Brigitta Muntendorf

Komponistin

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Biografie

Die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf schreibt eine Musik, die intermedial und durch vielschichtige Bezüge über sich selbst hinaus auf ein erweitertes Kunst- und Ausdrucksspektrum verweist. In ihrer kompositorischen Arbeit und als künstlerische Leiterin des Ensemble Garage forscht sie in offenen Versuchsanordnungen: Musik erscheint dabei nicht als reine Klangkunst, sondern als soziales und ästhetisches Handlungsfeld in einer von neuen medialen Phänomenen geprägten Gesellschaft.

Brigitta Muntendorf absolvierte ihr Kompositionsstudium bei Younghi Paagh-Paan an der Hochschule für Künste Bremen sowie bei Krzysztof Meyer, Rebecca Saunders und Johannes Schöllhorn an der Hochschule für Musik und Theater Köln. Arbeitsstipendien führten sie an die Cité Internationale des Arts Paris (2010), die internationale Ensemble Modern Akademie (2012), die Villa Concordia Bamberg (2014/15) und die Villa Kamogawa Kyoto (2017). 2014 erhielt sie den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, verbunden mit der Veröffentlichung ihrer CD It may be all an illusion. Zuletzt wurde sie 2017 mit dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Sparte Nachwuchs ausgezeichnet. Seit 2017 ist Brigitta Muntendorf Professorin für Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

In vielen ihrer Werke spiegeln sich Brigitta Muntendorfs Auseinandersetzungen mit Kommunikation im Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum: In der Serie Public Privacy, einer auf sechs Teile angelegten und 2013 begonnenen Reihe, in der sie Amateur-Musikvideos von Youtubern mit in Echtzeit agierenden Musiker*innen auf der Bühne kombiniert und in weiteren experimentellen Musiktheaterformaten u.a. für das Taschenopernfestival Salzburg (2011-2015) oder die Münchner Biennale 2016 sowie in der Social Media Opera iScreen, YouScream!, die 2017 mit großem Erfolg beim ECLAT Festival in Stuttgart uraufgeführt wurde. 2018 brachte das GrauSchumacher Piano Duo den dritten Teil von Muntendorfs Trilogie für zwei Flügel bei den KunstFestSpielen Herrenhausen zur Uraufführung und präsentierte so die 2015 begonnene Trilogie erstmals komplett. Ebenfalls 2018 konzipierte Muntendorf PLUG & PLAY ME mit Ensemble Garage und Electric Indigo für die Ruhrtriennale, Keep quiet and Dance mit Kamilya Jubran bei den Cairo Contemporary Music Days und in HELLERAU – European Centre for the Arts sowie Ballett für Eleven mit Ensemble Modern bei den Donaueschinger Musiktagen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Brigitta Muntendorf mit der Choreographin Stephanie Thiersch: Im Auftrag der Philharmonie Köln und der Bundeskulturstiftung präsentierten sie City Dances von Anna Halprin, ein 2016 den gesamten Stadtraum von Köln bespielendes Happening, das 2018 in Birmingham wiederholt wurde. 2019 feierten die beiden mit Bilderschlachten, einem Werk für die Tanzkompagnie MOUVOIR, das Asasello Quartett und Les Siècles überaus erfolgreich Premiere in Nîmes und anschließend beim Beethovenfest Bonn. Ein drittes gemeinsames Projekt in Kollaboration mit Sou Fujimoto (Architektur) ist 2020 für die Ruhrtriennale geplant. Ende Septem­ber kommt Songs of Rebellion in Berlin zur Uraufführung, ein intermediales Songspiel, das Schaltstellen von Widerstand zwischen Weltflucht und Agitation untersucht (Regie: Michael Höppner).

Brigitta Muntendorf realisiert zahlreiche Werke mit ihrem zehnköpfigen und sieben Nationen verbindenden Ensemble Garage, das sich schnell einen Namen in der Neuen Musik gemacht hat und mit dem sie bisher unter anderem bei den Darmstädter Ferienkursen, der Ruhrtriennale, beim Festival Ultraschall Berlin, beim aXes Festival Krakau, im De Bijloke Gent, beim Spor Festival Aarhus und in der Philharmonie Köln zu Gast war. Aufträge und Aufführungen von führenden Ensembles der Neuen Musik führten die Komponistin außerdem zu internationalen Festivals wie den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Festival d’Automne Paris, dem Festival Musica Strasbourg, dem Acht Brücken Festival Köln, der Gaudeamus Muziekweek Utrecht, dem Warschauer Herbst, dem Klang Festival Kopenhagen und Wien Modern. Daneben arbeitete sie in Projekten mit Künstler*innen verschiedener Genres, darunter die Regisseure Thierry Bruehl und Abdullah Kenan Karaca, DJ Cio D’Or, das Elektro-Duo Mouse on Mars und die Choreographin Anna Konjetzky. Seit 2013 kuratiert sie die Reihe FRAU MUSICA NOVA im Deutschlandfunk Köln.

Saison 2019/20

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Werke

Ein ausführliches Werkverzeichnis mit Angaben zu Instrumentierung, Werkeinführung und Hörbeispielen finden Sie hier

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Mediencenter

Musiktheater

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Trilogie für zwei Flügel

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Transmediales

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Portrait

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Texte

Brigitta Muntendorf
Museal oder Vital - die Neue Musik entscheidet selbst
in "Agenda 2018/19" Klangforum Wien

Brigitta Muntendorf
Community of Practice - Komponieren in Referenzsystemen


Brigitta Muntendorf
Anleitung zur künstlerischen Arbeit mit der Gegenwart
in „Zurück zur Gegenwart? Weltbezüge in Neuer Musik“, ed. Jörn Peter Hiekel, Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt 55 (Mainz u.a.: Schott, 2015), 50-55, 50 [My translsation, K.K.].

Brigitta Muntendorf
Social Composing
in „Positionen“, Heft 108 „Neuer Realismus“.
Anmerkung: Auf Grundlage meiner Einführung des Begriffs bei der Frühjahrstagung des INMM 2014, folgend der Artikel Anleitung zur künstlerischen Arbeit mit der Gegenwart in 2015)

Brigitta Muntendorf & Michael Höppner
Kastriert Kapitalismus Kreativität?
in „nmz“, 10/2017 anlässlich der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikratszum Thema „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“

Mehr Essays und Artikel finden Sie auf Brigitta Muntendorfs website

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