Bereits die ersten zarten Töne von Ligetis atmosphärisch dichtem Stück "Lontano" versetzten den Saal in eine Art Schwebezustand. Petrenko gelang es meisterhaft, den fließenden, fein ausbalancierten Klang an- und wieder abschwellen zu lassen. Die Musik, die sich gleichsam wie aus der Ferne kommend entfaltet, verschwindet schließlich im Nichts.
Musik Heute, Corina Kolbe, 15.09.2016

György Ligetis Ramifications ist ein unsterbliches Meisterwerk hauchzartester mikrotonaler Webart (...). Eine Streichergruppe ist hier einen Viertelton tiefer gestimmt als die andere. Dadurch entsteht ein bebendes Netz aus 24 Tonhöhen, die sich durch dynamische Extreme bewegen und dabei pulsierende Interferenzen erzeugen.
Theartsdesk.com, Helen Wallace, 21.08.2016

Auf seine introvertierte Art ist György Ligetis Horntrio eines der subversivsten Meisterwerke des letzten halben Jahrhunderts. In diesem Werk zeichnete sich im Jahr 1982 eine radikale Richtungsänderung in Ligetis Musik ab, weg von der europäischen Avantgarde und hin zu einem Stil, der sich nicht nur aus der Musik der Vergangenheit speiste, sondern auch Elemente anderer Musikkulturen miteinbezog. Ligeti hat in der Folge viele der Ideen und Techniken verfeinert, die er hier erstmals erforschte, aber das Trio bleibt ein außerordentliches Werk.
The Guardian, Andrew Clements, 22.06.2016

Ligetis großartiges, beunruhigendes Violinkonzert, 1992 fertiggestellt, hat uns daran erinnert, wie packend das zügellose Erkunden melodischen, rhythmischen und harmonischen Neulands sein kann.
Financial Times, Martin Bernheimer, 07.06.2016

Mit jedem Jahr, das ins Land zieht, erscheinen Ligetis 18 Études pour piano (1985-2001) weniger als „Neue Musik“ und mehr als Klassiker. Die Beziehung dieser Stücke zu ihren Vorfahren – Debussys Reihe von Etüden mit ihrer, ob langsam oder schnell, fortwährenden Bewegtheit, Liszts grandioser Dramatik, zu Conlon Nancarrows komplexen rhythmischen Spielen – wird immer deutlicher.
The New York Times, Zachary Woolfe, 17.05.2016