„Die Begriffe „Cembalo” und „Superstar” finden sich nicht oft nebeneinander, aber Mahan Esfahani kommt dieser Bezeichnung am nähesten: er spielt in den besten Häusern der Welt, unterrichtet und gibt neue Werke und sogar Instrumente in Auftrag. Und das ist wahrscheinlich keine große Überraschung, denn das Cembalo-Fieber hat Esfahani schon sehr, sehr früh gepackt.“ Bachtrack, 1.2.18

Geboren im Iran und aufgewachsen in den USA studierte Mahan Esfahani zunächst Musikwissenschaft und Geschichte an der Stanford Universität und anschließend Cembalo in Boston bei Peter Watchorn und später bei Zuzana Růžičková. Seine Solokarriere als Cembalist etablierte das Instrument im Konzertrepertoire Europas, Asiens und Nordamerikas. Von 2008 bis 2010 war er „BBC New Generation Artist“, 2009 gewann er den Borletti-Buitoni-Preis und dreimal war er von der Deutschen Grammophon bereits als „Künstler des Jahres“ nominiert. Er gibt u. a. Konzerte in der Londoner Wigmore Hall und im Barbican Centre, in der Carnegie Hall in New York, im Berliner und im Wiener Konzerthaus, in der Zürcher Tonhalle sowie in Tokio, Beijing und Shanghai und im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Regelmäßig arbeitet er mit Klangkörpern wie dem Ensemble Modern, dem BBC Symphony Orchestra, dem Münchner Kammerorchester und dem Los Angeles Chamber Orchestra zusammen. Highlights seiner Karriere waren zuletzt sein Debüt in Wiener Musikverein, seine Zusammenführung von Cembalo und elektronischer Musik in Kooperation mit dem Tectonics Festival und dem Barbican Centre, die Wiederentdeckung von Luc Ferraris Musique socialiste: Programme commun sowie Auftragswerke und Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten wie Miroslav Srnka. Außerdem entstanden Aufnahmen für Hyperion und die Deutsche Grammophon, für die er u. a. mit zwei BBC Music Magazine Awards und einem Grammophon-Award ausgezeichnet wurde.