Brigitta Muntendorf

Komponistin

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Biografie

Die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf schreibt eine Musik, die durch möglichst vielschichtige Bezüge über sich selbst hinaus auf andere Kunst- und Ausdrucksformen verweist. Intermedial orientiert und mit allen Wassern theatraler Mittel gewaschen, kreiert sie in ihrer kompositorischen Arbeit und als künstlerische Leiterin des Ensemble Garage häufig offene Versuchsanordnungen: Das Forschungsobjekt „Musik“ erscheint dabei nicht als reine Klangkunst, sondern als soziales und ästhetisches Handlungsfeld in einer von neuen medialen Phänomenen geprägten Gesellschaft.

Ihre Auseinandersetzung mit Kommunikation im Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum, die sie auch auf wissenschaftlicher Ebene betreibt, spiegelt sich besonders klar in ihrer Serie Public Privacy: Brigitta Muntendorf kombiniert in der auf sechs Teile angelegten und 2013 begonnenen Werkreihe Amateur-Musikvideos von Youtubern mit einem in Echtzeit agierenden Soloinstrument auf der Bühne. Zudem entstanden bisher mehrere experimentelle Musiktheaterformate, darunter ihre Werke für das Taschenopernfestival Salzburg (2011-2015), das Musiktheater FIGO für die Münchner Biennale 2016  und die Social Media Opera iScreen, YouScream!, 2017 mit großem Erfolg beim ECLAT Festival in Stuttgart uraufgeführt. In Zusammenarbeit mit der Choreographin Stephanie Thiersch präsentierte sie 2016 im Auftrag der Philharmonie Köln und der Bundeskulturstiftung die City Dances von Anna Halprin als ein großangelegtes Stadt-Happening. Im Mai 2018 bringt das  GrauSchumacher Piano Duo den dritten Teil  ihrer Trilogie für zwei Flügel bei den KunstFestSpielen Herrenhausen zur Uraufführung und präsentiert die 2015 begonnene Trilogie damit erstmals komplett.

Viele ihrer kontextorientierten Forschungen realisiert Brigitta Muntendorf mit ihrem zehnköpfigen und sieben Nationen verbindenden Ensemble Garage, das sich schnell einen Namen in der Neuen Musik machte und bisher unter anderem bei den Darmstädter Ferienkursen, beim Festival Ultraschall Berlin, beim aXes Festival Krakau, im De Bijloke Gent, beim Spor Festival Aarhus und in der Philharmonie Köln zu Gast war. Aufträge und Aufführungen von führenden Ensembles der Neuen Musik führten die Komponistin außerdem zu internationalen Festivals wie den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Festival d’Automne Paris, dem Festival Musica Strasbourg, dem Acht Brücken Festival Köln, der Gaudeamus Muziekweek Utrecht, dem Warschauer Herbst, dem Klang Festival Kopenhagen und Wien modern. Daneben arbeitete sie in Projekten mit Künstlern verschiedener Genres, darunter die Regisseure Thierry Bruehl und Abdullah Kenan Karaca,  die DJ Cio D’Or, das Elektro-Duo Mouse on Mars und die Choreographin Anna Konjetzky. Seit 2013 kuratiert sie die Reihe Frau Musica (nova) im Deutschlandfunk Köln.

Brigitta Muntendorf absolvierte ihr Kompositionsstudium bei Younghi Paagh-Paan an der Hochschule für Künste Bremen sowie bei Krzysztof Meyer, Rebecca Saunders und Johannes Schöllhorn an der Hochschule für Musik und Theater Köln. Arbeitsstipendien führten sie an die Cité Internationale des Arts Paris (2010), die internationale Ensemble Modern Akademie (2012), die Villa Concordia Bamberg (2014/15) und die Villa Kamogawa Kyoto (2017). 2014 erhielt Brigitta Muntendorf den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, verbunden mit der Veröffentlichung ihrer CD It may be all an illusion. Zuletzt wurde sie 2017 mit dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Sparte Nachwuchs ausgezeichnet.

Seit 2013 unterrichtet Brigitta Muntendorf Komposition an der Universität Siegen und sie übernahm im Oktober 2017 eine Vertretungsprofessur für Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Saison 2017/18

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Mediencenter

Portrait

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Trilogie für zwei Flügel

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Transmediales

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Musiktheater

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Werke

Ein ausführliches Werkverzeichnis mit Angaben zu Instrumentierung, Werkeinführung und Hörbeispielen finden Sie hier

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Texte

Brigitta Muntendorf
Museal oder Vital - die Neue Musik entscheidet selbst
in "Agenda 2018/19" Klangforum Wien

Brigitta Muntendorf
Community of Practice - Komponieren in Referenzsystemen


Brigitta Muntendorf
Anleitung zur künstlerischen Arbeit mit der Gegenwart
in „Zurück zur Gegenwart? Weltbezüge in Neuer Musik“, ed. Jörn Peter Hiekel, Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt 55 (Mainz u.a.: Schott, 2015), 50-55, 50 [My translsation, K.K.].

Brigitta Muntendorf
Social Composing
in „Positionen“, Heft 108 „Neuer Realismus“.
Anmerkung: Auf Grundlage meiner Einführung des Begriffs bei der Frühjahrstagung des INMM 2014, folgend der Artikel Anleitung zur künstlerischen Arbeit mit der Gegenwart in 2015)

Brigitta Muntendorf & Michael Höppner
Kastriert Kapitalismus Kreativität?
in „nmz“, 10/2017 anlässlich der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikratszum Thema „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“

Mehr Essays und Artikel finden Sie auf Brigitta Muntendorfs website

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