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Eine Einspielung von Jacob Mühlrads Klarinettenkonzert SEMA mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Martin Fröst und dem Solisten Magnus Holmander ist im November 2025 beim Label Warner Classics erschienen.
Das Magazin Focus hat Jacob Mühlrad anlässlich seiner aufsehenerregenden musikalischen Gestaltung des ehrwürdigen Nobel-Banketts ein dreiseitiges Porträt gewidmet
Der 1991 in Stockholm geborene Komponist Jacob Mühlrad überschreitet Genregrenzen und verbindet in emotionalen Kompositionen sein tiefes Interesse an transzendentalen Themen mit einer zeitgenössischen Musiksprache. Während seine früheren Stücke von der Erforschung seiner jüdischen Wurzeln geprägt waren, kuratiert Jacob Mühlrad inzwischen auch alte Rituale aus anderen weltumspannenden Traditionen für ein neues Publikum oder er erforscht organische Prozesse, wobei er das Orchester als das reichhaltigste und vielschichtigste aller Instrumente behandelt.
Regelmäßig werden seine groß angelegten Orchesterwerke weltweit aufgeführt, in Sälen wie der Carnegie Hall in New York über die Suntory Hall in Tokio bis hin zur Königlichen Oper in Stockholm. Dabei arbeitete er mit hochkarätigen Musikerpersönlichkeiten wie Pablo Heras-Casado, Olga Neuwirth, Matthias Pintscher und Martin Fröst zusammen. 2025 wurde ihm die Ehre zuteil, die gesamte Musik für das prestigeträchtige Nobelpreis-Bankett zu komponieren, darunter das neue Marimba-Solostück Superposition, das von der jungen Schlagzeugerin Adélaïde Ferrière zur Uraufführung gebracht wurde.
Für sein Klarinettenkonzert SEMA, das im April 2024 vom Swedish Radio Symphony Orchestra unter Martin Fröst mit dem Solisten Magnus Holmander aus der Taufe gehoben wurde, ließ er sich von der Choreografie des gleichnamigen Sufi-Tanzrituals inspirieren. Publikum und Presse reagierten enthusiastisch auf die „kraftvolle Musik, die religiöse Grenzen überschreitet“ (Dagens Nyheter), die von Warner Music Ende 2025 auch als Album veröffentlicht wurde. Eine weitere große Uraufführung folgte in der vergangenen Saison mit RESIL I, in Auftrag gegeben und uraufgeführt vom Swedish Chamber Orchestra. In einer zweiten Version für großes Orchester erklang das Werk kurz darauf mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Aivis Greters. Das Ensemble Linea unter Jean-Philippe Wurtz brachte außerdem im Rahmen des Festivals Présences 2025 das von Radio France in Auftrag gegebene Werk Heliopause zur Uraufführung.
In seinem ersten großen Orchesterwerk REMS (Rapid Eye Movement Sleep) erforschte Jacob Mühlrad die Rätsel des Traumzustands. 2021 wurde REMS vom Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Pablo Heras-Casado uraufgeführt; eine Aufnahme dieser Interpretation erschien 2023 bei Warner Classics und eine kürzere Version erklang ebenfalls 2023 mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter Matthias Pintscher in der Suntory Hall. Das Werk greift Motive aus jüdischen Gebeten, aus Wiegenliedern und indischen Ragas auf, die im orchestralen Atemfluss aufscheinen und sich wieder auflösen; im engen Dialog mit den Stimmführern des Orchesters entwickelte Jacob Mühlrad dafür eine spezifische Klanglichkeit, in die auch mikrotonales Komponieren einfließt.
Großes Aufsehen hatte Jacob Mühlrad zuvor besonders mit seiner Chormusik erregt. Schon 2013 entstand sein Werk Anim Zemirot, das vom Schwedischen Rundfunkchor zusammen mit drei weiteren Chorwerken 2021 für das hochgelobte Album TIME aufgenommen wurde – „großartige meditative Klangräume, in denen es sich gut eigene Zwiesprachen halten lässt“, wie der Online Merker über die bei der Deutschen Grammophon erschienene und vom BBC Music Magazine mit fünf Sternen ausgezeichnete Einspielung befand. Ebenfalls Teil dieser Aufnahme ist das zutiefst persönliche Kaddish, das auf den Erfahrungen von Jacob Mühlrads Großvater als Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen basiert. Es entstand mit Hilfe eines Stipendiums der Micael Bindefeld Foundation in Memory of the Holocaust und wurde 2017 in Stockholm vom Schwedischen Rundfunkchor unter Peter Dijkstra mit der Solistin Eva Dahlgren uraufgeführt. Gemeinsam in Auftrag gegeben von der Cappella San Francisco, dem WDR Rundfunkchor Köln, dem Schwedischen Rundfunkchor und dem Tapiola Chamber Choir wurde das titelgebende Werk TIME von 2018. Angeregt von der alttestamentarischen Erzählung des Turmbaus zu Babel dient die Übersetzung des Wortes „Zeit“ in 27 verschiedene Sprachen als Textgrundlage.
Auch als Pop- und Elektronikkomponist ist Jacob Mühlrad gefragt. So schuf er eine symphonische Version von One, dem ersten internationalen Hit der Erfolgsgruppe Swedish House Mafia, schrieb und produzierte Tracks zum gefeierten Album Petrichor der amerikanischen Rapperin 070Shake, und komponierte das weltweit erste Stück für ein Roboter-Cello, das auch in den Shows des DJs und Produzenten Anyma (Matteo Milleri) zu hören war. Seine Klavier-EP Adrift wurde zudem millionenfach gestreamt.
Jacob Mühlrads musikalische Laufbahn begann zunächst autodidaktisch, ehe er privaten Unterricht bei dem renommierten schwedischen Komponisten Sven-David Sandström nahm und dann an der Gotland School of Music Composition und anschließend an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm sowie am Royal College of Music in London studierte. Eine besondere Rolle als Mentorin nimmt für ihn die österreichische Komponistin Olga Neuwirth ein, die ihm wichtige Impulse gab. Seine Werke sind im Gehrmans Musikförlag und bei Universal Music Publishing erschienen und werden seit 2023 von Bosworth Music verlegt.
Saison 2025/26
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Eine Liste der Werke von Jacob Mühlrad finden Sie auf der Internetseite von Wise Music Classical.
„Jacob Mühlrad ist ein ungewöhnlich vielseitiger Komponist. Obwohl er erst Anfang 30 ist, hat Jacob Mühlrad bereits viel getan, um diesen Glaubensartikel in hörbare Realität zu verwandeln.“
The Economist, 27.04.2023.
REMS (Excerpt) Official Music Video - Warner Classics
TIME (Official Music Video) - Deutsche Grammophon
Jcob Mühlrad, Stockholm Royal Philharmonic Orchestra, Pablo Heras Casado, Warner Classics
Jcob Mühlrad, Warner Classics Music for Film
Jacob Mühlrad, Swedish Radio Choir, Fredrik Malmberg Ragnar Bohlin, Deutsche Grammophon
Jacob Mühlrad, For solo Piano: Joel Lyssaride, Universal