« Finsternis bedeckt die Welt - doch das Volk, das im Dunkeln wandert sieht ein großes Licht. »

Dieses auf Jesaja beruhende Thema war zu Händels Zeiten zentral und zieht sich wie ein roter Faden durch sein Oratorium.

In diesem virtuosen Barockprogramm bilden die Bass-Arien aus dem Messias den Rahmen, innerhalb dessen Arien von Vivaldi, Scarlatti, Bach und Händel ein Kompendium barocker Sinnsuche bilden. Die zum Teil halsbrecherischen Koloraturen werden in unterschiedlichsten Kontexten eingesetzt - vom kriegerischen Schlachtruf bis zur schaukelnden Meerfahrt des Schiffes der Hoffnung, von plastischer Schilderung stürmischer Wetter bis zur überschwänglichen Fanfare der Auferstehung.

Der Vielfalt der instrumentalen Möglichkeiten der Stimme innerhalb der Koloraturen (= Färbungen) werden die gesanglichen Möglichkeiten der Barocktrompete gegenübergestellt, die ohne Ventile nur mit variierter Lippenspannung gespielt wird und in ihrem Charakter der Stimme sehr ähnlich ist. Getragen werden die beiden Solisten vom - ebenso virtuos geforderten - Streicherapparat mit basso continuo.

Das Programm schließt mit der seit barocker Zeit unverändert aktuellen Frage, die auch im Messias aufgegriffen wird: Why do the nations so furiously rage together?

Erstaufführung: 21. Dezember, 2018 in Metz