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Konzept

Die Spuren einer Jugend auf Taiwan und deren körperliche Erinnerungen prägen in SPUR die Choreografie von Shang-Chi Sun. Auf der Suche nach einer verborgenen Geschichte kreiert er zusammen mit dem Ensemble KNM Berlin einen Tanz- und Musikabend rund um die beiden Stücke „Solo“ für Violoncello (1999) und „Phasma“ für Piano (2002) des Schweizer Komponisten Beat Furrer. Aufgrund ihrer Komplexität werden sie selten aufgeführt. Es gibt wenige Solisten, die sie in ihrem Repertoire führen.

In SPUR begeben sich vier Tänzer/innen und zwei Musiker gemeinsam in ein Spiel der Entdeckung, der Interpretation und der Veränderung. Diese berührende und zuweilen absurde Suche bringt die Schönheit des Undefinierbaren zutage. Die Interaktion zwischen Tanz und Musik trägt das Geheimnis einer auf den Moment komprimierten Erzählung in sich: Zeit, Raum und Bewegung sind unauflösbar verbunden. Bewegung als Abdruck ist gefroren, erstarrt und sedimentiert. Sie wird zum Abbild  einstigen Geschehens, das Imagination und Realität, Vergangenheit und Gegenwart auf poetische Weise miteinander verbindet. Dazu führt Shang-Chi Sun seine Zusammenarbeit zwischen Tanz und neuer Musik mit dem Ensemble KNM Berlin weiter, die 2014 mit der Aufführung von „The Photographer“ zur Musik von Philip Glass begann.

Beat Furrer ist zurzeit einer der interessantesten Komponisten Europas. Seit den 90-Jahren beschreibt Beat Furrer sein Komponieren als eine Spurensuche im Klanglichen, als ein Freilegen von Schichten, der Arbeit eines Archäologen gleich. Das Material projiziert er in einem mehrschichtigen Prozess von simultanen Bewegungsabläufen in die Zeit. Sie überlagern, überblenden und filtern sich. Auf diese musikalischen Prozesse trifft die Choreografie von Shang-Chi Sun.

In seinen jüngsten Produktionen widmete sich Shan-Chi Sun intensiv der Verbindung zwischen Körper, Geist und der sich verändernden Wirklichkeit. Seine Choreografien sind von hoher Präzision und Physikalität gekennzeichnet und von einer einzigartigen Körpersprache zwischen fernöstlichen und westlichen Bewegungstraditionen geprägt.

Ich versuche, die Geschichten hinter dem scheinbar abstrakten Schritt wie eine physikalische Größe zu begreifen. Es gibt eine versteckte Botschaft im Gewicht, die zu dem Menschen dahinter führt. Vielleicht ist die Wechselwirkung zwischen zeitgenössischer Musik und Bewegung ein Weg, um die Veränderung des Gewichts aus einem anderen Winkel zu betrachten? Töne können ein Schlüssel sein, um den Schritt zu analysieren und zu bezeugen. Beat Furrers Arbeit ist abenteuerlich und sinnlich. Die Art, wie er seine Kompositionen zusammensetzt, ist unberechenbar und meisterhaft. Er wagt es immer wieder, die Möglichkeiten der Instrumente auszuloten, um mit neuen Klängen zu experimentieren. Ich möchte meine Choreografie mit seiner Musik verbinden, sie führen, verändern lassen, bis zu einem neuen Verständnis der Schwerkraft. Aus dieser Zusammenarbeit suche ich nach einer für mich neuen Perspektive der Bewegung, hin zu einer erneuerte Körpersprache.

Shang-Chi Sun

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Biografien

Eine ausführliche Biografie von Shang-Chi Sun finden Sie hier.

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Resonanz

Drei Männer, eine Frau. Alle jung, unheimlich bei der Sache, technisch beschlagen, erfindungsreich. Shang-Chi Sun als Schöpfer des so wilden wie subtilen Reigens hat großartige Arbeit geleistet.
Neues Deutschland, Stefan Amzoll, 11. Juli 2016

Dies ist kein bierernster Abend, wo man andächtig jedem Pling lauscht. Wo die Musik von einer widerborstig-spröden Sinnlichkeit ist, bringen die Tänzer spielerischen Witz und Fantasie mit.
Sandra Luzina, Tagesspiegel, 11. Juli 2016

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