...into the deepest sea!
Mit Götz Payer, Klavier

Lieder von Johannes Brahms, Franz Schubert, Rebecca Clarke, Frank Bridge, Roger Quilter u.a. 

Die See zieht sich als Thema seit Jahrhunderten durch die Literatur. Oft steht das Meer für das Unheimliche und das Dramatische, mal steht es wie in Ernest Hemingways "Der alte Mann und das Meer" für die unerbittliche Einsamkeit und die Gefahren, die es bereithält. Gleichzeitig ist es ein Symbol für die Natur, ihre Ruhe und Gleichmut, und auch für das Ungewisse und Verborgene. Oft ist das Meer in der Literatur ein Sehnsuchtsort, es ist elementar und tief wie die Liebe und ungestüm wie die Leidenschaft und manchmal der Ort des Todes. Jedes Lied des Liederabends ist so gewählt, dass es los gelöst von seinem ursprünglichen Kontext Teil einer am Wasser handelnden Geschichte sein kann.

Wien um 1900 – Auch kleine Dinge können uns entzücken
Mit Michael Gees, Klavier

Lieder von Erich Wolfgang Korngold, Alban Berg, Alma Mahler, Max Reger, Richard Strauss, Joseph Marx, Engelbert Humperdinck, Hugo Wolf, Käthe Volkart-Schlager, Franz Léhar und Robert Stolz.

Hugo Wolfs bezaubernde Vertonung des titelgebenden Gedichtes von Paul Heyse führt als Thema durch den Abend. Das Lied genoss zur Jahrhundertwende große Popularität; sowohl große als auch kleine Meister widmeten sich mit tiefsinnigen musikalischen Schätzen diesem Genre. 

Krieg und Frieden
mit dem Ensemble il capriccio (Leitung: Friedemann Wezel)

Der Topos „Krieg und Frieden“ sowie die Auseinandersetzung des Menschen mit Vergänglichkeit und Leid, bilden das Spannungsfeld dieses Konzertabends. Verschiedene Lamento-Arien barocker Meister werden, fließend ineinander übergehend, mit zeitgenössischem Repertoire verknüpft, wobei Il pianto di Maria, eine Kantate Ferrandinis, die jedoch lange Zeit Händel zugeschrieben wurde, als roter Faden durch das Programm führt. Purcells Klagegesang der von Aeneas verlassenen Dido -  ihr schmerzlicher Verlust und der daraus folgende Racheschwur gelten als Ursprungsmythos der Kriege zwischen Rom und Karthago – erklingt dabei ebenso wie, historisch kontrastierend oder auch kommentierend, die Solowerke von Younghi Pagh-Paan und Elliot Carter.