Mike Svoboda

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Biografie

Wenn die Posaune so nuanciert spricht wie ein Mensch. Dann spielt sie Mike Svoboda, großartiger Musiker. (Stuttgarter Nachrichten)

Als Posaunist, Komponist und Pädagoge in Personalunion gehört Mike Svoboda zu den originellsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Sein Wirken ist stets von dem Anspruch geleitet, auf das Publikum zuzugehen und die räumliche Distanz zwischen Bühne und Auditorium zu überbrücken, ohne die Musik effektheischenden Kompromissen preiszugeben. Konsequent setzt er sich für die Erweiterung des Repertoires für sein Instrument ein und brachte bisher über 400 Werke zur Uraufführung. Dazu gehören zahlreiche Posaunenkonzerte, die er mit Orchestern wie dem WDR Symphonieorchester, den Bochumer Symphonikern, dem SWR Sinfonieorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem RSO Stuttgart, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Bruckner Orchester Linz und dem Sinfonieorchester Basel unter Dirigenten wie Stefan Asbury, Peter Rundel, Jonathan Nott, Ilan Volkov und Dennis Russel Davies interpretierte.

Die Liste der Komponisten, mit denen Mike Svoboda in den vergangenen dreißig Jahren zusammengearbeitet hat, lässt die Vielfalt der von ihm uraufgeführten Werke erahnen: Unter anderem umfasst sie Sandeep Bagwahti, Sidney Corbett, Christian Jost, Georg Friedrich Haas, Manuel Hidalgo, Heinz Holliger, Benedict Mason, Wolfram Schürig, Martin Smolka, Mattias Spahlinger, Bernd Thewes und Frank Zappa. Zu den jüngeren Uraufführungen gehören Canzona per sonare für Altposaune und zwei Orchestergruppen von Wolfgang Rihm, Voyage III von Toshio Hosokawa, das musiktheatralische Werk As I Crossed a Bridge of Dreams von Peter Eötvös und NUN für Flöte, Posaune und Orchester von Helmut Lachenmann. Außerdem realisierte er die deutschen Erstaufführungen von Michael Nymans Posaunenkonzert sowie des Posaunenkonzerts Troorkh von Iannis Xenakis.

In dieser Saison wird Mike Svoboda mit WATT, dem Posaunenkonzert von Pascal Dusapin bei Milano Musica zu hören sein. Des Weiteren gibt er sein Debut in der Elbphilharmonie im Rahmen des Musikfestes Hamburg gemeinsam mit Yeree Suh und dem Ensemble Resonanz unter der Leitung von Peter Rundel. Auf dem Programm steht ein Werk für Sopran, Posaune und Ensemble von Beat Furrer. Sehr am Herzen liegt ihm auch sein Kinderprojekt Once around the world, das beim Lucerne Festival im Frühjahr 2017 zur Uraufführung kam und auch in dieser Saison in mehreren Städten zu sehen sein wird. Ein Höhepunkt der letzten Saison war die erneute Interpretation des Posaunenkonzerts von Georg Friedrich Haas mit dem Basel Sinfonieorchester unter Michal Nesterowicz sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Evan Christ im Rahmen des Festivals Ultraschall in Berlin.

1960 auf der westpazifischen Insel Guam geboren, wuchs Mike Svoboda in Chicago auf und studierte an der University of Illinois Komposition und Dirigieren. Einer seiner frühen Lehrer war Ben Johnston, der gemeinsam mit Harry Partch die Weiterentwicklung der sogenannten reinen Stimmung (just intonation) vorantrieb. 1982 gewann er den BMI Young Composers Award und nutzte das Preisgeld, um nach Europa überzusiedeln. Seine von 1984 bis 1996 währende intensive Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen hatte einen prägenden Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang.

Mike Svoboda ist wiederholt für sein Schaffen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Schneider-Schott-Musikpreis Mainz (2000), dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2005) sowie dem Praetorius Musikpreis Niedersachsen in der Kategorie Musikinnovation (2008). Zahlreiche CDs, die mehrheitlich beim Label WERGO erschienen sind, dokumentieren sein Wirken als Komponist und Posaunist. Mit internationalen Musikerkollegen gründete er 2005 das Mike Svoboda Ensemble. Seit 2007 ist er zudem Professor für Posaune und zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel.

Saison 2018/2019

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Resonanz

Beeindruckend: Das schier unendlich lange Glissando des Solisten, über dem das Orchester in vielen Farben aufblüht.
Basler Zeitung, Simon Bordier, 20.04.2018 (Zur schweizerischen Erstaufführung von Georg Friedrich Haas' Posaunenkonzert)

Wenn die Posaunentöne hüpfen und tanzen, in irrem Tempo, vom himmlischen Register bis in die Grabestiefe und wieder hoch, wenn es plappert und singt, flüstert und aufmüpfig aufschreit, kurz: wenn die Posaune so nuanciert spricht wie ein Mensch. Dann spielt sie Mike Svoboda, großartiger Musiker.
Stuttgarter Nachrichten, Verena Großkreutz, 02.01.2017 (Zur deutschen Erstaufführung von Kurt Schwertsiks Mixed Feelings (Gemischte Gefühle))

Der hochbegabte Posaunist Mike Svobada stand anschließend im Mittelpunkt des Konzert für Posaune und Orchester op. 84 "Gemischte Gefühle" aus dem Jahr 2001 des Wiener Komponisten Kurt Schwertsik, dessen parodistisches Talent dabei deutlich hervorstach. Neben spanischer Folklore verblüfften vor allem die grandiosen Glissando-Passagen im Finale dieses Konzerts.
Online Merker, Alexander Walther, 02.01.2017

(...) Mike Svoboda, ist nicht nur selbst Komponist, sondern auch als Interpret so etwas wie des lieben Gottes kleiner Posaunenspieler, der einfach keine technischen Probleme zu kennen scheint.
Schwaebische.de, Stephan Hoffmann, 17.10.2016

Der Amerikaner und Wahl-Schweizer Mike Svodoba lotete die Klangmöglichkeiten seines Instruments virtuos und mit unglaublicher technischer Meistershaft aus, das wirkte spielerisch leicht.
Der Westen, Elisabeth Höving, 31.05.2016

Wenn eine Posaune zu singen beginnt... Nun denn, die Posaune sang wirklich, nicht nur dank der fulminanten Künste des (auswendig!) spielenden Solisten Mike Svoboda, dessen himmlisch weicher Ton, verbunden mit einer dynamischen Flexibilität und Farbigkeit ohnegleichen, nur zu bewundern war...
Schwetzinger Zeitung (Zur Uraufführung von Wolfgang Rihms Canzona per sonare)

Als vitales Maskenspiel zwischen Wagner, Neutönerei, Jazz- Rock- und Popmusik mit kurzen Texten "für, gegen und von Wagner" entpuppten sich die handwerklich brillanten, experimentierfreudigen "14 Versuche, Wagner lieben zu lernen" des amerkanischen Posaunisten und Komponisten Mike Svoboda, eine als "Adult Entertainment" annoncierte Collage ohne stilistische Scheuklappen, die Svobodas Quartett kongenial vom Stapel ließ.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Nach diesem Konzert sind all jene widerlegt, die zeitgenössische Musik für steril und unzugänglich halten. Mike Svoboda hat die seltene Gabe, komplizierte Musik mit jenem Augenzwinkern zu präsentieren, das sie zu dem macht, was Mozarts Klavierkonzerte auch einmal waren: zu exzellenter, Bauch und Intellekt bekömmlicher Unterhaltungsmusik, bei der die Hörer sowohl lachen als auch ernsthaft mitdenken können. Es müßte mehr ernsthafte Konzerte mit so viel Humor geben!
Stuttgarter Zeitung

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Repertoire

Posaune und grosses Orchester
P. Dusapin Watt (1996)
G.F. Haas Konzert für Posaune und Orchester
C. Jost Dies Irae (2001)
H. Lachenmann NUN (1999)
M. Nyman Posaunenkonzert (1995)
W. Rihm Canzona per sonare "Über die Linie" V (2002)
N. Rota Concerto per Trombone e Orchestra (1966)
J. Sandström Trombone Concerto "Motorbike Odysee" (1989/2002)
K. Schwertsik Mixed Feelings (2001)
M. Svoboda Love Hurts - Carmen Remix (2003/2010)
Music for Trombone and Orchestra (2010)
T. Takemitsu Fantasma/Cantos II (1994)
I. Xenakis Troorkh pour trombone solo et orchestre (1993)
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Mediencenter

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Diskografie

Phonométrie

Phonométrie

Mike Svoboda Ensemble (Anne-May Krüger, Stefan Hussong, Mike Svoboda)
Wergo, WER 68062, 2008

Do you love Wagner

Do you love Wagner

Mike Svoboda Ensemble (Scott Roller, Wolfgang Fernow, Michael Kiedaisch, Mike Svoboda)
Wergo, WER 68022, 2004

Tierkreis. 12 Melodien der Sternzeichen

Tierkreis. 12 Melodien der Sternzeichen

Mike Svoboda Ensemble (Wolfgang Fernow, Stefan Hussong, Michael Kiedaisch, Michael Riessler, Scott Roller, Mike Svoboda)
Wergo, WER 66592, 2003

Anarchic Harmonies

Anarchic Harmonies

Stefan Hussong, Akkordeon | Mike Svoboda: Komponist, Posaune
Wergo, WER 66552; 2002

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Links

Weitere Informationen, Fotos und Artikel auf Mike Svobodas persönlicher Website.

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