Richard Galliano

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Richard Galliano

Biografie

Galliano vollbringt das Kunststück, die Töne so leicht und luftig schweben zu lassen, dass man sich an einem Frühlingstag in einem französischen Straßencafé wähnt, während draußen die letzten Schneeflocken des Winters umherwirbeln. BERLINER MORGENPOST

Es gibt wenige Musiker, die sowohl die Praxis ihres eigenen Instrumentes als auch einen ganzen Musikstil erneuert und für viele Zuhörer erst wieder interessant gemacht haben. Für das Akkordeon und die mit ihm verbundene französische Musette-Tradition hat Richard Galliano dies geleistet – über Karrierestationen als Begleiter und Musikdirektor für die Stars des französischen Chansons der 70er Jahre, als Wegbereiter des Akkordeons im Jazz und ganz besonders als Schöpfer seines „New Musette“ Stils. Seit mehreren Jahrzehnten Stammgast auf den großen internationalen Jazzfestivals, ist der Akkordeonist und Bandeonist nun immer öfter auch im klassischen Konzertsaal zu hören. Als Solist mit Orchestern oder auch mit klassischem Streichquartett oder Streichquintett spielt Richard Galliano vor allem seine eigenen Kompositionen, Werke seines Mentors und Freundes Astor Piazzolla und Neuinterpretationen klassischer Werke.

Schon mit vier Jahren begann der 1950 in Cannes geborene Sohn eines aus Italien stammenden Akkordeonisten, sein Instrument zu erforschen (vor einigen Jahren brachten Vater und Sohn ihre eigene preisgekrönte Unterrichtsmethode für Akkordeon heraus). Seine umfassenden Musikstudien in jungen Jahren am Konservatorium in Nizza umfassten auch Tonsatz und Posaune. Während er mit dem Akkordeon schon auf Wettbewerben reüssierte, entdeckte Richard Galliano als etwa 14jähriger den Jazz und begann, mangels Vorbildern weitgehend auf sich gestellt, das Gehörte auf das Akkordeon zu übertragen. 1973 lernte er in Paris Claude Nougaro kennen, der den jungen Musiker zum Arrangeur und Dirigenten seiner Gruppe machte. Auf zahlreichen Aufnahmen weiterer populärer französischer Künstler aus dieser Zeit, darunter Barbara, Charles Aznavour und Juliette Gréco, ist Richard Gallianos Akkordeon zu hören. Gleichzeitig suchte er stets die Nähe zum Jazz und spielte ab den 80er Jahren mit großen Namen der Szene wie Chet Baker, Toots Thielemanns und Ron Carter.

Der Impuls für eine ganz neue Wendung seiner musikalischen Entwicklung kam von Astor Piazzolla. Als Solo-Bandeonist für ein Theaterprojekt arbeitete Richard Galliano 1983 mit dem Schöpfer des Tango Nuevo. Astor Piazzolla ermutigte ihn, sich mit seiner musikalischen Herkunft zu beschäftigen und inspirierte ihn dadurch zur „New Musette“: Das 1991 erschienene gleichnamige Album, das in Quartettbesetzung seinen neuen, jazzmusikalisch geprägten Blick auf die französische Musette vorstellte, wurde zu einem großen Erfolg und trug ihm den renommierten Prix Django Reinhardt ein. Eine ganze Reihe wichtiger Alben folgte, darunter 1996 die mit dem Victoire de la Musique ausgezeichnete Aufnahme New York Tango mit George Mraz, Al Foster und Biréli Lagrène sowie die 1997 mit Michel Portal aufgenommene legendäre CD Blow Up. In festen Trioformationen trat er mit Daniel Humair und Jean-Francois Jenny-Clarke sowie später in New York mit Clarence Penn und Larry Grenadier auf. Daneben musizierte er immer wieder mit Musikern wie Jan Garbarek, Martial Solal, Hermeto Pascoal, Gary Burton, Gonzalo Rubalcaba, Charlie Haden und Wynton Marsalis.

Vor allem seine eigenen Kompositionen und Musik von Astor Piazzolla präsentiert Richard Galliano seit Ende der 90er Jahre in eigenen Arrangements für Orchester und Kammerensembles, dokumentiert unter anderem auf der 2003 erschienenen CD Piazzolla Forever. Bei der Deutschen Grammophon sind seit 2010 vier CDs herausgekommen: Mit seinem klassisch geprägten Sextett interpretierte er Musik von Johann Sebastian Bach; es folgte eine Quintett-Aufnahme mit Filmmusik von Nino Rota, an der unter anderem Trompeter Dave Douglas mitwirkte. Nach Musik von Antonio Vivaldi nahm er 2016 ein Mozart-Album auf, beides wieder in Sextett-Besetzung.

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DISKOGRAFIE

Deutsche Grammophon

Bach on Accordion

Deutsche Grammophon, 2010
Bestellnummer: 6578306

Deutsche Grammophon

Nino Rota

Deutsche Grammophon, 2012
Bestellnummer: 1377889

CR_Deutsche Gramphon

Vivaldi

Deutsche Grammophon, 2013
Bestellnummer: 3585412

CR_Deutsche Grammophon

Mozart

Deutsche Grammophon, 2016
Bestellnummer: 3145125

New Jazz Musette

New jazz Musette

Ponderosa, 2017
Bestellnummer: 8030482001631

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Resonanz

Galliano beeindruckt weiterhin als einer der meditativsten aber zugleich rhythmisch mitreißenden Klangkünstler im Jazz. Jazz Journal, 05.2016, Michael Tucker 

Mehr als bei jedem anderen, mit dem ich gespielt habe, spiegelt sein Akkordeonspiel seine Persönlichkeit wieder. Er ist ein Virtuose und für manchen der wichtigste Musiker in der Geschichte des Akkordeons. Jazz Journal, 05.2016, Jan Lundgren

Galliano macht diese Lieder mit seinem außergewöhnlichen Akkordeonspiel lebendig. Emder Zeitung, 03.2016

Wieder versinkt man in den (…) sein Instrument sprengenden, kontrapunktischen Klangkaskaden Gallianos. Rhein-Main Magazin, 03.2016

Richard Galliano (…) weißt, wie man Virtuosität und ausdrucksvolle Sensibilität in  hohem Niveau vereint.  24 heures, 20-21.02.2016, Boris Senff

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Orchesterrepertoire

Orchesterrepertoire
Johann Sebastian Bach Konzert für Violine (Akkordeon) und Oboe, c-Moll, BWV 1060
Violinkonzert a-moll BWV 1041
Richard Galliano La Valse à Margaux – für Akkordeon und Streichorchester
Madreperla Concerto – für Bandoneon und Orchester
Opale Concerto - für Akkordeon und Streichorchester
Petite Suite Française - für Akkordeon und Streichorchester
Suite „Contrastes“ – für Akkordeon, Cello und Streichorchester
Tango pour Claude –für Akkordeon und Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Antonio Vivaldi Die Vier Jahreszeiten
Konzert Nr. 1 E-Dur, op.8, RV 269, „La primavera”
Konzert Nr. 2 g-moll, op. 8, RV 315, „L'estate“
Konzert Nr. 3 g-Moll, op.8 RV 293 „L’autunno“
Konzert Nr. 4 f-Moll op.8 RV 297 „L’inverno“
Astor Piazzolla Aconcagua - Konzert für Bandoneon und Streichorchester
Tango Rhapsodie „Adios Nonino“
Doppelkonzert für Gitarre, Akkordeon und Streichorchester
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Rezitalprogramme

Rezitalprogramme
Johann Sebastian Bach Air auf der G-Saite (Bearbeitung L.Stokowski)
Dir Kunst der Fuge, BWV 1080
Partita für Flöte Solo a-Moll, BWV 1013
Suite für Violoncello Solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007
Claude Debussy Clair de Lune (Bearbeitung K.Hvala)
Luciano Fancelli Acquarelli Cubani
Wolfgang Amadeus Mozart Adagio in C-Dur für Glass Harmonika, K.356/K.617a
Richard Galliano Aria
La Valse à Margaux
Vague à l’âme
Enrique Granados Andaluza
Astor Piazzolla Adios Nonino
Chiquilin de Bachin
Flora’s Game
Libertango
Leijias‘ Game
Oblivion
Pedro y Pedro
Sunny’s Game
Tango Ballet
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