Brilliant [...], traumwandlerisch sicher und ein Draufgänger obendrein Badische Zeitung, Alexander Dick

Als Solist internationaler Orchester sowie als gefragter Kammermusiker ist Daishin Kashimoto regelmäßiger Gast in den großen Konzertsälen weltweit. Sein immenser Erfahrungsschatz, über den er nach über zehn Jahren als erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker verfügt, kommt ihm auch in seiner Solistenrolle zu Gute, die er, mit einem breiten Repertoire von der Klassik bis zur Musik unserer Zeit, ebenso überzeugend ausfüllt.

In der laufenden Saison war er unter anderem in Tschaikowskys Violinkonzert mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Semyon Bychkov sowie in Mozarts Sinfonia concertante mit dem Danish National Symphony Orchestra unter Alexander Vedernikov zu erleben. Außerdem steht 2020 eine Tournee mit Amihai Grosz, Eric Le Sage und Claudio Bohorquez an, die das Klavierquartett unter anderem an die Philharmonien von Köln und Luxemburg sowie das Wiener Konzerthaus führt. Mit dem Philharmonischen Oktett Berlin hebt er in der Berliner Philharmonie ein neues Werk von Toshio Hosokawa aus der Taufe, mit dem es anschließend auf Japan-Tournee geht. Im Duo mit dem Pianisten Eric Le Sage folgt eine weitere Asien-Tournee mit Stationen in Taiwan, Nagoya und Macau.

Daishin Kashimoto gastierte bisher unter anderem beim NHK Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France, den Symphonieorchestern des Bayerischen, Hessischen und Westdeutschen Rundfunks, dem Orchestre de la Suisse Romande und den St. Petersburger Philharmonikern unter Dirigenten wie Mariss Jansons, Seiji Ozawa, Lorin Maazel, Yehudi Menuhin, Paavo Järvi, Myung-Whun Chung, Daniel Harding und Philippe Jordan. Auch in Konzerten der Berliner Philharmoniker ist er immer wieder als Solist zu erleben, etwa 2015 mit Mozarts Sinfonia concertante beim Grafenegg Festival und beim Lucerne Festival, 2014 mit Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 unter der Leitung von Sir Simon Rattle oder 2012 mit Tschaikowskys Sérénade mélancolique und dem Valse Scherzo auf der Berliner Waldbühne.

Als Kammermusiker trat er unter anderem an der Seite von Martha Argerich, Yuja Wang, Leif Ove Andsnes, Emmanuel Pahud, Itamar Golan, Tabea Zimmermann, Yefim Bronfman und Konstantin Lifschitz auf. Mit letzterem legte er 2014 eine vielgelobte Aufnahme der Beethoven-Violinsonaten vor. Zu seinen CD-Einspielungen gehört auch eine Aufnahme des Brahms Violinkonzertes mit der Staatskapelle Dresden unter Myung Whun Chung für Sony Music.

Früh hatten seine Eltern ihn in Kontakt mit verschiedenen Instrumenten gebracht – der Dreijährige entschied sich für die Geige und erhielt in Tokio seinen ersten Unterricht. Nach einem Umzug in die USA, wurde Daishin Kashimoto im Alter von sieben Jahren als jüngster Schüler aller Zeiten am Pre-College der Julliard School aufgenommen; mit elf Jahren wechselte er an die Musikhochschule Lübeck zu Zakhar Bron, ehe er von 1999 bis 2004 an der Musikschule Freiburg Schüler von Rainer Kussmaul wurde. Schon als Teenager war er bei großen Wettbewerben erfolgreich und gewann unter anderem 1993 den 1. Preis der Menuhin Junior International Competition, 1994 den Violinwettbewerb Köln sowie 1996 den Fritz Kreisler Wettbewerb Wien und den Long-Thibaud Wettbewerb. Seit 2007 ist Daishin Kashimoto künstlerischer Leiter des Le Pont-Musikfestivals in Ako und Himeji (Japan). Er spielt eine Violine von Andrea Guarneri aus dem Jahr 1674.

Saison 2019/2020

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