Die beiden Expeditionen der Wiener Symphoniker in die Fabriken führt die finnische Dirigentin Eva Ollikainen mit großer Hingabe und viel Charisma an. Die Harmonie zwischen ihr und den Musikern ist spürbar, obwohl die Grätzl-Konzerte ihre erste Zusammenarbeit sind. Denkbar aber, dass sie bloß den Anfang für noch Folgendes markieren.
Wiener Zeitung 7.5. 2018, Viktoria Klimpfinger

Unsentimental, aber mit einer generösen, wie die Gezeiten wogenden Phrasierung, machte sie ganz einfach große Musik aus einer überstrapazierten Sinfonie. Ein sehr verdienter Tusch von den enthusiastischen Philharmonikern.
Svenska Dagbladet, 10.10.2006 Sofia Nyblom (Tschaikowskis 5.)

Wie sie in den wenigen Konzertproben eine solche Transparenz im Klang, gepaart mit Gewicht, Lebendigkeit und Präzision erreichen konnte, ist mir ein Rätsel. Die Aufführung war jedenfalls hervorragend. Sie zeigte Beethoven als rhythmischen Komponisten, mit dem federnd punktierten Rhythmus im ersten Satz und klar profiliert beim Allegretto-Thema. Der folgende Satz, der bisweilen sentimental behandelt wird, war ganz Licht und Wahrhaftigkeit. Die Nymphen tanzten leicht im Scherzo, eine Bewegung, die sich schnell zu gewaltiger Hitze und dionysischem Rausch im Finale steigerte. Exzellent! Das Publikum war ergriffen.
Svenska Dagbladet, 22.10.2009, Lars Hedblad (Beethovens 7.)