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Maike Charlotte Fuchs
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General Management
Das Deutsche Nationaltheater Weimar zeigte im Frühjahr 2025 Mieczysław Weinbergs Oper Die Passagierin in einer von Jossi Wieler und Sergio Morabito inszenierten Neuproduktion unter der musikalischen Leitung von Roland Kluttig. Direkt im Anschluss sprachen wir mit dem Dirigenten über seine besondere Beziehung zu sowjetischer Musik und über die Bedeutung der Oper für die Erinnerung an die Naziverbrechen.
Als „einer der wenigen Dirigenten weltweit, der neueste Musik genauso versiert aufführt wie Beethoven, Wagner und Sibelius“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ist Roland Kluttig mit einem breiten Repertoire auf internationalen Podien zu erleben. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Werke von Schumann, Wagner, Berg, Janáček und Sibelius.
Nach zwei hochgelobten Produktionen von Alban Bergs Wozzeck (Deutsche Oper am Rhein) und Lulu (Staatstheater Nürnberg) in der vergangenen Saison beginnt Roland Kluttig die Spielzeit 2026/27 mit Pascal Dusapins Il Viaggio, Dante. Die von Claus Guth inszenierte Produktion des Festival d’Aix-en-Provence kommt im Oktober am Staatstheater Hannover zur deutschen Erstaufführung und ist im Mai 2027 am Grand Théâtre de Luxembourg zu erleben. Mit Konzerten kehrt er zu den Bochumer Symphonikern, der Norddeutschen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie und Brno Philharmonic zurück und setzt seine erfolgreiche Arbeit als Principal Guest Conductor und Artistic Advisor der Wermland Opera in Schweden mit Konzerten und einer weiteren Opernproduktion (Bartok Herzog Blaubarts Burg und Poulenc La Voix Humaine) fort.
Während Roland Kluttigs Zeit als Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg (2010 – 2020) fanden Produktionen von Wagners Lohengrin und Parsifal überregionale Aufmerksamkeit. Für sein Dirigat von Beethovens Fidelio wurde er vom Magazin Opernwelt als Dirigent des Jahres nominiert. Seit 2000 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsoper Stuttgart, an der er unter anderem mit Neuproduktionen von Strauss‘ Salome und Mozarts Die Hochzeit des Figaro Aufsehen erregte. Als Gastdirigent war Roland Kluttig zudem an der Oper Frankfurt (Euryanthe) der Staatsoper Hamburg (Die tote Stadt), der Oper Leipzig, dem Nationaltheater Mannheim, der Opéra Nice Côte d'Azur, der Opéra national du Rhin und der schwedischen Norrlandsoperan (Wozzeck und Peter Grimes) eingeladen. Im Konzertbereich arbeitete er mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Prague Philharmonia, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Staatsorchester Stuttgart, dem hr-Sinfonieorchester und vielen anderen.
Seine Aufnahmen von Schönbergs Moses und Aron mit der Stuttgarter Staatsoper und Weinbergs Passagierin mit der Oper Graz brachten ihm internationales Kritikerlob ein. Außerdem spielte Roland Kluttig Werke von weniger prominenten Komponisten ein, die ihm sehr am Herzen liegen, darunter Erwin Schulhoff mit dem DSO Berlin und Silvestre Revueltas mit dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dessen Musikalischer Leiter er in den 90er Jahren war. Seit 2025 wirkt er als Professor und Leiter des Hochschulorchesters an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
Saison 2026/27
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„Es ist ein Dirigat der souveränen Disposition, der klugen Dosierung. Die filigranen Gesten und Mixturen, die Komik der Partitur, auch der spätestromantische Schmerzenston, all das ist präsent, wird jedoch nie ausgestellt. (...) Die Staatsphilharmonie Nürnberg geht da, man hört es, nur zu gern mit.“
Merkur, 18. Mai 2026, Markus Thiel (zur Premiere von Lulu)
„Roland Kluttig erreicht mit der Staatskapelle Weimar eine musikalische Qualität, die einem den Atem verschlägt. Vom lakonischen Parlandoton bis zum unverstellten Pathos: dem Reichtum und der Originalität einer Musik so zu ihrem Recht zu verhelfen, hat etwas von ausgleichender Gerechtigkeit und rückt Weinberg ins rechte Licht."
concerti, 6. April 2025, Joachim Lange (zur Premiere von Die Passagierin)
„Gastdirigent Roland Kluttig gelingt es, den guten Lauf des Orchesters dezent zu befördern. Er sorgt mit eindeutigen Tempi und gelegentlichen Hervorhebungen einzelner Stimmen oder Gruppen für Klarheit in der Struktur und erliegt ansonsten nie der wohl naheliegenden Versuchung sich als Klangmagier zu gerieren. Dass der Zauber aus einer gewissen Nüchternheit heraus entsteht, macht ihn nur umso größer…..Was hier passiert ist, größer als es das Werk eines einzelnen Musikers oder einer Musikerin sein kann."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, November 2023
„Was die äußerlich strenge, innerlich reiche Aufführung zu einem Glücksfall macht, ist die hohe musikalische Qualität, für die Roland Kluttig am Pult sorgt. Kluttig stellt nicht nur die dramaturgisch härtere Originalfassung des Schlussaktes wieder her und übernimmt die deutlich belebteren Tempi aus Tschaikowskys Partitur – Autograph, er beatmet die Musik durchweg mit einem herberen, natürlicheren, weniger opernhaften Ton, wie er den „lyrischen Szenen“ entspricht.“
Opernwelt, November 2023, Uwe Schweikert
„Großartiges Ade aus Graz....gemeinsam mit Philippe Jordan und vor allem Dirk Kaftan darf Roland Kluttig als eine der prägenden Figuren der Grazer Oper im letzten Vierteljahrhundert gelten. Die Schumann Aufführung zeigte mit ihrem natürlichen Fluss, ihrem ausgewogenen Klang und ihrer feinen Musikalität noch einmal den Rang von Kluttig und den Ensembles.“
Kleine Zeitung, 17. Juni 2023, Martin Gasser
„Was braucht es auch Bilder, wenn Roland Kluttig die Ouvertüre zum «Fliegenden Holländer» dirigiert? Ein ganzer Ozean tobt ohnehin in der Fantasie, in immer neuen Wellen lässt Kluttig ihn anrollen, voll Wut und Wucht. Denen sich, unendlich langsam ausgekostet, zunächst, nur das «Erlösungsmotiv» entgegenstellt, um sich schließlich - man spielt die Fassung letzter Hand - durchzusetzen, als sei mit dieser Ouvertüre vom Orchester schon alles Nötige gesagt. Roland Kluttig aber atmet mit diesen Sängern in dem großen Atem, den er dem Abend verleiht. Wie präzis der Chefdirigent der Oper Graz über Musik nachzudenken versteht, kann man nicht nur aus dem Programmheft erfahren. Dort reflektiert er die laute Dynamisierung der Bläser in Wagners Durchbruchswerk, die zu retuschieren, so der Dirigent, dennoch die Gefahr eines Kraftverlusts berge. Am Pult gelingt ihm beides: Die Grazer Philharmoniker fahren dem Gesang nicht oder nur in verkraftbarem Maß in die Parade, und Energie hat das Dirigat mehr als genug.“
Opernwelt, Juni 2022, Michael Stallknecht
„Einen ähnlich analytischen Zugang bewahrte sich Kluttig mit seinen Grazer Philharmonikern im zweiten Teil des Konzerts. Bei Strauss‘ Alpensinfonie war man zum Glück meilenweit davon entfernt, dieser Programmmusik einen dicken Anstrich von Louis Trenker Eroberungsalpinismus zu geben. Statt der dicken Kelle herrschte feine Differenzierung vor, die eher Anklänge an Mahler und Nietzsche nahm, als sich für heldische Verklärung zu eignen.“
Kronenzeitung, 27. September 2021, Reinhard Schwarz
„Roland Kluttig, einer der wenigen Dirigenten weltweit, der neueste Musik genauso versiert dirigieren kann wie Beethoven, Wagner und Sibelius.“
FAZ, 17. August 2021, Jan Brachmann
„Sternstunde mit Grazer Beteiligung…..So dramatisch, so spannungsreich vibrierend hat man Feldman selten gehört. Es ist nichts weniger als eine Entmystifizierung, die dem Chef der Grazer Philharmoniker gelingt. Er macht aus „Neither“ das, was es im Untertitel vorgibt, eigentlich zu sein: eine Oper.“
Kleine Zeitung, 14. August 2021, Martin Gasser
„Roland Kluttig, derzeit Generalmusikdirektor in Coburg, lässt die Musik Dukas’ in bunten Farben blühen, achtet aber auch genau auf die vielen grauen Schattierungen, mit denen die Partitur bereits auf die Moderne vorausweist. Dabei folgt der mit zeitgenössischer Musik bestens vertraute Dirigent stets den weichen Rundungen dieser durch und durch französischen Musik, lässt sie organisch atmen, strafft dann und wann die Zügel, wenn es gilt den dramatischen Höhepunkt anzusteuern.“
FAZ, 08. März 2018, Reinhard Kager
„Kraft- und Gravitationszentrum der umjubelten Produktion aber ist Roland Kluttig. Der Generalmusikdirektor hat mit dem Philharmonischen Orchester einen wissend phrasierten, glutvollen, stets im Fluss bleibenden Wagner voller dynamischer Feinabstufungen und klangfarblicher Entdeckungen erarbeitet."
Concerti, April 2017, Peter Krause
Bruckner Sinfonie Nr. 6 A Dur 1. Satz, Grazer Philharmoniker
Bruckner Sinfonie Nr. 6 A Dur 2. Satz, Grazer Philharmoniker
Bruckner Sinfonie Nr. 6 A Dur 3. Satz, Grazer Philharmoniker
Bruckner Sinfonie Nr. 6 A Dur 4. Satz, Grazer Philharmoniker
Konzerthausorchester Berlin, Twitch-Konzert
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