Eine Sternstunde des Liedgesangs.
Frankfurter Neue Presse, 2017

Simon Bode gehört zu den vielgefragten lyrischen Tenören seiner Generation und ist sowohl auf der Opernbühne als auch im Konzertfach weltweit präsent. Gleichermaßen geschätzt für sein warmes, strahlendes Timbre sowie für seine einnehmende Bühnenpräsenz, ist der Sänger regelmäßig zu Gast bei renommierten internationalen Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Beethovenfest Bonn, dem Rheingau und Schleswig-Holstein-Musik-Festival, den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen sowie bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen. Kürzlich gab er sein gefeiertes Debüt im Pierre Boulez Saal in Berlin und war wiederholt mit großem Erfolg in der Londoner Wigmore Hall zu erleben.

Schon früh und mehrfach wurde Simon Bode in der Jahresumfrage der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchssänger des Jahres nominiert. Gastspiele führten ihn unter anderem an die Norwegische Nationaloper Oslo, die Opéra National de Bordeaux, das Théatre des Champs-Élysées in Paris und das Theater Basel. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gastierte er 2017 mit Zenders Winterreise und kehrte 2018 als Don Ottavio in Mozart’s Don Giovanni und 2019 als Narraboth für eine Neuproduktion von Strauss‘ Salome zurück. Als Ensemblemitglied der Niedersächsischen Staatsoper Hannover und der Oper Frankfurt war Simon Bode in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen sowie in den großen Partien seines Fachs zu erleben, so in Peter Eötvös‘ Der goldene Drache, als Tamino (Mozarts Die Zauberflöte), Belmonte (Mozarts Die Entführung aus dem Serail), Don Ottavio (Mozarts Don Giovanni), Fenton (Verdis Falstaff), Orsino (Trojahns Was ihr wollt), Steuermann (Wagners Der fliegende Holländer).

Neben der Oper gilt seine große Liebe dem Lied und der Kammermusik. Zu seinen musikalischen Partnern gehören hierbei seit langem die Pianisten Igor Levit, Graham Johnson und Nicholas Rimmer sowie die Bajanistin Elsbeth Moser. Gemeinsam mit ihnen realisiert er regelmäßig Uraufführungen und Liedprojekte auch abseits des gängigen Konzertrepertoires. Aber auch bei Klangkörpern wie den Bochumer Symphonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, der NDR-Radiophilharmonie, dem Ensemble Modern, Les Talens Lyriques sowie den Wiener Philharmonikern hat Simon Bode bereits konzertiert und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Kent Nagano, Andrew Manze, Andrea Marcon, Constantinos Carydis, HK Gruber, Peter Eötvös oder Sebastian Weigle zusammen.

Seine Debüt-CD mit Liedern von Johannes Brahms veröffentlichte er 2011 gemeinsam mit Graham Johnson bei Hyperion. Bei Naxos liegt eine 2018 publizierte Aufnahme mit Schumann-Liedern vor, eingespielt mit Ulrich Eisenlohr und Stefan Irmer. Weitere Aufnahmen erschienen im Rahmen der Kooperation der Oper Frankfurt mit OehmsClassics, darunter Wagners Die Feen und Das Liebesverbot. Bei EuroArts ist 2012 zudem eine DVD mit Sciarrinos Luci mie traditrici erschienen, einer Koproduktion der Oper Frankfurt mit Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano.

Zu Beginn der Saison ist Simon Bode im Oktober zunächst im Großen Saal der Elbphilharmonie zu hören, bevor er mit Ulrich Eisenlohr weitere Schumann-Lieder für Naxos aufnimmt. Mit Le Concert Olympique geht er im Frühjahr mit Beethovens 9. Symphonie auf Belgien-Tour; auf einer weiteren Tournee führt er mit Jordi Savall Bachs Matthäuspassion in Versailles, Barcelona und Paris auf. Des Weiteren ist er 2020 wieder in Rezitalen unter anderem an der Wigmore Hall und beim Heidelberger Frühling zu erleben, außerdem als Jaquino in einer konzertanten Aufführung von Beethovens Fidelio an der Tonhalle Zürich.

Simon Bode ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und studierte bei Prof. Charlotte Lehmann in Hannover und Neil Semer in New York.

Saison 2019/20

Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit dem Management gestattet.

Element downloaden