EXIL oder Liebe, wie sie wirklich ist

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Exil_CR_Dietrich Henschel

Zum Inhalt

Sechs Menschen auf engem Raum. In den Köpfen: Sehsucht nach zu Hause. Das Exil macht sie zu Junkies ihrer Kultur, ihrer Heimat.
In der Revue „EXIL oder Liebe, wie sie wirklich ist“ werden Individuen, deren Gemeinsamkeit in ihrer Entwurzelung besteht, über ihre musikalische Identität zusammengeführt. Gemeinsame Tradition, gemeinsame emotionale Werte helfen, die Situation der Vertreibung zu ertragen. Die Konfrontation mit den Werten der Kultur ihres Exil-Landes führt zu einiger Konfusion, wird aber souverän bewältigt durch die wichtigste menschliche Fähigkeit in Zeiten der vollständigen Verlorenheit: die Hoffnung.


Die Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms in ihrer liebenswürdigen Antiquiertheit werden in die heutige Zeit und in aktuelle Kontexte gestellt, ohne sie ihres Charmes und ihrer emotionalen Tiefe zu berauben. In einer abendfüllenden Revue werden sie Liedern der Vertreibung von Hanns Eisler gegenübergestellt und mit Songs von George Gershwin, Cole Porter, Erich Wolfgang Korngold und Kurt Weill, sowie mit Ensembles von Ligeti bis Hollaender ergänzt.

In einer Zeit von Krieg, Flucht, Vertreibung und Exil gewinnen die Lieder Hanns Eislers eine brennende Aktualität.
Der Verfall von kulturellen Werten, der bis in unsere Zeit darin gipfelt, dass deren Vernichtung sogar als eine Kriegswaffe eingesetzt wird, führt uns vor Augen, dass unsere Identität auf ebendiesen Werten beruht.
 

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Konzept

Theatralische Revue zu Musik von Johannes Brahms, Hanns Eisler u.a.
Konzept und Skript: Dietrich Henschel
Regie: Rahel Thiel
Mit: Sopran, Alt, Tenor, Bariton, 2 Pianisten

Gesamtdauer: ca.1h30min (zzgl. Pause)

Die Realität der 6 Personen ist nicht angenehm, die Situation schwer erträglich. Miteinander eingeschlossen an einem Ort der Zuflucht kreisen ihre Gedanken um den Ort ihres Zuhauses.

Das erzwungene Zusammenleben artet aus zu einer skurrilen Folge von Aktionen und Reaktionen; gruppendynamische Prozesse stellen sich ein. Doch wenn der kleine Radioapparat (nach dem gleichnamigen Lied von Hanns Eisler) eingeschaltet wird, erklingen die Liebeslieder-Walzer von Brahms und bringen ein Stück Heimat ins Exil. Sie ermöglichen durch Walzertakt und inhaltliche Leichtigkeit am Rande der Banalität, dass die Enge der Situation in Vergessenheit gerät und ein Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe entsteht. Zusammen arrangiert man sich mit den Bedingungen des fremden Umfeldes und erobert es mithilfe von Musik! Eine interkulturelle Revue entwickelt sich, neue ästhetische Prinzipien werden erlernt und übernommen - was mit Schwierigkeiten verbunden ist, die sowohl vergnüglich als auch nachdenklich stimmen…

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Musikalisches Programm

Johannes Brahms:    Liebeslieder-Walzer Nr. 1 „Rede Mädchen“
Hanns Eisler:         An den kleinen Radioapparat                    
Johannes Brahms:   Liebeslieder-Walzer Nr. 2 „Am Gesteine rauscht die Flut“
Hanns Eisler:         Liebeslied eines Kleinbürgermädchens            
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