Isabel Mundry

Komponistin

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Termine

27.11. 20:00
REAKTOR

Isabel Mundry,  Traces des moments

Collegium Novum Zürich
Isabel Mundry, Komposition

30.11. 20:00
Tonhalle Maag

Isabel Mundry,  Traces des moments

Collegium Novum Zürich
Isabel Mundry, Komposition

Biografie

Isabel Mundrys Werke zeichnen sich durch eine differenzierte Klangsprache aus, in die das Nachdenken über die Bezüge zwischen Zeit, Raum und Wahrnehmung auf vielfältige Weise einfließt. Dabei öffnet sie sich in ihrem Schaffen stets neuen Wegen und unterschiedlichsten Realitätsbezügen, die sie mit ihrer in Timbre, Harmonik und Rhythmik nuancierten Musik erforscht.

Ihr kompositorisches Handwerk erlernte die 1963 in Hessen geborene und in Berlin aufgewachsene Komponistin in Berlin und Frankfurt unter anderem bei Frank Michael Beyer, Gösta Neuwirth und Hans Zender, ergänzt um Studien in Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie und um einen Kurs für Informatik und Komposition am Pariser IRCAM.  Nachdem sie in den 90er Jahren mit Kammermusik sowie mit Ensemble- und Orchesterwerken auf sich aufmerksam gemacht hatte, geriet ihr erstes Musiktheaterwerk 2005 zu einem großen Erfolg: In Ein Atemzug – die Odyssee, an der Deutschen Oper Berlin in der Inszenierung von Reinhild Hoffmann und unter dem Dirigat von Peter Rundel uraufgeführt und vom Magazin Opernwelt als Uraufführung des Jahres ausgezeichnet, beschäftigt sich die Komponistin mit Schichten des Erinnerns und Vergessens. Das Interesse an Verflechtungen von musikalischer Struktur und ihrer räumlichen Präsentation setzt sich auch in Nicht Ich – über das Marionettentheater fort, ein mit dem Tänzer und Choreographen Jörg Weinöhl konzipiertes szenisches Konzert, das mit dem Ensemble Recherche und dem Vokalensemble Zürich 2011 beim Kleistfestival in Thun 2011 zur Uraufführung kam und anschließend in Zürich, Basel, Lyon, Düsseldorf und Salzburg gezeigt wurde.

Zu Isabel Mundrys zahlreichen Konzerten für Soloinstrumente und Orchester gehört das 2006 vom Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim uraufgeführte Nocturno, das in der Folge auch von den Staatskapellen Berlin und Dresden, dem RSO Wien und den Hamburger Philharmonikern interpretiert wurde. Ihr Klavierkonzert Ich und Du, uraufgeführt bei den Donaueschinger Musiktagen 2008 mit dem SWR Sinfonieorchester unter Pierre Boulez, erweiterte sie zu Non-Places, ein Klavierkonzert. Das Werk wurde im Rahmen der Verleihung des Happy New Ears Preises 2013 an Isabel Mundry mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Emilio Pomarico uraufgeführt und anschließend mit dem Deutschen Musikautorenpreis der GEMA ausgezeichnet.

Unter den Uraufführungen der letzten Jahre finden sich Werke verschiedenster Gattungen mit diversen Inspirationsquellen: In Vogelperspektiven für Ensemble (Uraufführung 2016, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) vollzieht sie, angeregt durch Gedichte Thomas Klings, Perspektivwechsel zwischen Mensch- und Tierwelt. Zu Fall, uraufgeführt vom Tonhalle Orchester Zürich 2016 geht dem Verhältnis von Aktivität und Passivität nach und installiert dafür als Schattenspiel auf der Bühne ein chaotisch schwingendes Pendel, das passagenweise den Dirigenten dirigiert.

In Sounds, Archeologies, 2018 im Rahmen des Berliner Ultraschall Festivals vom Trio Catch uraufgeführt, hinterfragt sie die Nähe beziehungsweise Ferne historischer Objekte und kultureller Identitäten. Und das 2018 in Donaueschingen vom SWR Vokalensemble uraufgeführte a cappella-Chorstück Mouhanad untersucht, basierend auf einem Interview mit einem geflüchteten Syrer, kulturelle Resonanzen und neue akustische Nachbarschaften.

Isabel Mundry verbringt den Sommer 2019 als Stipendiatin der Civitella Ranieri Foundation in Umbrien. In Vorbereitung sind mehrere große Uraufführungen: Ein Werk für Schlagzeug und Ensemble soll im Februar 2020 gleichzeitig im Abschlusskonzert des Festivals Présences mit dem Ensemble intercontemporain sowie in Köln mit dem Ensemble Musikfabrik erklingen. Für das Abschlusskonzert der Saison 2019/20 hat der Berliner Pierre Boulez Saal ein Werk für das Boulez Ensemble in Auftrag gegeben. Ein neues Bratschenkonzert für Nils Mönkemeyer wird schließlich im Sommer 2020 mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter der Leitung von Michael Wendeberg beim Suntory Festival zur Uraufführung kommen.

Zu den zahlreichen Preisen, mit denen Isabel Mundrys Schaffen gewürdigt wurde, gehören der Kranichsteiner Musikpreis 1996, der Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung 2001 und der Heidelberger Künstlerinnenpreis 2011. 2007/08 war sie erster Capell-Compositeur der Staatskapelle Dresden. Sie ist Mitglied der Akademien der Künste von Berlin und München sowie der Akademie für Wissenschaft und Literatur Mainz. Seit 1998 war sie vielfach als Dozentin bei den Darmstädter Ferienkursen zu Gast. Nachdem sie ab 1996 eine Professur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt innehatte, ist sie seit 2004 Professorin für Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste und seit 2011 zudem an der Hochschule für Musik und Theater München.

Saison 2019/20  

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Werke

Eine Liste der Werke von Isabel Mundry finden Sie auf der Internetseite von Breitkopf & Härtel.

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Mediencenter

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