Der Bariton Dietrich Henschel ist eine Lichtgestalt – körperlich, intellektuell, musikalisch und schauspielerisch. Sein Vermögen als Interpret, womit ich gerade seine Fähigkeit meine, unter die Oberfläche eines Liedes und direkt in dessen Seele vorzudringen, ist außerordentlich. Herald Scotland
Dietrich Henschel
Bariton

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17:30 UhrSt John the Evangelist, Oxford
Schubert: Songs of the Sea
Dietrich Henschel, Bariton
Sholto Kynoch, Klavier
20:15 UhrSt John the Evangelist, Oxford
Schubert: Songs of the Sea
Dietrich Henschel, Bariton
Sholto Kynoch, Klavier
20:00 UhrElbphilharmonie, Hamburg
Francesco Filidei, The Red Death
Dietrich Henschel, Bariton
Sylvain Cambreling, Dirigent
SWR Symphonieorchester
SWR Vokalensemble Stuttgart
20:00 UhrKölner Philharmonie
Francesco Filidei, The Red Death
Dietrich Henschel, Bariton
Sylvain Cambreling, Dirigent
SWR Symphonieorchester
SWR Vokalensemble Stuttgart
Biografie
Als regelmäßiger Gast auf den großen Opernbühnen, als geschätzter Interpret von Lied und Oratorium und bei seinen multimedialen Projekten fasziniert der Bariton Dietrich Henschel weltweit das Publikum mit einem Repertoire, das von Monteverdi bis zur Avantgarde reicht. Der gebürtige Berliner, der in Nürnberg aufwuchs und 1990 bei der Münchener Biennale debütierte, wurde nach einer ersten Station als Ensemblemitglied an der Oper Kiel ab 1997 international bekannt: An der Deutschen Oper Berlin sang er die Titelpartie in Henzes Prinz von Homburg, inszeniert von Götz Friedrich, und in Busonis Doktor Faust brillierte er an der Opéra de Lyon und am Théâtre du Châtelet in Paris. Für die Interpretation der Titelpartie in dieser Produktion wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet.
In Rollen wie Rossinis Figaro, Wolfram in Wagners Tannhäuser, Monteverdis Ulisse und Orfeo, Mozarts Don Giovanni, Beckmesser in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Alban Bergs Wozzek und Dr. Schön in Lulu, Golaud in Debussys Pelléas et Mélisande und Nick Shadow in Strawinskys The Rake’s Progress war und ist Dietrich Henschel seitdem an den großen Opernhäusern Europas zu Gast. Zeitgenössische Komponist:innen wie Chaya Czernowin, Péter Eötvös, Detlev Glanert, Manfred Trojahn, Unsuk Chin, Peter Ruzicka und José-Maria Sanchez-Verdu vertrauten ihm Hauptpartien in ihren Opern zur Uraufführung an.
Daneben widmet sich Dietrich Henschel intensiv dem Lied- und Konzertgesang. In Orchesterkonzerten arbeitete er mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Kent Nagano, Sylvain Cambreling, Sir Simon Rattle und Semjon Byschkoff. Seine Zusammenarbeit mit John Eliott Gardiner, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt oder Sir Colin Davis ist auf einer Vielzahl von Oratorien-Aufnahmen dokumentiert.
Ein besonderes Augenmerk widmet Dietrich Henschel der theatralischen und multimedialen Darstellung von Vokalmusik. Szenische Versionen von Schubert-Liedzyklen wurden unter anderem am La Monnaie Brüssel, am Theater an der Wien, an der Norske Opera Oslo und an der Komischen Oper Berlin aufgeführt. In dem mit der Regisseurin Clara Pons konzipierten Projekt IRRSAL – Triptychon einer verbotenen Liebe mit den Mörike-Orchesterliedern Hugo Wolfs kombiniert er Spielfilm und Live-Konzert. Sein ebenfalls mit Clara Pons entwickeltes Filmprojekt WUNDERHORN zu den Liedern Gustav Mahlers entstand als Koproduktion mehrerer europäischer Partner, darunter De Doelen, La Monnaie und das BBC Symphony Orchestra London. 2019 hob Dietrich Henschel mit dem ensemble unitedberlin unter Vladimir Jurowski das von ihm initiierte Projekt X-Mas contemporary am Konzerthaus Berlin aus der Taufe. Zwölf Komponist:innen trugen Werke zu dem außergewöhnlichen Weihnachtsprogramm bei, das große Presseresonanz fand und auch als CD erschienen ist. Zu Dietrich Henschels jüngsten Projekten gehört Pergolesis 1734 entstandenes Opernintermezzo Il Ciarlatano, temporeich in Szene gesetzt mit dem Ensemble ART HOUSE 17 und aufgeführt unter anderem bei der Styriarte in Graz.
In die Saison 2021/22 startet er gemeinsam mit Sylvain Cambreling und dem Ensemble Modern bei der Ruhrtriennale mit Olga Neuwirths Kammeroper Bählamms Fest. Die Zusammenarbeit mit Cambreling setzt er mit dem SWR Symphonieorchester fort – gemeinsam bringen sie zum 100. Jubiläum der Donaueschinger Musiktage Francesco Filideis The Red Death zur Uraufführung, gefolgt von Konzerten in der Elbphilharmonie und der Kölner Philharmonie. Weitere Highlights sind ein Liederabend mit dem Pianisten Piet Kuijken sowie Bachs Kaffeekantate mit ART HOUSE 17 beim Oude Muziek Festival in Utrecht, ein Rezital bei Oxford Lieder Festival, eine Japan-Tournee mit Schuberts Winterreise, Bachs Matthäuspassion mit dem Rotterdam Philharmonic und Jan Willem de Vriend, Beethovens Missa solemnis im Auditori in Barcelona sowie Brittens War Requiem mit dem Royal Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko in der Royal Albert Hall.
www.dietrichhenschel.de
Saison 2021/22
Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit dem Management gestattet.
Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit dem Management gestattet.
Repertoire
Oper
Konzert
Programme
mit Simone Rubino, Percussion
Avner Dorman: Auftragswerk für Bariton und Percussion (über Sonette von Shakespeare)
Gustav Mahler: Rückert-Lieder (Arr .: Simone Rubino und Dietrich Henschel)
Annette Schlünz: Auftragswerk für Bariton und Percussion (über Sonette von Petrarca)
Bearbeitungen deutscher Volkslieder und italienischer Canzonen
Termine auf Anfrage
"Meer" mit Sholto Kynoch, Klavier
F. Schubert:
Fischerweise (Schlechta) D881
Gondelfahrer (Mayrhofer) D808
Der Schiffer (Schlegel) D694
Lied eines Schiffers an die Dioskuren (Mayrhofer) D360
Der Schiffer (Mayrhofer) D536
Meeresstille (Goethe) D216
Der Zwerg (Collin) D771
Auf den Wassern zu singen (Stolberg) D774
Der Taucher (Schiller) D77
Weitere Programmvorschläge
Resonanz
„Henschel gilt als einer der besten deutschen Liedinterpreten, jetzt fast schon ein Veteran, und sein Gesang von Schuberts großem Zyklus war bemerkenswert für seine fast betäubte Vorfreude auf die kommende zermürbende Winterreise."
The Times, Hugh Canning, 2 März 2021
„Dietrich Henschel stellt einen unwiderstehlichen Herrn Buff dar, tadellos in seinem sehr kurzen Opernauftritt im Finale des Werkes, aber ein rasanter Schauspieler und mit tadellosem Französisch während der gesamten ersten gesprochenen Hälfte der Show.“
Remusica, Benedict Hévrym, 24 Februar 2021
„Dietrich Henschel ist als Pauls Freund Frank, wie immer eine sichere Bank in Sachen Gesang und schauspielerischer Intensität.“
BRF, Hans Reul, 23.10.2020, zu Erich Korngolds „Die Tote Stadt“ an der Brüsseler Oper La Monnaie
„Gewinnend ist einmal mehr Dietrich Henschel, der bevorzugte Protagonist in Ruzickas „Benjamin“. (…) Diese Besetzung des Hauptpaares besiegelt den Triumph der Uraufführung.“
Concerti Magazin, Roland H. Dippel, 16.11.2019, Zur Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutsche Oper Berlin
„Gewinnend ist einmal mehr Dietrich Henschel, der bevorzugte Protagonist in Ruzickas „Benjamin“. (…) Diese Besetzung des Hauptpaares besiegelt den Triumph der Uraufführung.“
Concerti Magazin, Roland H. Dippel, 16.11.2019, Zur Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutsche Oper Berlin
„Der Bauer Simon, von Dietrich Henschel mit der Reife seiner Erfahrung und hoher stimmlicher Präsenz im Augenblick gesungen“
Der Tagesspiegel, Sybill Mahlke, 27. Juni 2019
„Der Bariton Dietrich Henschel trifft in Spiel und stimmlich makelloser Führung die Person Benjamins glaubwürdig und direkt, zu jeder Sekunde der dichten Inszenierung hält seine Bühnenpräsenz sowohl depressive Leere wie überbordende Fülle auf der Szenerie zusammen: ein Glücksfall für die Produktion.“
Spiegel online, Werner Theurich, 4. Juni 2018, zur UA von Peter Ruzickas „Benjamin“ an der Hamburgischen Staatsoper
„Der Bariton Dietrich Henschel (…) gestaltete die Riesenrolle des „Jean-Charles“ mit an Dietrich Fischer-Dieskau erinnernder perfekter Wortbehandlung und stimmlicher Farbenvielfalt.“
Der neue Merker, Karl Masek, 2.11.2017
„Man spürt in jeder Szene, dass die Sängerinnen und Sänger sich ganz auf das Spiel einlassen. Die Personenführung ist perfekt. Hier haben Wort und Musik, Schauspiel und Gesang wirklich gleiche Bedeutung. Die Besetzung lässt keine Wünsche offen. (…) Dietrich Henschel – wieder einmal überragend.“
BRF, 07.11.2016 über die Rolle des Grafen in „Capriccio“ an der Brüsseler Oper La Monnaie
„Hugo Wolf geht nicht besser (…) Henschels Fähigkeit, sich voll und ganz in das, was er singt, hineinzubegeben und den Eindruck zu erwecken, die Musik mehr zu leben denn sie darzubieten, resultierte in einem einzigartigen Vortrag von „Grenzen der Menschheit“ und „Prometheus“. (…) Eins der großen Rezitale, und absolut überragend.“
Guardian, 8.01.2013
„Der Bariton Dietrich Henschel ist eine Lichtgestalt – körperlich, intellektuell, musikalisch und schauspielerisch. Sein Vermögen als Interpret, womit ich gerade seine Fähigkeit meine, unter die Oberfläche eines Liedes und direkt in dessen Seele vorzudringen, ist außerordentlich.“
Herald Scotland, 28.08.2012
Video
Schubert/Winterreise gefilmt live bei Oxford Lieder's Winter into Spring Festival 2021 von TallWall Media: Dietrich Henschel, Bariton - Sholto Kynoch, Klavier
"Henschel gilt als einer der besten deutschen Liedinterpreten, jetzt fast schon ein Veteran, und sein Gesang von Schuberts großem Zyklus war bemerkenswert für seine fast betäubte Vorfreude auf die kommende zermürbende Winterreise."
The Times, Hugh Canning, 2. März 2021
Schemelli Songbook
Oxalys Ensemble, Dietrich Henschel, Philippe Thuriot (accordion)
Peter Ruzicka: Benjamin
Dietrich Henschel as Walter Benjamin @ Hamburg State Opera
A. Berg: Lulu
Barbara Hannigan, Lulu; Tom Randle, The Painter; Dietrich Henschel, Dr. Nice
J. Haydn: The Creation
Sir Colin Davis, London Symphony Orchestra
Orfeo
Projekte
„In einer Zeit, in der die Existenzgrundlage von Künstlern fundamental bedroht ist, müssen diese mit ihren ureigenen Mitteln auf kreative Art Wege aus der Krise finden und erfinden“, sagt Bariton Dietrich Henschel zu seinem neuen Opernprojekt COSÍ 20 – Liebe ist ansteckend.
Mozarts Cosi fan tutte – diese zynische Wette auf die Unmoral im Laborversuch, emotionslos seziert und durchs Mikroskop betrachtet – liefert dem Künstler*innenkollektiv um Dietrich Henschel und Thomas Höft eine ideale Folie für Oper in den Zeiten des social distancing. Am 1. und 2. August vereinzelt das Opernlabor COSÌ.20 in Lockenhaus alle Akteure einschließlich des Publikums in einem Psycho-Experiment. Wird die Isolation Beziehungen dauerhaft zerstören? Kann der kontaktfreie Gefühlsaustausch schmerzfrei vollzogen werden?
Spielfilm von Clara Pons
Aufführung im Live-Konzert
Musik: Gustav Mahler/Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn"
Mit Dietrich Henschel, Vera Streicher, Sébastian Dutrieux, Elias Fret
Das Projekt X-MAS CONTEMPORARY hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Weihnachten wie es heutzutage gelebt wird, mit der Musik unserer Zeit zu verbinden.
Diskografie

Bo Holton - Schlagt sie tot!
Dietrich Henschel, Thomas Volle, Jakob Högström, Reinhard Hagen, Inger Dam-Jensen, Malmö Opera Orchestra, Patrik Ringborg
DaCapo 2021, 10657349

Chaya Czernowin - Heart Chamber
Dietrich Henschel, Patricia Ciofi, Noa Frenkel, Terry Wey, Frauke Aulbert, Uli Fussenegger, Johannes Kalitzke, Claus Guth, Ensemble Nikel, Orchestra of the Deutsche Oper Berlin
Naxos 2019, 10423573

X-MAX CONTEMPORARY & PERCUSSIVE
Dietrich Henschel, Vladimir Jurowski, ensemble unitedberlin, Simone Rubino
FARAO Classics, B 108106, Nov 2019

Peter Eötvös – Atlantis (New Edition)
Dietrich Henschel, Márta Fábián, Kölner Domchor, WDR Sinfonieorchester Köln, Peter Eötvös
Budapest Music Center Records, 2019, BMC CD 007

Johann Sebastian Bach: Mass in B minor BWV 232
Dietrich Henschel, Joyce Di Donato, Ruth Ziesak, Paul Angew, Daniel Taylor, Maitrise de Notre Dame de Paris, Ensemble Orchestral de Paris, John Nelson
EuroArts, 2017

Richard Strauss – Feuersnot
Dietrich Henschel, Nicola Beller Carbone, Alex Wawiloff, Ruben Amoretti, Anna Maria Sarra, Orchestra del Teatro Massimo di Palermo, Gabriele Ferro
Arthaus Musik, 2015

Alban Berg – Lulu
Dietrich Henschel, Barbara Hannigan, Natascha Petrinsky, Charles Workman, Orchestre Symphonique de la Monnaie, Paul Daniel
BelAir, 2014

Irrsal – Lieder by Hugo Wolf
Dietrich Henschel, Phillipe Herreweghe, Royal Flemish Philharmonic
Epr-Classic, 2013, EPRC 014
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