Darker than black Ictus Ensemble

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Clara Rempe

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Darker than Black Ictus Ensemble

Konzept

Angesiedelt zwischen zeitgenössischem, barockem und Renaissance-Repertoire, ist das Konzert dieses Trios eine Ode an die „schwarze Galle“ – die Melancholie. Theresa Dlouhys klare Stimme ohne Vibrato, begleitet von Tom Pauwels an der akustischen und elektrischen Gitarre sowie Eva Reiter an der Viola da Gamba – all dies bildet ein Mosaik gequälter und entzückender Miniaturen: Kurze bittersüße Melodien, Klagelieder im Stil Purcells, Popsongs, hundertfach verlangsamt, nächtliche Geständnisse... 

„Was geschieht, wenn die Zeit still steht? Oder was wäre möglich, wenn Zeit keine wichtige Rolle in unserem Leben mehr spielte?“ Diese naiv anmutende Frage bildete für die Musiker den Ausgangspunkt für ein verführerisches Experiment. Als gäbe es kein Gestern, Heute oder Morgen erklingen z.B. John Dowlands (*1563) abgrundtief schwermütige Songs direkt neben den grenzüberschreitenden Kompositionen von Bernhard Gander (*1959) und der großen Gestik der Musik von Francesco Filidei (*1973). Daneben verbinden sich die Lautenlieder des Musikers und Arztes Thomas Campian (*1567) mit den feinsinnigen Dowland-Adaptionen von Burkhard Stangl (*1960). Ein Abend, an dem sich Gegenwart und Vergangenheit permanent ineinander spiegeln.

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Programm

JÜRG FREY (°1953) Abendlied, aus « 50 Sächelchen » für Gitarre
JOHN DOWLAND (°1563) Mourne, Mourne, Day is with Darkness fled für Stimme, Gambe und Gitarre; What if A Day für Gitarre
ARTHUR LAVANDIER (°1987) My Naked Lady framed für Sopran und Gambe
TOBIAS HUME (°1569) What greater Grief für Stimme und Gambe; Loves Farewell, für Gambe solo
WOLFGANG MITTERER (°1958) Mourn, Mourn für Sopran, Gambe und Gitarre
JÜRG FREY (°1953) Cadillac, aus « 50 Sächelchen » für Gitarre
BERNHARD GANDER (°1959) Darkness awaits us für Sopran und Gambe
THOMAS CAMPIAN (°1567) All looks be pale für Sopran, Gambe and Laute
FRANCESCO FILIDEI (°1973) … And here they do not für Sopran und Gambe
JOHN DOWLAND (°1563) Time stands still für Sopran, Gambe und Gitarre
STEPHEN GOODALL (°1650) Untitled, für Gambe solo
BURKHARD STANGL (°1960) Nights für Sopran, Gambe und Gitarre
BERNHARD GANDER (°1959) Lamenti I für Gambe und Gitarre
EVA REITER (°1976) My iron-spurred Lady für performer und Gitarre
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Mediencenter

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Pressestimmen

Einer der poetischsten Momente des Festivals (...) Ein Konzert ohne Pause, ohne Applaus, in einem Atem (...) Die betörend reine Stimme der Sopranistin Theresa Dlouhy, die über eine über eine bewegende Offenheit verfügt und, fast ohne Vibrato, kristallklare Prägnanz hat, lädt uns ein, die Grenzen der Zeit zu überschreiten (...) Und die E-Gitarre klingt intensiv, weich, farbenprächtig und mit einer glänzenden Innerlichkeit.
ResMusica,Thomas Vergracht, Februar 2018

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Biografien

lctus ist ein in Brüssel beheimatetes Ensemble für zeitgenössische Musik. lctus besteht aus rund zwanzig, vom Kollektiv ausgewählten Musikern, dem Dirigenten Georges-Elie Octors und einem Sounddesigner. Seit 1994 arbeiten lctus, die Tanzschule P.A.R.T.S und die Tanzkompanie Rosas unter einem Dach; das Ensemble hat oft bei Rosas-Produktionen mit Anne Teresa De Keersmaeker mitgewirkt, so unter anderem in ,Amor Constante', ,Drum­ming', ,Rain' und ,Vortex Temporum'. lctus arbeitet zudem mit Choreografen wie Wim Vandekeybus, Maud Le Pladec, Eleanor Bauer und Fumiyo lkeda zusammen.
Jedes Jahr gestaltet lctus in Zusammenarbeit mit Bozar und dem Kaaitheater den Spielplan der Saison. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, mit neuen Programmen und Formaten für ein gebildetes, interessiertes, aber nicht notwendigerweise spezialisiertes Publi­kum aus Theater-, Tanz- und Musikliebhabern zu experimentieren. Damit gehen auch Fragen des Formats einher: Es gibt Mini- und Maxikonzerte, Überraschungsprogramme (Blind Dates' in Gent), kommentierte oder Konzerte, bei denen das Publikum sich zwischen den Musikern bewegen kann tliquid Room Concerts').
Seit 2004 residiert das Ensemble zudem an der Oper von Lille. Neben Themenkonzerten im kleineren Rahmen und pädagogischen Aktivitäten im Bereich der Oper, präsentiert das Ensemble dort jedes Jahr eine größere Bühnenproduktion, so z.B. Georges Aperghis' ,Avis de Tempete' 2004, Michael Levinas' ,La Metamorphose' 2011 und Wolfgang Mitterers ,Marta' 2016. Zusammen mit der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Gent hat lctus einen Masterstudiengang gegründet, der sich der Interpretation von zeitgenössischer Musik widmet. lctus hat inzwischen etwa zwanzig CDs veröffentlicht, darunter zwei Alben mit Musik von Fausto Romitelli und eine neue Kollektion mit dem Titel ,Contra Naturam' beim Plattenlabel Sub Rosa.

Theresa Dlouhy studierte bei Lydia Vierlinger an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sie hat mit Ensembles wie dem Bach Consort Wien, dem L'Orfeo Barockorchester und unter einer Reihe von Dirigenten, wie Walter Kobéra, Johannes Kalitzke, Peter Rundel, René Clemencic, Manfredo Kraemer und Friedrich Cerha gearbeitet. Ebenso hat sie mit dem österreichischen Ensemble Mikado, das sich vorwiegend mit Musik der Englischen Renaissance beschäftigt, gearbeitet. 2008 gründete sie zusammen mit der Gambistin Eva Reiter das Ensemble UNIDAS.
Ein weiterer Schwerpunkt von Theresa Dlouhys Arbeit ist die Oper. Sie sang die Flaminia (Haydn), wie auch Teofane und Galatea (Händel) und die Elisetta (Cimarosa). Außerdem war sie die Königstochter in Wolfgang Mitterers ,Das tapfere Schneiderlein', die Kammerzofe in der Premiere von ,Die Gänsemagd' (Iris ter Shiphorst) und übernahm die Titelrolle in der Kinderoper ,Das kleine Gespenst' von Walter Soyka. Sie hat die Prinzessin vom Mond in Wolfgang Mitterers komischer Oper ,Baron Münchhausen' gegeben und die Emma in seiner Kinderoper ,Schneewittchen' und trat in der Weltpremiere der Sitcom-Oper von Bernhard Gander ,Das Leben am Rande der Milchstraße' auf.

Eva Reiter, geboren in Wien, studierte Flöte und Viola da Gamba an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam setzte sie ihre Studien für beide Instrumente fort und schloss ihren Master jeweils mit cum laude ab. Sie tritt sowohl als Solistin als auch mit diversen Barockorchestern auf. Seit Februar 2015 ist sie ständiges Mitglied von lctus in Brüssel. Sie erhielt den ,Publicity Preis' der österreichischen SKE und den ,Förderungspreis der Stadt Wien' 2008, den ,Queen Marie Jose International Composition Prize' 2008, ein Staatsstipendium des österreichischen Bundeskanzleramts, ein Arbeitsstipendium an der ,Akademie Schloss Solitude', den ,Erste Bank Kompositionspreis' 2016 und andere Preise. 2009 wurde ihr Stück ,Alle Verbindungen gelten nur jetzt' als eines der Werke für das Rostrum of Com­posers (IRC) ausgewählt. Eva Reiters Kompo­sitionen wurden auf internationalen Festivals aufgeführt, unter andrem bei Transit/Leuven, Ars Musica/Brüssel, ISCM World New Music Festival 2006/Stuttgart, Musikprotokoll Graz, Generator und Wien Modern im Wiener Kon­zerthaus, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt und MaerzMusik Berlin.

Tom Pauwels studierte klassische Gitarre in Brüssel, Köln und Münster bei Albert Sundermann, Hubert Käppel und Reinbert Evers. Seit 2002 arbeitet er als zweiter künstlerischer Leiter für lctus. Projektweise ist er beim Plus-Minus Ensemble in London tätig. Er hat Werke von Craenen, Lachenmann, Shlomowitz, Van Eycken, Guiraud, Trapani aufgenommen und für Cypres (lctus) Werke von Oehring, Ha­rada, Romitelli und Aperghis eingespielt. Nach einem fünfjährigen Forschungsprojekt zu Neuer Musik für Gitarre wurde er Preisträger des Orpheus lnstituut in Gent. Zwischen 2002 und 2016 lehrte er Neue Musik am Konservatorium von Gent, wo er ein weiterführendes Masterprogramm mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Kammermusik in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Spectra und lctus entwickelte. Sein breites Interesse als Instrumentalist hat zu Kooperationen mit Choreografen wie Xavier Le Roy, Maud Le Pladec und Andros Zins-Browne geführt.

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Links

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Website.

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