Olivia De Prato - Violine
Maya Bennardo - Violine
Victor Lowrie - Viola
Tyler J. Borden - Cello

Die vier Streicher produzieren einen unglaublichen Klang. Es ist, als stürzten sie sich voller Gottvertrauen von einer hohen Klippe in die Musik. Sensibel, geradezu verträumt, aber dennoch vollständig kontrolliert.
Darmstadt Echo

Das Mivos Quartet widmet sich ganz der Aufführung von Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Als eines der „kühnsten und wildesten Ensembles für neue Musik in Amerika“ (The Chicago Reader) sind die in New York beheimateten Musiker sowohl in den USA als auch in Europa regelmäßig mit ihren Interpretationen neuen und neuesten Repertoires zu erleben. Dabei ist das 2008 gegründete Quartett, dessen Mitglieder auch selbst komponieren und arrangieren, besonders an einer beständigen und langfristigen Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten interessiert.

Das Mivos Quartet kann schon jetzt eine beachtliche Liste solcher Zusammenarbeiten vorweisen und zählt unter anderem Anna Clyne, Wolfgang Rihm, Luke DuBois, Felipe Lara, Mario Diaz de Leon und Tristan Perich sowie den Musiker und Slam-Poeten Saul Williams zu seinen künstlerischen Partnern. Während sie in ihrer Heimat regelmäßig an Orten wie dem Guggenheim Museum, dem Kennedy Center, der Zankel Hall, dem MoMA, und The Stone zu erleben sind, führten Uraufführungen neuer Werke von Komponisten ihrer Generation wie Richard Carrick, Sam Pluta, Mark Barden, Scott Wollschleger, Patrick Higgins und Clemens Gadenstätter die Musiker unter anderem zum Lucerne Festival, zu Wien Modern und zu den Darmstädter Ferienkursen. Ihr dortiger Auftritt im Jahr 2012 wirkte für sie als Türöffner für weitere europäische Festivals. Mit einem Stipendium der Ferienkurse kehrte das Quartett 2014 zurück nach Darmstadt und gab unter anderem ein Gesprächskonzert mit Helmut Lachenmann zu dessen Streichquartett Nr. 2.

Sein 3. Streichquartett Grido hatten die Musiker 2012 in Zusammenarbeit mit dem Kompo­nisten beim Aldeburgh Music Festival realisiert. Weitere Stationen ihrer Reisen nach Europa waren unter anderem das Asphalt Festival in Düsseldorf, das Festival Aix-en-Provence, das Klang Festival in Kopenhagen sowie das Transart Festival in Trentino-Südtirol. Nach Auftritten in Brasilien und Las Vegas waren die Musiker in der Saison 2016/17 in der Schweiz, beim Eclat Festival in Stuttgart und beim Festival Acht Brücken in Köln zu Gast.

Nachdem 2013 mit Reappearances das hochgelobte Debütalbum des Mivos Quartet erschienen war, veröffentlichten die Musiker im Juni 2016 die zweite CD Garden of Diverging Paths mit neuen Werken von Kate Soper, Andrew Greenwald und Taylor Brook. Mit The Dust Moves, komponiert und animiert von dem New Yorker Saxophonisten Dan Blake, ist zudem ein Multimediaprojekt des Mivos Quartet im Januar 2016 auf DVD erschienen. Die Zusammenarbeit reiht sich ein in eine Fülle von Projekten, mit denen das Quartett auch improvisierend als musikalischer Partner von Avantgarde-Jazzmusikern wie Ned Rothenberg, Chris Speed, Timucin Sahin und Nate Wooley in Erscheinung trat.

Die Mitglieder des Mivos Quartet waren und sind zudem in einer Reihe weiterer New Yorker Ensembles aktiv, darunter Signal, Wet Ink Ensemble, SEM Ensemble und Wordless Music Orchestra. Neben ihrer Konzerttätigkeit waren sie als Dozenten von Meisterkursen an zahlreichen amerikanischen Hochschulen sowie in Shanghai, Singapur, Hong Kong und Istanbul zu Gast. Jährlich vergeben sie zudem den Mivos/Kanter String Quartet Composition Prize, der Komponistinnen und Komponisten zu Beginn ihrer Karriere unterstützen soll. Als Mitinitiatoren des alle zwei Jahre verliehenen I Creation Prize machen sie auf junge Komponisten mit chinesischen Wurzeln aufmerksam.

Saison 2018/19

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