Lukas Ligeti

Komponist

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03.02. 19:00

Lukas Ligeti,  Birimintingo

concert:nova
Lukas Ligeti, Komposition

Biografie

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Lukas Ligeti vereint in seinen Kompositionen verschiedenste musikalische Traditionen, darunter Jazz, afrikanische Musik, europäische Avantgarde und den Geist der experimentellen Musikszene New Yorks. In seinen Werken erforscht er musikalische Prozesse, komplexe polymetrische Strukturen und Möglichkeiten interkultureller Zusammenarbeit – viele seiner Werke wurzeln in seiner intensiven Beschäftigung mit der Musik Afrikas. Selbst gefragt als Perkussionist, besonders im Bereich Jazz und freie Improvisation, arbeitet Lukas Ligeti seit langem mit Live-Elektronik und ist daneben Initiator zahlreicher interkultureller Musikprojekte, darunter sein europäisch-afrikanisches Ensemble Burkina Electric.

Sein Oeuvre als Komponist reicht von Stücken für Schlagwerk wie Pattern Transformation für vier Marimbaspieler über Ensemblewerke wie Surroundedness, komponiert für das Wiener Ensemble „die reihe“, bis hin zur großformatigen Suite for Burkina Electric and Orchestra, die er mit seinem Ensemble und dem MDR Sinfonieorchester zur Uraufführung brachte. Zu seinen Auftraggebern gehören die Wiener Festwochen, der Österreichische Rundfunk, die Tonhalle Düsseldorf, das Tonkünstler Orchester, das Ensemble Modern, Eighth Blackbird und das Kronos Quartet; seine Werke wurden von Solisten wie Håkan Hardenberger und Colin Currie zur Uraufführung gebracht. Präsentiert wurde seine Musik unter anderem vom Pariser Festival d’Automne und dem Meltdown Festival am Londoner Southbank Centre; 2015 gestaltete er eine Residency am Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau.

In der laufenden Saison kommt sein neues Klarinettenquartett zur Uraufführung; Birmintingo heißen die improvisierten Solo-Kaskaden, die das Spiel auf der westafrikanischen Stegharfe Kora prägen. Das Werk wird im Februar 2019 in Cincinnati vom Ensemble concert:nova aus der Taufe gehoben und anschließend vom Civitas Ensemble in Chicago und vom Soli Chamber Ensemble in San Antonio, Texas aufgeführt. Lukas Ligeti komponiert außerdem ein spezifisches Werk für Studierende und Lehrende an der Musikfakultät der University of California in Irvine. 2019 wird er zudem im Rahmen einer zweimonatigen Residency beim Sonoscopia Ensemble in Porto ein neues Werk für Roboterorchester und Ensemble entwickeln.

Lukas Ligeti studierte Komposition und Schlagzeug an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien, wo Kurt Schwertsik zu seinen Lehrern gehörte. Daneben erhielt er unter anderem Kompositionsunterricht von George Crumb, Jonathan Harvey und John Zorn. 1998 zog er in die USA um; inzwischen pendelt er zwischen Johannesburg und Kalifornien, wo er als Professor für Komposition, Improvisation und Technologie an der University of California, Irvine tätig ist. Er wurde mit einer Vielzahl von Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter dem CalArts Alpert Award in Music (2010), der Composition Fellowship der New York Foundation for the Arts (2002 & 2008), dem österreichischen Staatsstipendium für Komposition (1991 & 1996) und dem Förderpreis der Stadt Wien (1990).

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Resonanz

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Lukas hat in seinem kreativen Leben eine ziemlich erstaunlich persönliche und musikalische Leistung vollbracht: den Einfluss seines Vaters ist er fähig anzuerkennen, kann diesem gleichzeitig ausweichen und ihn sogar überwinden.
The Guardian, Tom Service

Bescheiden und freundlich auf der Bühne und mit der äußerlichen Erscheinung eines Clark Kent repräsentiert Ligeti eine neue „musikalischer Superman“-Generation: ein global denkenden, technologisch versierten, technisch hoch entwickelten Komponisten, der zufällig auch ein virtuoser Performer und versierter Improvisator ist.
LA Times, Mark Swed

Ein energisches Ein-Mann-Orchester war Lukas Ligeti (…), der seine eigenen unorthodoxen Werke aufführte, in denen sich westafrikanische Melodien und lebhafte Rhythmen in einen jubelnd organisierten Rausch vermischten.
New York Times, Vivien Schweitzer

Thinking Songs (2015) [ist] ein äußerst virtuoses Werk mit fünf Sätzen für Solo-Marimba. (…) Die Komposition selbst führt uns zu einer unglaublich musikalischen Reise:  vom  Gebrauch verschiedener Mallets im Tanz, die klangfarbliche Spektren enthüllen bis hin zu sich langsam bewegenden Linien im Lamento; von technischen Herausforderungen, die sich in der Vierstimmigkeit erkenntlich zeigen, bis hin zur spielerischen Erforschung der Marimba im Scherzo und quasi-minimalistische Akzentwechsel bei der Zweistimmigkeit.
New Classic LA, Cristina Lord

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Werke

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Neue Werke für Orchester sind Incandescence (2017), Suite for Burkina Electric and Orchestra (2016), und Curtain (2015).

Sein kammermusikalisches Ouevre umfasst Werke wie Language:PROUN:music für Sopran, Violine, Cello, Posaune und Vibraphon (2016), Thinking Songs für Marimba (2015), Tangle für Trompete und Schlagwerk (2002) und Pattern Transformation für 4 Spieler an 2 Marimbas (1988)

Bitte kontaktieren Sie uns für ein vollständiges Werkverzeichnis.

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