Charlotte Bray

Komponistin

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Katrin Gann

kg(at)karstenwitt.com

+49 30 214 594-239

General Management

CR Dawkes

Termine

26.10. 19:00
Resonanzraum St. Pauli, Hamburg

Charlotte Bray,  Perseus
Charlotte Bray,  Beyond
Charlotte Bray,  That Crazed Smile
Charlotte Bray,  Those Secret Eyes

Boulanger Trio
Charlotte Bray, Komposition

29.10. 19:00
Radialsystem, Berlin

Charlotte Bray,  Perseus
Charlotte Bray,  Beyond
Charlotte Bray,  That Crazed Smile
Charlotte Bray,  Those Secret Eyes

Boulanger Trio
Charlotte Bray, Komposition

05.11. 19:30
Orpheum Annex Vancouver

Charlotte Bray,  At the Speed of Stillness

Charlotte Bray, Komposition
Vancouver Symphony Orchestra
Bramwell Tovey, Dirigent

06.11. 19:30
Wiltshire Music Centre, Bradford-on-Avon

Robert Schumann,  Klavierquartett Es-Dur op. 47
Charlotte Bray,  Zustände
Dmitri Schostakowitsch,  Klavierquintett g-Moll op. 57

The Schubert Ensemble
Charlotte Bray, Komposition

17.11. 13:10
St James's Church, London

Charlotte Bray,  Chant

Ducasse Trio
Charlotte Bray, Komposition

Biografie

Die junge britische Komponistin Charlotte Bray hat sich mit einer lebhaften, expressiven Tonsprache voller lyrischer Intensität als herausragendes Talent ihrer Generation eingeführt. Sie zieht Inspiration aus dem, was sie umgibt – Poesie, bildende Kunst und Natur dienen ebenso als Impuls für ihre kreative Arbeit wie menschliche Begegnungen oder politische Ereignisse.

Charlotte Bray studierte bei Mark Anthony Turnage am Royal College of Music, nachdem sie am Birmingham College of Music, wo sie zunächst als Cellistin eingeschrieben war, Kompositionsunterricht bei Joe Cutler erhalten hatte. In Meisterkursen lernte sie ihr kompositorisches Handwerk zudem unter anderem bei Oliver Knussen, Magnus Lindberg und Augusta Read-Thomas.

Inzwischen arbeitet sie mit Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra und der Birmingham Contemporary Music Group, mit Dirigenten wie Sir Mark Elder, Oliver Knussen und Daniel Harding sowie mit Musikern wie der Sopranistin Claire Booth, dem Bariton Roderick Williams und dem Violisten Lawrence Power zusammen. Ihre Werke wurden unter anderem bei den BBC Proms und bei den Festivals von Aldeburgh, Tanglewood, Aix-en-Provence und Verbier aufgeführt.

In der Saison 2015/16 brachte das BBC Symphony Orchestra gleich zwei neue Werke zur Uraufführung: Stone Dancer für Orchester unter der Leitung von Oliver Knussen beim Aldeburgh Festival, und Falling in the Fire für Cello und Orchester unter der Leitung von Sakari Oramo und mit Guy Johnston als Solist bei den BBC Proms. Falling in the Fire ist ihr erstes politisch motiviertes Werk, das seinen Ausgangspunkt in der Bombardierung und Zerstörung der antiken Tempel im syrischen Palmyra hat. Dabei war es der Komponistin wichtig, nicht eine moralische Anklage zu orchestrieren oder plakative Kriegsbilder in Musik zu setzen, sondern ihre persönliche Reaktion in ihrer eigenen Tonsprache auszudrücken.

At the Speed of Stillness wurde für die World New Music Days in Vancouver ausgewählt und erlebt im November 2017 seine kanadische Erstaufführung mit dem Vancouver Symphony Orchestra unter dessen Chefdirigent Bramwell Tovey. Im Mai 2018 wird die London Sinfonietta ein neues Ensemblewerk und Ralf Ehlers und Lucas Fels vom Arditti Quartet ein neues Duo für Viola und Violoncello uraufführen. Im Juli folgt ein neues Stück für Tabea Zimmermann, das vom Festival d’Aix-en-Provence in Auftrag gegeben wurde.

Charlotte Bray wurde mit zahlreichen Stipendien und Auszeichnungen geehrt und gefördert. Unter anderem erhielt den Royal Philharmonic Society Composition Prize (2010), den Lili Boulanger Memorial Fund Prize und den Critics’ Circle Award (beides 2014). Als Composer-in-Residence war sie bei der Birmingham Contemporary Music Group, beim Oxford Lieder Festival, beim Hatfield House Chamber Music Festival, in der MacDowell Colony, am Liguria Study Centre und bei Aldeburgh Music zu Gast. Im Wintersemester 2016/17 unterrichtet sie als Gastprofessorin an der Escola Superior de Musica de Catalunya in Barcelona. Eine Debüt-CD mit Musik von Charlotte Bray erschien 2014 unter dem Titel At the Speed of Stillness bei NMC records.

Saison 2017/18

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Resonanz

Der Beginn zeichnet eine kühle Klanglandschaft und Brays sorgfältiger Einsatz von Effekten, wie Tremolo, Pizzicato und col legno, sensibilisiert das Ohr für die Details und den in klarer Luft schwebenden Klang. (…) Brays Balance zwischen Zurückhaltung und rhythmisch scharfen Impulsen verleiht dem Werk seinen eigenen, fesselnden Charakter. (…) Dies war ein Werk, das Gewissen und Sinne vereint. Es wird sich gut in das Klavierquartettrepertoire einfügen (...).
The Guardian, Rian Evans, 20.03.2017 zur Uraufführung von „Zustände“

Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung von Charlotte Brays Cellokonzert Falling in the Fire, ein Auftragswerk der BBC mit Guy Johnston als Solist. Ausgangspunkt der Komposition war die Bombardierung antiker Tempel im syrischen Palmyra letzten Jahres (2015). Zu Beginn erklingen bedrohliche Blechbläser-Eruptionen in Posaunen und Tuba, unterlegt von einer rauen Triolen-Fanfare, aus der das Solo-Cello einsam klagend hervortritt. Die spitzen und eindringlichen Einschläge der hohen Holzbläser kontrastieren dabei mit Passagen von fast benommener Zerbrechlichkeit. (…) Einige [Werke] von Brays filigraner und doch packender Kammermusik wurden bereits im Rahmen eines Proms-Extra vom Albany Trio aufgeführt. Mit Anfang 30 lebt die britische Komponistin derzeit in Berlin und besitzt einen ständig wachsenden Werkkatalog sowie eine überzeugende und eigenständige, künstlerische Stimme.  
The Guardian, Fiona Maddocks, 21.08.2016 zur Uraufführung von „Falling in the Fire“

Angetrieben von den Gräueltaten, die die ISIS über Syrien brachte, reagierte Bray mit trotzig exquisiter, ausdrucksstarker Musik und vertonte beispielsweise einen hoch klingenden Tinnitus, der auf eine Bombenexplosion folgt. Die kraftvolle Energie in Brays farbenfrohem Werk wurde dabei besonders durch das Orchester und den brillanten Solisten Guy Johnston spürbar. 
The Independent, Steph Power, 16.08.2016 zur Uraufführung von „Falling in the Fire“

Für großes Orchester, Tuba und drei Schlagzeuger geschrieben, schwankt das Werk zwischen den Bildern einer zerstörten Außenwelt und denen einer traumatisierten Innenwelt. Das Werk beginnt mit einer explosiven Kraft, in der die bewegten Streicher abgestimmt auf die scharfe Punktierung der Blechbläser und des Schlagwerks erklingen, bis das von Guy Johnston sehr eloquent gespielte Solocello schrittweise aus dem klanglichen Chaos hervortritt. Als besonders bemerkenswert empfand ich das brillante Gehör der Komponistin für die Orchestration und ihre Fähigkeit, sofort mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Drei Beispiele sollten genügen. Nachdem sich die Wogen zu Beginn wieder geglättet haben, ahmen die Holzbläser verängstigte Tiere nach, die kopflos in alle Richtungen rennen. Die immer wiederkehrenden Tremoli in den Streichern vermitteln ein Gefühl von Unsicherheit und Stabilitätsverlust. Gegen Ende des Werkes wird mit den flirrenden Streichern, die sich gegen eine nicht nachlassende Piccoloflöte und eine aufgewühlte Cellomelodie stellen, eine beklemmende Stimmung geschaffen. Mit seiner Darstellung von Guernica bewegte Picasso Millionen; moderne Musik kann mit durch Unmenschlichkeit verursachter Angst einen kraftvollen Ausdruck geben.   
bachtrack.com, Alexander Hall, 15.08.2016 zur Uraufführung von „Falling in the Fire“

Auch wenn sie erst seit 10 Jahren ernsthaft komponiert, gehört Charlotte Bray (*1982) bereits zur vordersten Riege junger britischer Komponisten. Der Entstehungszeitraum der Werke dieser Portrait-CD reicht über drei Jahre, beginnend mit der eindringlichen concertante Komposition Caught in Treetops. Die Aura der ausgedehnten Kadenz zu Beginn ist noch in den anschließenden kapriziösen und meditativen Sätzen spürbar. Oneiroi zeigt, dass sich die Komponistin auch bei Werken für Klavier solo zu Hause fühlt – vage Motive zerstreuen sich, um sich dann zu einer Musik unerwarteter emotionaler Tiefe zusammenzufinden. At the Speed of Stillness hingegen breitet sich über einem üppigen Orchesterteppich aus. Vielfältige Texturen skizzieren eine ausdrucksstarke Entwicklung, die am Ende in einem aufreizenden Schwebezustand verschwindet.
Gramophone Magazine, Richard Whitehouse, January 2015 zur Debüt-CD "At the Speed of Stillness"

Charlotte Brays sich expressiv entwickelndes At the Speed of Stillness (2012), dirigiert von Karina Canellakis, meisterte die Herausforderung, unaufhörlich in Bewegung zu bleiben, ohne gehetzt zu wirken: Man hatte den Eindruck, es pulsiert.
The New York Times, Zachary Woolfe, 22.07.2014

… die Komponistin hatte ein Gefühl für die Vertonung des Textes (…) gekonnt erzählt in nachverfolgbarer, dunkel wabernder, teils walzerartiger Musik…
The Times, Geoff Brown, 07.08.2012 über die Kammeroper "Making Arrangements"

… all die wichtigen Bs: Bach, Beethoven, Brahms, Britten, und ein weiteres: Charlotte Bray. (…) Brays zehnminütiges Feuerwerk für Klavier, Violine, Viola und Cello. (…) meine Ohren waren mit ineinander verschlungenen sehnsüchtigen Phrasen oder rhythmischen Mustern, die zugleich stechend und klobig sind beschäftigt – Material wird präsentiert, untersucht und anschließend mit glänzender Vorstellungskraft und, fast noch besser, dem unbedingten Willen zur Kommunikation neu interpretiert. Es war überaus anregend und beglückend…
The Times, Geoff Brown, 04.07.2011 über das Ensemblestück "Replay"

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Werke

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Diskografie

CR CAvi

Oberon Celebrates Shakespeare

Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 2 · Bray: That Crazed Smile · Beethoven: Klaviertrio Nr. 5 · Mendelssohn / Hosseini: A Midsummer Night's Dream
Oberon Trio
CAvi, 5378473, 2016

Airs, Blues and Dances

Airs, Blues and Dances

Werke von Jonathan Dove, Helen Grime, Richard Rodney Bennett, Michael Tippett, John Tavener, Judith Weir, Charlotte Bray, Anthony Powers und Joseph Phibbs
James Turnbull, Oboe; Libby Burgess, Klavier; Ensemble Perpetuo
Champs Hill Records, CHRCD099, 2016

Upheld by Stillness

Upheld by Stillness

Werke von Philippe de Monte, William Byrd, Roxanna Panufnik, Francis Pott, Alexander L'Estrange, Owain Park, Charlotte Bray, William Byrd, Roderick Williams
ORA
Harmonia Mundi, HMW906102, 2016

Catch

Catch

Werke von Robert Myers, Malte Giesen, Charlotte Bray, Thilo Schaller, Roderik de Man
Sirocco Saxophone Quartet
Encora, 8470253, 2015

Speed of Stillness

At the Speed of Stillness

Charlotte Bray: Fire Burning in Snow; Oneiroi; Replay; Yellow Leaves; Caught in Treetops
Claire Booth, Sopran; Lucy Schaufer, Mezzosopran; Alexandra Wood, Violine; Andrew Matthews-Owen, Klavier; Huw Watkins, Klavier; Birmingham Contemporary Music Group; Aldeburgh World Orchestra; Sir Mark Elder, Dirigent; Oliver Knussen, Dirigent
NMC Records, 8304740, 2014 

Music of Memory

Music of Memory

Werke von Nicholas Maw, Joseph Atkins, Peter Racine Fricker, Matthew Taylor, Bayan Northcott, Charlotte Bray, John McCabe
Antonis Hatzinikolaou, Gitarre
NMC Records, 3449551, 2013

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