Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau  vor dem Finalsatz) werden Jan Cayers und seine Musiker in der Spielzeit 2018/19  zwei Gipfel des Beethoven-Ouevres erklimmen. Gleichzeitig stellen diese Produktionen die Krönung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Arnold Schoenberg Chor dar, der seinerseits auf eine lange Aufführungstradition mit dieser Musik zurückblicken kann. Komplettiert werden Jan Caeyers, Le Concert Olympique und der Arnold Schoenberg Chor von herausragenden Solisten wie Marlis Petersen, Elisabeth Kulmann, Genia Kühmeier, Steve Davislim und Hanno Müller-Brachmann

L. V. BEETHOVEN:  SYMPHONIE NR. 9 IN D-MOLL, OP. 125  -   /  A. SCHÖNBERG: EIN ÜBERLEBENDER AUS WARSCHAU, OP.46

Genia Kühmeier, Sopran
Steve Davislim, Tenor
Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Sprecher, N.N.

Le Concert Olympique / Arnold Schoenberg Chor / Jan Caeyers, Dirigent

L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 9, Sätze I-III
A. Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau
L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 9, Satz IV

Verfügbare Termine: 4.-14 April 2019


 

Jan Cayers über die Neunte Symphonie:

Die Neunte ist die bekannteste und die am wenigsten verstandene Beethoven-Symphonie (die Popularität des Schlusschores ist dafür in nicht geringem Maße verantwortlich!). Dennoch ist die Neunte Symphonie durch ihre Besetzung, die Behandlung der Stimmen und Instrumente, das Formkonzept und den extremen Ausdruck, durch den sie sich von allen früheren Orchesterwerken wesentlich absetzt, außerordentlich ergreifend.

Vor allem die Dramaturgie mit der geschickt aufgebauten Klimax in den ersten drei Sätzen, die im imposanten Finale kulminiert – mit dem Einsatz der hinzugefügten vokalen Mittel – gibt dieser Symphonie eine monumentale Dimension. Aber gerade hier versteckt sich die Gefahr des voreiligen und unkontrollierten Gestus. Das ist der Grund, warum sich Jan Caeyers und Le Concert Olympique – in relativ kleiner Besetzung – für eine schlichte, transparente und fast klassizistische Interpretation dieser Partitur entschieden haben.  Die Zusammenarbeit mit einem großen Kammerchor – dem Arnold Schoenberg Chor aus Wien – soll diese Entscheidung verstärken.

Ergänzt wird die Neunte Symphonie (vor dem Finale) mit Schönbergs Melodram Ein Überlebender aus Warschau, das aufgrund der erschütternden Realistik des Textes sowie der Musik als eines der ausdrucksstärksten Werke Schönbergs gilt. Damit bekommt auch die politische und ideologische Bedeutung der Neunten in dieser Produktion eine zusätzliche Dimension: Durch diese Kombination wird Beethovens Neunte zu einem hoffnungsvollen Kommentar zu Schönbergs Meisterwerk.

Le Concert Olympique / Jan Cayers

Der Dirigent und renommierte Beethoven-Biograph Jan Caeyers verfolgt mit dem Orchester Le Concert Olympique, für das er 45 Musiker aus den besten europäischen Orchestern (u.a. Concertgebouw Orchester Amsterdam, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) verpflichtet hat, das Ziel, die Musik Beethovens und dessen Zeitgenossen in künstlerisch herausragenden Interpretationen Gestalt zu geben. Das Orchester debütierte 2010 mit zwei aufsehenerregenden Konzerten im deSingel in Antwerpen, wo es seit seiner Gründung residiert. Nach weiteren Auftritten in den wichtigsten belgischen Konzertsälen ist Le Concert Olympique seit 2012 auch auf internationalen Bühnen zu Gast. In der Spielzeit 2017/18 wird das Orchester u.a. beim Beethovenfest Bonn, der Philharmonie Essen, dem Wiener Konzerthaus, im Concertgebouw Amsterdam sowie in der Berliner Philharmonie gastieren.

Das Repertoire von Le Concert Olympique umfasst nicht nur die bekannten Sinfonien und Konzerte Ludwig van Beethovens, sondern auch weniger bekannte und selten gespielte Stücke, darunter die großen Chorwerke, die in der kommenden Saison mit dem berühmten Arnold Schoenberg Chor aus Wien aufgeführt werden. Daneben sorgt die Musik von u.a. Haydn, Mozart, Schubert und Mendelssohn für die musikhistorische Perspektive.

Le Concert Olympique kommt nur einige Male im Jahr für seine ambitionierten Projekte zusammen. Der festliche Charakter der Konzerte wird durch die Tatsache unterstrichen, dass das Orchester vom Antwerpener Modehaus Maison Anna Heylen eingekleidet wird. Diese Zusammenarbeit illustriert das Ziel der Musiker, die klassische Tradition mit einem modernen Erleben zu kombinieren.

Der Name Le Concert Olympique verweist ausdrücklich auf Le Concert de la Société Olympique, die bekannteste Pariser Konzertreihe zwischen 1782 und 1789. Le Concert de la Société Olympique hat vor allem durch die Bestellung von sechs Sinfonien bei Joseph Haydn – die Pariser Sinfonien – im Jahr 1785 für Aufsehen gesorgt. Dieser Auftrag gilt allgemein als Geburt der modernen klassischen Sinfonie.

ARnold Schoenberg Chor

Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und meist-beschäftigten Vokalensembles Österreichs. Das Repertoire reicht von der Renaissance- und Barockmusik bis zur Gegenwart mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Das besondere Interesse des Chores gilt der A-cappella-Literatur, aber auch große Chor- Orchester-Werke stehen immer wieder auf dem Programm.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mitwirkung bei Opernproduktionen beginnend mit Schuberts Fierrabras (Regie: Ruth Berghaus) unter Claudio Abbado bei den Wiener Festwochen 1988, Messiaens Saint François d’Assise (Regie: Peter Sellars) unter Esa-Pekka Salonen (1992) sowie die Uraufführung von Berios Cronaca del Luogo (Regie: Claus Guth) unter Sylvain Cambreling (1999) bei den Salzburger Festspielen. Weitere Fixpunkte der szenischen Tätigkeit des Chores sind die regelmäßige Mitwirkung bei den Opernaufführungen des Theaters an der Wien; die Produktion der Wiener Festwochen von Janaceks Aus einem Totenhaus (Regie: Patrice Chéreau) unter Pierre Boulez wurde zur besten Aufführung des Jahres 2007 unter allen Opernproduktionen im deutschsprachigen Raum gewählt; im Jahr 2008 wurde Stravinskys The Rakes Progress (Regie: Martin Kusej) unter Nikolaus Harnoncourt zu einem weiteren Höhepunkt  der langjährigen Zusammenarbeit mit diesem Dirigenten.

Auch anlässlich Claus Guths gefeierter Interpretation des Messiah zum Händeljahr 2009 meisterte der Chor die besonderen Herausforderungen dieser szenisch-choreografischen Produktion mit der ihn auszeichnenden Flexibilität und Spielfreude ohne jedoch dabei Klangschönheit und musikalische Präzision zu vernachlässigen.

Über vier Jahrzehnte bestand eine enge Kooperation mit Nikolaus Harnoncourt; der Arnold Schoenberg Chor unternimmt zahlreiche Konzertreisen und ist seit Jahren bei den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, bei Wien Modern, dem Carinthischen Sommer und der styriarte Graz zu Gast.

1994 wurde der Chor von einer internationalen Jury mit dem „Classical Music Award“ ausgezeichnet. 1996 nahm der Chor unter seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner das gesamte weltliche Chorwerk Franz Schuberts auf und erhielt dafür den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, den „Diapason d'or“, den „Prix Caecilia“ und den „Grand Prize of the Academy Awards 1997“. Die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion unter Nikolaus Harnoncourt wurde 2002 mit einem „Grammy“ ausgezeichnet.
Jüngste Aufnahmen des Arnold Schoenberg Chores, die in der Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt entstanden sind, umfassen ein Album mit Bach- Kantaten, Gershwins Porgy und Bess sowie Haydns Die Jahreszeiten, das 2010 mit dem Echo Klassik Preis ausgezeichnet wurde.

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