Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan

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Stefan Schulte

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Biografie

Nach einer Legende ist Cloud Gate (Wolkentor) der Name des ältesten bekannten Tanzes in China. Er wurde vor etwa 5000 Jahren in ritueller Funktion getanzt. 1973 wählte der Choreograph Lin Hwai-min diesen Namen für die erste zeitgenössische Tanzkompanie einer chinesisch sprechenden Bevölkerungsgruppe: Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan. Sie gilt heute als eines der wichtigsten zeitgenössischen Tanzensembles weltweit.

Das reiche Repertoire von Cloud Gate wurzelt in fernöstlicher Ästhetik, Folklore und asiatischen Mythen, die von der Kompanie aus einer universellen Perspektive interpretiert und mit zeitgenössischen Aspekten verbunden werden. Das Training der 24 Tänzer von Cloud Gate umfasst neben Modern Dance und klassischem Ballett auch Chi Gong, Meditation, asiatische Kampfsportarten und die Kunst der Kalligrafie.

Cloud Gate unternimmt regelmäßig ausgedehnte Tourneen auf allen Kontinenten und war mehrfach beim Next Wave Festival in New York, dem Internationalen Tanzfest NRW unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch, dem Sadler’s Wells Theatre, dem Barbican Centre in London und dem Moscow Chekhov International Theatre Festival zu Gast.

2003 eröffnete Cloud Gate das Melbourne International Arts Festival mit Cursive II und gewann damit sowohl den Age Critics’ Award als auch den Patrons’ Award. Moon Water wurde im gleichen Jahr von der New York Times als beste Choreografie des Jahres ausgezeichnet. 2006 wurde Cursive: A Trilogy von den Zeitschriften ballet-tanz und Theater heute als Beste Tanzchoreografie gewählt.

Auch zu Hause genießt das Cloud Gate Dance Theatre eine enorme Popularität: Seine Aufführungen, sei es im renommierten National Theatre in Taipeh oder in der Schulaula eines entlegenen Dorfes, begeistern das Publikum. Bis zu 60.000 Menschen kommen regelmäßig zu den großen Freiluftaufführungen des Ensembles. Zum 30. Jubiläum wurde Cloud Gate eine besondere Ehrung zuteil, die noch keine Künstlergruppe zuvor erfahren hat: Die Stadt Taipeh erklärte den 21. August 2003 zum Cloud Gate Day und benannte eine Straße nach der Kompanie.

Für die Nachwuchsarbeit und zur Förderung junger Choreographen in Taiwan wurde 1999 Cloud Gate 2 gegründet. Seit 1998 gibt es die Cloud Gate Dance School, in der die Freude an der Bewegung an Laientänzer vom Vorschul- bis zum Rentenalter weitergegeben wird.

Die meisten Produktionen von Cloud Gate liegen als Filmfassung vor, darunter die in Europa produzierten Songs of the Wanderers, Moon Water, Bamboo Dream und Cursive II. Sie wurden in vielen Ländern ausgestrahlt und sind als DVD erhältlich.

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Repertoire

RICE (verfügbar für Gastspiele im Mai 2016)
Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Choreographie: LIN Hwai-min, Musik: Hakka Volkslieder sowie Werke von Vincenzo Bellini, Camille Saint-Saëns und Gustav Mahler

Anlässlich des 40. Jubiläums des Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan 2013 hat Lin Hwai-min mit RICE ein Werk geschaffen, das inspiriert ist von der prachtvollen Gegend um das Dorf Chihshang im östlichen Grabenbruch Taiwans, dem Ursprung des „Emperor’s Rice“.Lin Hwai-min und die Tänzer haben die Reisbauern bei der Ernte auf den Feldern begleitet und deren alltägliche Bewegungsmuster in ihre tänzerische Arbeit einfließen lassen. Das Bühnenbild spiegelt in Form einer Videoinstallation den Lebenszyklus eines Reisfeldes wider.

Songs of the Wanderers (verfügbar für Gastspiele im Mai 2016 sowie 2017)
Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Choreographie: LIN Hwai-min, Musik: Rustavi Chor, Georgien

„Ein Stück über die Zeit" nennt Choreograph Lin Hwai-min seine Songs of the Wanderers, in denen er vom stillen Fließen des Daseins ebenso wie von menschlichen Nöten und Verstrickungen erzählt. Das Stück entstand zu den kraftvollen polyphonen Gesängen des georgischen Rustavi-Chors, laut UNESCO-Liste Bewahrer des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.

Moon Water (verfügbar für Gastspiele 2017)
Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, Choreographie: LIN Hwai-min
Musik: Ausschnitte aus sechs Suiten für Violoncello von J.S. Bach (BWV 1007–1012), eingespielt von Mischa Maisky

In der chinesischen Kultur wird die Metapher „Mondwasser“ in zwei Zusammenhängen verwendet. In einem buddhistischen Sprichwort heißt es: „Die Blumen im Spiegel und der Mond im Wasser sind beides Illusionen.“ Außerdem beschreibt es das Ideal des Tai Chi: „Die Energie fließt wie Wasser, der Geist erstrahlt wie der Mond“. Der Choreograph Lin Hwai-Min nutzt diese beiden berühmten Zitate als Ausgangspunkt für eine poetische Darstellung taoistischer Philosophie.

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Resonanz

No company in the world dances like Cloud Gate. It presents a distinct and mature Chinese choreographic language. The importance of this evolution in Asian dance is no less profound than the impact of Forsythe’s Ballett Frankfurt on European classical ballet. Dance Europe

When you're talking about Cloud Gate, magic is not too strong a word. Time Out

Asia’s leading contemporary dance theatre. The Times

One of the finest dance companies in the world. The Globe and Mail

Lin Hwai-min has succeeded brilliantly in fusing dance techniques and theatrical concepts from the East and the West. The New York Times

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Mediencenter

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