Turtle Island Quartet

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cr Jati Lindsay

Biografie

David Balakrishnan, Violine
Alex Hargreaves, Violine
Benjamin von Gutzeit, Viola
Malcolm Parson, Violoncello

Seit seiner Gründung im Jahre 1985 gilt das Turtle Island Quartet als einzigartig kreatives Ensemble, das mutige neue Entwicklungen in der Kammermusik vorantreibt. 2006 und 2008 für das beste klassische Crossover-Album mit dem Grammy ausgezeichnet, fusioniert Turtle Island klassische Kammermusikästhetik mit modernen amerikanischen Stilen. Ausnahmecellist Yo-Yo Ma beschrieb das Quartett als „bahnbrechend, authentisch und leidenschaftlich – ein Spiegel der originellsten Strömungen im Musikschaffen der Gegenwart.“

Das Turtle Island Quartet – der Name ist einem Schöpfungsmythos amerikanischer Ureinwohner entnommen – hatte seinen Ursprung in einer Art erkundendem Brainstorming des Geigers David Balakrishnan während seines Studiums in den frühen 80er Jahren in San Francisco. Seiner musikalischen Vision folgend gründete er ein Quartett, bei dem Improvisation ein essentieller Bestandteil der Aufführung ist und in dem jedes Mitglied auch als Komponist beiträgt. Damit knüpft Turtle Island an eine Tradition an, die in der klassischen Musik im Laufe der Zeit verlorengegangen ist; schließlich war es vor 200 Jahren die Regel, dass aufführende Musiker auch in Improvisation und Komposition geschult waren. Turtle Island transportiert diese Praxis in die Gegenwart: Jedes Quartett-Mitglied hat neben einer klassischen Ausbildung auch ein tiefgehendes Jazz-Training genossen.

Während des inzwischen über 30jährigen Bestehens unternahmen die Turtles Ausflüge in Folk, Bluegrass, Swing, Bebop, Funk, Rock und in die Musik Lateinamerikas und Indiens. Die Diskographie des Quartetts umfasst inklusive ihrer zuletzt erschienenen Grammy-nominierten CD Confetti Man 15 Einspielungen bei Labels wie Windham Hill, Chandos, Koch, Telarc und Azica. Außerdem entstanden Soundtracks für Hollywood-Filmproduktionen sowie regelmäßige Kooperationen mit namhaften Künstlern, darunter der Klarinettist Paquito D’Rivera, der Vibraphonist Stefon Harris, Gitarristen wie Leo Kottke und die Assad Brothers, das Vokalensemble Manhattan Transfer, die Pianisten Billy Taylor, Kenny Barron, Cyrus Chestnut und Ramsey Lewis, das Ying Quartet und Sängerinnen wie Tierney Sutton und Nellie McKay.

Mit seinem einzigartigen und sich kontinuierlich entwickelnden Repertoire aus eigenen Kompositionen und Arrangements von Werken zeitgenössischer Komponisten, mit seinem pädagogisches Engagement in regelmäßigen Meisterkursen und natürlich mit seinen zahllosen Auftritten gehört das Turtle Island Quartet zu den Maßstäbe setzenden Streichquartetten der „Neuen Welt“ des 21. Jahrhunderts.


Die Mitglieder des Turtles Island Quartets:

Im Laufe seiner über drei Jahrzehnte langen Geschichte gruppierte sich die Besetzung des Quartetts rund um den Geiger David Balakrishnan mehrfach neu. Während die Grundphilosophie als improvisierendes Quartett dabei erhalten blieb, geben die neuen Quartettmitglieder als Persönlichkeiten mit sehr unterschiedlichen und einzigartigen musikalischen Biografien immer wieder frische Impulse für die Entwicklung der Turtles.

David Balakrishnan, Gründer des Turtle Island Quartetts, zog es nach seinem Violin- und Kompositionsstudium an der UCLA in die San Francisco Bay Area. Hier machte er sich als Improvisator einen Namen und trat unter anderem mit dem David Grisman Quartet und dem legendären Jazzgeiger Stéphane Grappelli auf. Mit seinem multistilistischen Kompositionsansatz wurde er zwei Mal als Arrangeur für einen Grammy nominiert; 2016 gehört er als Komponist zu den Nominierten. Weitere Auszeichnungen und Stipendien wurden ihm unter anderem von Organisationen wie der League of American Orchestras und dem National Endowment for the Arts verliehen. Seine Komposition für Streichquartett und Symphonieorchester Spider Dreams wurde vielfach aufgeführt und vom Turtle Island Quartet mit dem Detroit Symphony Orchestra unter der Leitung von Neeme Järvi aufgenommen. Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Quartetts erhielt er 2015 einen durch den renommierten Classical Commissioning Program Grant ermöglichten Kompositionsauftrag von Chamber Music America.

Der Geiger Alex Hargreaves gewann schon im Alter von 15 Jahren mit dem National Oldtime Fiddlers Contest einen der renommiertesten Bluegrass-Wettbewerbe der USA. Wenig später tourte er mit dem in der Bluegrass-Szene weltbekannten Bandleader Mike Marshall. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehört das Jimmy Lyons Stipendium, das ihn beim Monterey Jazz Festival verliehen wurde und ihm den Besuch des berühmten Berklee College of Music ermöglichte. In dieser Jazz-Kaderschmiede absolvierte er das prestigeträchtige Berklee Global Jazz Institute Programm, das unter Federführung von Danilo Perez besonders talentierte Studierende intensiv fördert. Mit dem Trio seines Mentors Perez ging er auf Tournee und nahm eine 2014 erschienene CD auf. Inzwischen gilt der Fiddle-Player (ein Begriff, der in Nordamerika alles andere als abwertend zu verstehen ist!) als eine Autorität – der legendäre Komponist und Mandolinespieler David Grisman sieht Alex Hargreaves als „Fiddle-Giganten des 21. Jahrhunderts“. Regelmäßig gastiert er bei Jazz-, Country- und Bluegrass-Festivals in Amerika und international und stand dabei mit Musikern wie Jerry Douglas, Bela Fleck und Darol Anger auf der Bühne.

Benjamin von Gutzeit kann in seiner Eigenschaft als Jazz-Bratschist wohl als musikalische Rarität gelten. Der gebürtige Bochumer wuchs in einer Musikerfamilie auf: Sein Vater ist renommierter Musikpädagoge, seine Mutter Pianistin, und zwei seiner Geschwister sind als klassische Musiker erfolgreich. Mit vier Jahren begann er, Viola zu spielen – auf einer sehr kleinen Geige mit Violasaiten. Als Zwölfjähriger wurde er Schüler beim Bratschisten des Orpheus String Quartet, Emile Cantor; Wettbewerbssiege bei Jugend Musiziert 1992 und 1994 führten zu einer ersten Japantournee. Nachdem er sich parallel auch als E-Bassist mit Popmusik beschäftigt hatte, studierte er ab 2001 an der Bruckner Universität in Linz beim Jazzgeiger Andreas Schreiber. Ab 2004 setzte er seine Jazzstudien in Amsterdam fort und trat mit zahlreichen Musikern der niederländischen Jazzszene auf. 2010 zog er nach New York, um an der Jazzabteilung der Manhattan School of Music zu studieren, wo er als erster Bratschist überhaupt einen Masterabschluss machte. Inzwischen arbeitet Benjamin von Gutzeit mit weltbekannten Musikern wie dem Jazzgeiger Mark Feldman, dem Elektronik- Virtuosen Matthew Herbert, dem Cellisten Ernst Reijseger oder dem Saxophonisten Dave Liebman.

Der aus New Orleans stammende Malcolm Parson ist als Cellist sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz zu Hause und verbindet beide Welten mit Virtuosität und musikalischer Vorstellungskraft. Er absolvierte des „Talent Development Program“ des Atlanta Symphony Orchestra sowie das jazzorientierte Berklee College of Music und konzertierte erstmals mit 14 Jahren als Solist mit Orchester. Das langjährige Mitglied der 2011 mit einem Grammy ausgezeichneten Old-Time-Band Carolina Chocolate Drops teilte die Bühne außerdem mit Musikern wie James Lauderdale, Ron Carter, Terri Lynn Carrington und Dave Liebman. Als Komponist schrieb er zahlreiche Solo- und Ensemblewerke sowie Filmmusik. Seine ursprünglich als Solostück gemeinsam mit der Choreographin Julia Gleich konzipierte Komposition Solitude wurde 2015 in einer Fassung für Cello und Orchester vom Forsyth Youth Orchestra aufgeführt.

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Programme

The Art Of The Groove

Ein Konzertabend voller Drive, explosiver Harmonien und atemberaubender Improvisation - mit unschlagbarem Backbeat. Dabei reicht die Bandbreite von Miles Davis über J.S. Bach, John Coltrane, Dave Brubeck, Thelonius Monk, Antonio Vivaldi, Herbie Hancock, Bob Dylan, Chick Corea, Egberto Gismonti, Paquito D’Rivera, Vince Mendoza, W.A. Mozart, bis Michael Brecker und Jimi Hendrix.

Bird's Eye View

In diesem Überflieger-Programm erweist das Turtle Island Quartet der visionären Brillanz des Jazzsaxofonisten Charlie Parker seine Ehre. Fast im Alleingang katapultierten seine genialen Improvisationen den Jazz vom Pop in die Kunstmusik und veränderten dauerhaft die amerikanische Musiklandschaft.

Klassikern mit Kultcharakter wie Ornithology, KoKo und Dewey Square werden musikalische Antworten der Quartettmitglieder gegenübergestellt, und verflochten mit anderen passenden Werken der Bebop-Ära wie Sonny Rollins’ Airegin, Bird Calls von Charlie Mingus und Too High by Stevie Wonder. Der Grammy-nominierte Komponist David Balakrishnan trägt sein neues Auftragswerk Aeroelasticity: Harmonies Of Impermanence bei.

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