Junge Deutsche Philharmonie - Frühjahr 2017

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CR Achim Reissner

Frühjahr 2017 - Abgesang

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Biografie

Junge Deutsche Philharmonie

Die Junge Deutsche Philharmonie versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen und formt sie, nach bestandenem Probespiel,zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen. Neben dem großen sinfonischen Repertoire bilden die zeitgenössische Musik
und die historische Aufführungspraxis weitere inhaltliche Schwerpunkte.

Zum demokratisch strukturierten Orchester gehört das Engagement der Mitglieder in Gremien. Durch Vorstandsarbeit, Programmplanung, Horizont erweiternde Workshops oder Projekte der Musikvermittlung führt der Ausbildungsanspruch der Jungen Deutschen Philharmonie weit über das Orchesterspiel hinaus. Damit stellt sie ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Studium an den Musikhochschulen und dem Berufsleben dar. Die Orchestermitglieder im Alter von 18 bis 28 Jahren kommen mehrmals jährlich zu konzentrierten Probenphasen mit anschließenden internationalen Konzerttourneen und Gastspielen zusammen. Mit dem eigenen biennalen Festival FREISPIEL setzt die Junge Deutsche Philharmonie seit 2008 zudem Akzente im Kulturleben Frankfurts mit spartenübergreifenden und experimentellen Veranstaltungsformaten.

Gerade dem Bundesjugendorchester entwachsen, gründete 1974 eine Gruppe innovativer Musikerinnen und Musiker ein Nachfolgeorchester: Die Junge Deutsche Philharmonie. Heute sind zahlreiche ehemalige Mitglieder in den Reihen der führenden Orchester zu finden oder haben Professuren an Musikhochschulen inne. Nachhaltigen Einfluss auf den Kulturbetrieb haben aber auch die namhaften Ensembles, die aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen sind wie das Ensemble Modern, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Ensemble Resonanz oder das Freiburger Barockorchester.

Die Junge Deutsche Philharmonie arbeitet regelmäßig mit international renommierten Künstlern zusammen. So standen zuletzt am Pult des Orchesters Dirigenten wie David Afkham, George Benjamin, Ivor Bolton, Andrey Boreyko, Paul Goodwin, Susanna Mälkki, Sir Roger Norrington, Jonathan Nott, Andrés Orozco-Estrada, Christophe Rousset und Lothar Zagrosek. Im Herbst 2014 wird Jonathan Nott „Erster Dirigent und Künstlerischer Berater“ und folgt auf seinen Vorgänger Lothar Zagrosek, der seit 1995 als „Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater“ wirkt. Solisten wie Renaud Capuçon, Sol Gabetta, Martin Helmchen, Sergey Khachatryan, Sergei Narkariakov, Christiane Oelze, Christian Tetzlaff und Carolin Widmann bereichern die künstlerische Kompetenz der Orchestermitglieder ebenso wie die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Beat Furrer, Heiner Goebbels, Enno Poppe, Wolfgang Rihm, José María Sánchez-Verdú, Jörg Widmann oder Hans Zender.

Besondere Partnerschaften verbindet die Junge Deutsche Philharmonie mit den Bamberger Symphonikern, den Berliner Philharmonikern und dem WDR Sinfonieorchester. Mitglieder dieser Orchester leiten als Dozenten bei ausgewählten Projekten die einzelnen Instrumentengruppen der Jungen Deutschen
Philharmonie an. Auf Einladung der Berliner Philharmoniker gastiert das Orchester zudem jährlich in der Berliner Philharmonie, wobei die Konzerte in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker live übertragen werden.

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Jonathan Nott - Erster Dirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie

Jonathan Nott ist seit 2000 Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. In dieser Zeit gelang es ihm, das Orchester zu einem hohen Bekanntheitsgrad zu führen, nicht zuletzt durch die Auszeichnung mit dem Midem Classical Award für die beste Aufnahme 2010. Regelmäßig tourt Nott mit den Bamberger Symphonikern u.a.in die USA, nach Süd Amerika, China, Japan, zu den Salzburger Festspielen und den BBC Proms. Seit 2006 sind sie zudem regelmäßig bei den Berliner Festwochen zu Gast. Im Jahr 2007 war er „Artiste étoile“ beim Lucerne Festival. 2013 wird er dort Den Ring des Nibelungen aufführen. Hohe Anerkennung erhielt er für seine Konzerte beim Edinburgh Festival im Jahr 2003 und 2012.

Nott gastiert regelmäßig bei den renommiertesten Orchestern in Berlin, New York, Los Angeles, Amsterdam und Leipzig. Im Januar 2011 arbeitete er erneut mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen. Während der Saison 11/12 kehrte Nott für sein Debüt mit dem Birmingham Symphony Orchestra in seine Heimatstadt zurück. Zudem trat er gemeinsam mit dem NHK-Sinfonieorchester, dem Oslo Philharmonic Orchestra und dem Netherlands Radio Philharmonic auf. Höhepunkte der Saison stellten zudem seine Debüts mit der Staatskapelle Dresden und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie seine erneute Arbeit beim Lucerne Festival und bei den BBC Proms dar.

Besonders auch die Arbeit mit Nachwuchsmusikern liegt Jonathan Nott am Herzen. Er arbeitet mit Studenten der Musikhochschulen in Luzern und Bern und hat eine Akademie in Bamberg gegründet. Zuletzt dirigierte er die Junge Deutsche Philharmonie während ihrer erfolgreichen Frühjahrstournee 2013 mit Mahlers Neunter Sinfonie und Schostakowitsch’Violinkonzert.

Nott studierte Musik, Gesang, Flöte und Dirigieren in Cambridge, Manchester und London. Seine Karriere begann er an den Opernhäusern in Frankfurt und Wiesbaden. Während dieser Zeit arbeitete er regelmäßig mit dem Ensemble Modern. Von 1997 bis 2002 war er Chefdirigent beim Luzerner Symphony Orchester und zwischen 2000 und 2003 Erster Dirigent beim Ensemble intercontemporain.

Mit den Berliner Philharmonikern nahm Nott György Ligetis gesamte Orchesterwerke für das Label Teldec auf. Bei Tudor Records veröffentlichte er gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern preisgekrönte Werke von Mahler, Bruckner, Schubert und Strawinsky.

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