Das Weihnachtslied des 21. Jahrhunderts

kontakt

Kerstin Alt

ka(at)karstenwitt.com

+49 30 214 594-235

CR

Konzept

Das Weihnachtslied des 21. Jahrhunderts

Weihnachten als Fest der Liebe, als frohe Botschaft der Ankunft des Erlösers, ist das urchristliche Fest, doch für die Mehrheit der Menschen hat Weihnachten heute eine weit weniger transzendente Funktion. Es ist ein Fest für die Kinder. Es ist eine Ferienzeit, man fährt in Urlaub. Es ist ein Konsumfest.
Und doch empfindet fast jeder auch nicht-religiöse Mensch ein besonderes Gefühl, eine Art Nostalgie vielleicht, oder eine Art innere Wärme, die wohl aus Kindheitserinnerungen herrührt. Eine Stimmung, die alljährlich mit großem medialen Aufwand neuerlich hervorgerufen wird - „Alle Jahre wieder“.
Dieser Stimmung wiederum widersetzen sich nicht wenige Menschen, indem sie sich beinahe trotzig gegen die vorherrschende „Weihnachtsstimmung“ verschließen.
 

Was bedeutet Dir Weihnachten?

Auf diese Frage habe ich von 12 aus verschiedenen Kulturkreisen stammenden Komponisten sehr unterschiedliche Antworten erhalten. Ich habe sie gebeten, eine musikalische Stellungnahme zu diesem Thema zu schreiben, eine Musik für den Sänger Dietrich Henschel zu schreiben, der als Inspiration „Weihnachten“ zu Grunde liegt: Wählt selbst einen Text aus (wenn es eine textbasierte Komposition sein soll..), und stellt mit musikalischen Mitteln dar, was Weihnachten für Euch bedeutet - die Aufgabe ist, jeweils ein Werk von ca. 5 Minuten für Bariton und Ensemble zu schreiben.
 

12 Komponisten schreiben 12 Weihnachtslieder des 21. Jahrhunderts.

In Zusammenarbeit mit dem ensemble unitedberlin und dem Dirigenten Vladimir Jurowski ist dieses Projekt weiterentwickelt worden. Die Uraufführung findet am 20. Dezember 2019 im Konzerthaus Berlin statt.
Für 2020 ist eine Konzerttournee mit dem ensemble unitedberlin geplant, für die das
Programm von 12 Weihnachtsliedern des 21. Jahrhunderts publikumsgerecht nach
Bedarf noch um traditionelle Weihnachtslieder ergänzt werden kann.

zum Beitrag zum Beitrag

Biografien

Dietrich Henschel

Als regelmäßiger Gast auf den großen Opernbühnen, als geschätzter Interpret von Lied und Oratorium und mit seinen multimedialen Vokalmusikprojekten fasziniert der Bariton Dietrich Henschel weltweit das Publikum mit einem Repertoire, das von Monteverdi bis zur Avantgarde reicht. An der Deutschen Oper Berlin sang er die Titelpartie in Henzes Prinz von Homburg, inszeniert von Götz Friedrich, und in Busonis Doktor Faust brillierte er an der Opéra de Lyon und am Théâtre du Châtelet in Paris.

In Rollen wie Rossinis Figaro, Wolfram in Wagners Tannhäuser, Monteverdis Ulisse und Orfeo, Mozarts Don Giovanni, Beckmesser in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Alban Bergs Wozzek und Dr. Schön in Lulu, Golaud in Debussys Pelléas et Mélisande und Nick Shadow in Strawinskys The Rake’s Progress war und ist Dietrich Henschel seitdem an den großen Opernhäusern Europas zu Gast. Zeitgenössische Komponisten wie Péter Eötvös, Detlev Glanert, Manfred Trojahn, Unsuk Chin, Peter Ruzicka und José-Maria Sanchez-Verdu vertrauten ihm Hauptpartien in ihren Opern zur Uraufführung an.

Daneben widmet sich Dietrich Henschel intensiv dem Lied- und Konzertgesang. In Orchesterkonzerten arbeitete er mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Kent Nagano, Sylvain Cambreling und Semjon Byschkoff. Seine Zusammenarbeit mit John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt oder Colin Davis ist auf einer Vielzahl von Oratorien-Aufnahmen dokumentiert. Ein besonderes Augenmerk widmet Dietrich Henschel der theatralischen und multimedialen Darstellung von vokaler Musik. Szenische Versionen von Schubert-Liedzyklen wurden unter anderem am Opernhaus La Monnaie, am Theater an der Wien, an der Norske Opera Oslo und der Komischen Oper Berlin aufgeführt. In dem Filmprojekt IRRSAL – Triptychon einer verbotenen Liebe mit den Mörike-Orchesterliedern Hugo Wolfs kombiniert er Spielfilm und Live-Konzert. Sein ebenfalls mit der Regisseurin Clara Pons entwickeltes Filmprojekt WUNDERHORN zu den Liedern Gustav Mahlers entstand als Koproduktion mehrerer europäischer Partner, darunter De Doelen, La Monnaie und BBC Symphony Orchestra London.

Ensemble UnitedBerlin

1989 wurde das ensemble unitedberlin gegründet - Sinnbild der wiedergewonnenen Verbindung von Musik und Musikern in der lange geteilten Stadt. unitedberlin ist nicht nur im musikalischen, sondern auch im internationalen Sinne grenzüberschreitend: Gastkonzerte auf Festivals neuer Musik in Albanien, Brasilien, Frankreich, Israel, Polen, Russland, Spanien, Südkorea, China, Ungarn, Schweiz und in den USA begleiten die regelmäßige Arbeit des Ensembles in Berlin. Jüngste internationale Engagements waren Auftritte auf Festivals in Ljubljana (Slowind) und Seoul (Seoul International Computer Music Festival).

Das Ensemble präsentiert integrale Aufführungen im Bereich der neuesten Musik, eingebettet in den Kontext des modernen Kammermusikrepertoires - von Schönberg und Webern bis zu Nono und Cage. Zahlreiche Konzertprogramme wurden in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten erarbeitet, so u.a. mit Vinko Globokar, Wolfgang Rihm, Mauricio Kagel, Christian Wolff, Toshio Hosokawa, Helmut Lachenmann und György Kurtág. Die Aufführungen wurden von den Kom­ponisten in der Erarbeitung betreut und mit Veranstaltungen wie Vorträgen, instrumentalen Workshops und Dokumentarprojekten ergänzt.

Ein besonderes Merkmal des ensemble unitedberlin ist die spartenübergreifende Arbeit. Die fünfteilige Reihe „Musik im Dialog: Farbe, Form, Figur“ widmete sich den Bezügen zwischen bildender Kunst und Musikstücken der letzen fünfzig Jahre. In Vinko Globokars Musiktheaterwerk „Les Emigrés“ werden Fotografie und Film als Gattungen des szenografischen Geschehens integriert, in Schönbergs „Die glückliche Hand“ und Karl Amadeus Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ das Theater.

zum Beitrag zum Beitrag