Julia Rutigliano

Mezzosopran

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20.12. 19:30
Deutsches Nationaltheater, Weimar

Engelbert Humperdinck,  Hänsel und Gretel

Julia Rutigliano, Mezzosopran
Staatskapelle Weimar

Biografie

[…] Julia Rutigliano [begeistert] nicht nur durch ihre Spielfreude […] auch stimmlich überzeugt sie vollends mit ihrem hell gefärbten, dramatisch unterlegten, sicher geführten, kräftigen Mezzosopran.“
Opernnetz (zu Oktavian in Strauss‘ Rosenkavalier)

Die deutsch-italienische Mezzosopranistin Julia Rutigliano fesselt das Opern- und Konzertpublikum weltweit mit ihrer vollen Stimme und leidenschaftlichen Spielfreude. Wagner-Partien bilden eine zentrale Rolle in ihrem Repertoire. Schon während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Theater sowie der Bayerischen Theaterakademie in München, das sie 2005 mit Auszeichnung abschloss, sang sie den Fuchs in Janáčeks Das schlaue Füchslein, Helena in Offenbachs Die schöne Helena, Beatrice in Berlioz’ Beatrice und Benedikt und Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni.

Es folgten Stationen am Opernstudio des Staatstheaters Nürnberg sowie als Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig, wo sie unter anderem als Olga in Tschaikowskis Eugen Onegin, Suzuki in Puccinis Madama Butterfly, Hermia in Brittens A Midsummer Night’s Dream, Donna Elvira in Mozarts Don Giovanni, Aksinja in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Orlofsky in Strauss’ Die Fledermaus und Carmen in Bizets gleichnamiger Oper zu erleben war. Als Carmen brillierte sie auch unter der Regie von Volker Schlöndorff 2012 bei den Seefestspielen Berlin. Am Deutschen Nationaltheater Weimar debütierte Julia Rutigliano 2014 als Charlotte in Massenets Werther und als Octavian in Strauss‘ Rosenkavalier; weitere Erfolge feierte sie mit der Titelpartie in La Favorite von Donizetti am Staatstheater Cottbus. Jüngste Engagements führten sie erneut ans DNT Weimar, diesmal als Gertrud in Hänsel und Gretel, an die griechische Nationaloper in Athen mit der Titelpartie in der Uraufführung von Georges Dousis‘ Oper Hedda Gabler und als Carmen an die Opera Narodowa nach Warschau.

Daneben etablierte sich Julia Rutigliano besonders im Wagnerfach – so nannte die Zeitschrift Opernwelt sie „eine herausragende Venus mit vibrierender gesanglicher Dramatik und beachtlichem Darstellungspotenzial“. Nachdem sie 2013 beim Maggio Musicale Fiorentino und am Palau de les Arts in Valencia unter der Leitung von Zubin Mehta die Siegrune in Wagners Walküre (Regie: Fura dels Baus) gesungen hatte, lud der Dirigent sie im Folgejahr erneut nach Florenz ein, diesmal als Brangäne in Wagners Tristan und Isolde. In Valencia sprang sie zudem in der Generalprobe für Elisabeth Kulman als Fricka ein. Ebenfalls 2013 debütierte die Sängerin bei den Bayreuther Festspielen: Unter Kirill Petrenko wirkte sie im von Frank Castorf inszenierten Ring des Nibelungen mit – als Wellgunde in Das Rheingold und Götterdämmerung und als Siegrune in Die Walküre; 2014 und 2015 war sie dort wieder mit den gleichen Partien zu Gast. Als Siegrune gab sie ihre Hausdebüts 2016 unter der Leitung von Christian Thielemann an der Semperoper Dresden, unter Daniel Barenboim an der Staatsoper im Schillertheater Berlin (2019 unter den Linden wieder zu erleben) und unter Valery Gergiev in einer konzertanten Aufführung am Concertgebouw in Amsterdam. 2017 war sie unter Marek Janowski als Wellgunde an der Elbphilharmonie, im Konzerthaus Dortmund und im Festspielhaus Baden-Baden zu hören. Außerdem führte sie eine Koproduktion der Salzburger Osterfestspiele als Grimgerde in der Walküre unter Jaap van Zweden 2017 nach Peking. 2020 verkörpert sie die Siegrune unter der Leitung von Philippe Jordan in Calixto Bieitos Neuproduktion an der Pariser Opéra Bastille.

Im Konzertbereich gehörte die Aufführung von Verdis Requiem mit dem Bayerischen Staatsorchester 2015 zu einem ihrer persönlichen Höhepunkte. Ihre Zusammenarbeit mit Zubin Mehta setzte sie 2014 fort, unter anderem mit Mahlers 2. Sinfonie beim Israel Philharmonic Orchestra, mit Beethovens 9. Sinfonie beim Maggio Musicale in Florenz, mit Bruckners Te Deum beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie 2018 mit Mozarts Krönungsmesse wieder in Israel und 2020 beim Maggio Musicale Fiorentino. Auch zeitgenössische Werke von Komponisten wie Thomas Adès, Detlev Glanert und Moritz Eggert, die sie ans Theater Bonn, zum Festival A•DEvantgarde und zur Biennale München führten, liegen ihr musikalisch am Herzen.

Saison 2019/2020

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Resonanz

Die schäkernden und doch so ernsten Rheintöchter sind bei Julia Rutigliano (Wellgunde), Mirella Hagen (Woglinde) und erneut Anna Lapkowskaja (Flosshilde) in guten Händen bzw. Kehlen. Wellgunde bezaubert durch kräftige Farbe, Woglinde mit federleichtem Sopran, Flosshilde durch Stimmcharakter.
Opern- & Konzertkritik Berlin, Anton Schlatz, 15.08.2015

Mit klarem, weichem und nuancierterem Sopran überzeugt Julia Rutigliano als spielerlisch gestandener Octavian. Auch stimmlich glaubt man ihr den siebzehnjährigen Romantiker, der hier sehr schön als postpubertärer Revoluzzer gegeben wird.
Opernnetz, Andreas M. Bräu, 15.04.2015

In der Hosenrolle des Octavian begeistert Julia Rutigliano nicht nur durch ihre Spielfreude, wobei ihr Auftreten als kokett naives, scheinbar ungeschicktes Mariandl besonders gelungen ist; auch stimmlich überzeugt sie vollends mit ihrem hell gefärbten, dramatisch unterlegten, sicher geführten, kräftigen Mezzosopran durch einfühlsame Gestaltung, und zum Lachen reizend als Dienstmagd mit der Karikatur einer flachen Krähenstimme.
Opernnetz, Renate Freyeisen, 8.11.2014

Wie Charlotte ihrer Welt nicht entkommt, verlässt auch Julia Rutigliano erst die Bühne, wenn Schluss ist. So ein Konzept steht und fällt mit der Sängerin. In Weimar steht es wie eine Eins, denn die Rutigliano ist stimmlich und schauspielerisch so genau, so präzise, dass die Anderen neben ihr bei allem sängerischen Glanz ein wenig grau aussehen.
Ostthüringer Zeitung, Angelika Bohn, 20.11.2014

Mit Charlottes Flehen "Erhöre mein Gebet" empfahl sich Julia Rutigliano als emotionaler Fixstern des Abends.
Thüringer Allgemeine Zeitung, Ursula Mielke, 20.11.2014

Die überzeugendste Leistung des Abends boten die drei Rheintöchter Mirella Hagen, Julia Rutigliano und Okka van der Damerau, kontrastreich in der Darstellung, und wunderbar homogen im Zusammenklang.
NMZ, Peter P. Pachl, 02.08.2014

Der Stimmklang [des Soprans] harmonierte wunderbar mit dem dunkleren Timbre von Julia Rutiglianos Gesang (Brangäne), die beiden verblendeten ihre Partien mit Leichtigkeit.
L’Ape musicale, Valentina Anzani, 16.03.2014

Julia Rutigliano interpretiert die Rolle der Magd Brangäne mit großer Sorgfalt – ihre klare, leuchtende Stimme kontrastiert in wunderschönem Zusammenspiel mit der Stimme Isoldes.
operaworld, Mirko Bertolini, 12.03.2014

Julia Rutigliano stach in der Rolle der Brangäne ebenfalls heraus.
firenzepost.it, Roberta Manetti, 05.03.2014

Gesanglich schmeichelt Julia Rutiglianos Interpretation der Magd sehr dem Gehör.
La Nazione, Michele Manzotti, 05.03.2014

In der Rolle von Isoldes Magd reflektiert Julia Rutiglianos Stimme perfekt den durch den Dirigenten (Mehta) vorgegebenen Stil. […] Würde Metha singen statt dirigieren, so würde er es mit Julia Rutiglianos Stimme tun.
La Repubblica, Gregorio Moppi, 01.03.2014

Julia Rutigliano gibt eine Charlotte mit satter Tiefe, der perfekte Kontrast zu Elisabeth Wimmers glockenklarem Sophie-Sopran.
kultiversum.de

Julia Rutigliano interpretiert die Charlotte so reif, souverän und in der Prosodie so versiert, dass sie dies auch auf jeder größeren Bühne vermöchte.
Thüringische Landeszeitung, Wolfgang Hirsch, 20.01.14

Julia Rutigliano eine herausragende Venus mit vibrierender gesanglicher Dramatik und beachtlichem Darstellungspotenzial.
Opernwelt

[...] Gesanglich und darstellerisch ganz phantastisch [sind] die drei Wasserdamen Mirella Hagen, Julia Rutigliano und Okka von der Damerau.
Klassik Info, Robert Jungwirth, 14.08.2013

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Repertoire

Oper

G. BIZET Carmen Carmen (franz./dt.)
B. BRITTEN A Midsummer Night's Dream Hermia
G. DONIZETTI La Favorite Léonor (franz.)
Z. FIBICH Sarka Vlasta (dt.)
D. GLANERT Scherz, Satire, Ironie Liddy
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J.S. BACH Matthäus Passion BWV 244
Magnificat BWV 243
L. v. BEETHOVEN Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
L. BERIO Folk Songs
H. BERLIOZ Les nuit d'été
J. BRAHMS Zigeunerlieder
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