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Katrin Matzke-Baazougkm@karstenwitt.com+49 30 214 594 -213
Johann Sebastian Bach, Praeludium pro Organo pleno Es-dur, BWV 552/1
Nicolas de Grigny, 1er Kyrie en taille à 5
Anonymous Codex Faenza, Anfang 15. Jahrhundert, Kyrie – Christe – Kyrie
Philippe Boesmans, Fanfare II
Johann Sebastian Bach, Dies sind die heilgen zehn Gebot, BWV 678
Johann Sebastian Bach, Christ, unser Herr, zum Jordan kam, BWV 684
Johann Sebastian Bach, Wir gläuben all an einen Gott, BWV 680
Johann Sebastian Bach, Allein Gott in der Höh sei Ehr, BWV 676
Pascal Dusapin, Memory (2008, in memoriam Ray Manzanek)
Johann Sebastian Bach, Fuge Es-dur, BWV 552/2
Bernard Foccroulle, Orgel
Die Eleganz der Gesangslinie, mal fiebrig, mal besonnen, die suggestive Kraft der Orchestrierung, der Ausdruck, der in seiner fulminanten Kraft ebenso intensiv ist wie in der Kontemplation – all dies legt nahe, von einem Meisterwerk zu sprechen. LE MONDE, September 2020 – über E vidi quattro stelleBernard Foccroulle, geboren 1953 in Liège (Belgien), vereint in seiner musikalischen Biografie verschiedenste Aspekte: Sein Schaffen als Komponist, als Organist und als künstlerischer Leiter wichtiger Institutionen macht ihn zu einer der herausragenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit.
Große Erfolge feierte er 2023 mit der Uraufführung seiner ersten Oper Cassandra am Opernhaus La Monnaie in Brüssel und mit der deutschen Erstaufführung des Werkes im Juni 2025 an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Im Februar 2026 kommt die neue Komposition Winterreisende in zwei Konzerten an einem Tag zur Uraufführung: Die Sopranistin Pia Davila, der Tenor Julian Prégardien und das Ensemble Modern unter Lucie Leguay interpretieren das Werk erst bei einem Wandelkonzert im Frankfurter Stadtraum und am Abend im Casals Forum Kronberg.
Den Ausgangspunkt von Bernard Foccroulles kompositorischer Arbeit bilden vor allem Kammermusik und Orgelmusik. So entstanden Werke wie E vidi quattro stelle für Sopran, Bariton, Bläserquartett, Harfe und Orgel, basierend auf Dantes Purgatorio, Am Rande der Nacht nach Rilke für Sopran und Orchester, Due nach De Luca für Bariton und Ensemble und Quatre Mélodies d’après Verlain für Sopran und Klavier. Zauberland, ein Liederzyklus nach Gedichten von Martin Crimp, wurde 2019 am Théâtre des Bouffes du Nord in Paris in einer Inszenierung von Katie Mitchell uraufgeführt. Le Journal d'Hélène Berr für Mezzosopran und Klavierquintett kam 2023 in konzertanter Fassung zur Uraufführung, gefolgt von einer gefeierten Inszenierung an der Opéra du Rhin. In der laufenden Saison wird das Werk beim 21C Music Festival in Toronto präsentiert.
Auch als Organist ist er in der aktuellen Spielzeit zu erleben; unter anderem gibt er im März 2026 ein Orgelrezital an der Elbphilharmonie. Bernard Foccroulle begann Mitte der siebziger Jahre seine internationale Karriere als Organist mit einem Repertoire, das von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik reicht. In den 1980er Jahren war er Mitglied des Ricercar Consort, das sich hauptsächlich der deutschen Barockmusik verschrieb. Seitdem hat er weltweit als Organist gastiert und zahlreiche Werke uraufgeführt, unter anderem von Philippe Boesmans, Brian Ferneyhough, Betsy Jolas, Xavier Darasse, Jonathan Harvey und Pascal Dusapin. Insgesamt umfasst Bernard Foccroulles Diskografie 50 CD-Aufnahmen, darunter das Gesamtwerk für Orgel von J.S. Bach, D. Buxtehude und M. Weckmann. Darüber hinaus wirkte er unter anderem als Künstlerischer Leiter des Opernhauses La Monnaie de Munt (1992-2007) und des Festival Aix-en-Provence (2007-2018).
Bernard Foccroulles Kompositionen werden von Ricordi und Henry Lemoine veröffentlicht.
Saison 2025/26
Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit dem Management gestattet.
Eine Liste aller Werke von Bernard Foccroulle finden Sie auf der Internetseite von Ricordi.
Orgelrezitale
Meditation über die Schönheit der Schöpfung und das Verhalten des Menschen
The Hundred Colors of Love and Exile
Das Konzert mit arabischer und europäischer Musik versucht nicht etwa die beiden Musiktraditionen zu verschmelzen, sondern schafft vielmehr Momente des Dialogs: Durch diese Interaktionen bekommt das Publikum Gelegenheit, beide Musikstile nebeneinander zu erleben und dabei Gemeinsamkeiten und spezifische Besonderheiten wahrzunehmen. Die musikalische Erkundungsreise begleiten die Themen "Liebe" und "Exil", Begriffe, die in der heutigen Zeit wieder besondere Relevanz erfahren.
Alice Foccroulle, SopranMoneim Adwan, Stimme und OudBernard Foccroulle, Orgel
Programmvorschlag The hundreds colors of Exile and Love
Weitere Programmvorschläge:
Programmvorschlag Bach Klavierübung III
Programmvorschlag Trio Schütz bis Buxtehude
Programmvorschlag vom 14 bis 20 Jhd
„Foccroulles Partitur ist in einem lebhaften modernem Stil geschrieben, der mal zart, mal dicht, mal komplex, mal perkussiv, ja sogar lautstark und ungestüm sein kann."
BBC music magazine, 07.08.2025 – über Cassandra, La Monnaie Bruxelles | CD Review
„Was große Oper ausmacht: Die Vermittlung tiefer Eindrücke zu ewigen Themen auf einer anderen als intellektuellen Basis, nämlich durch Musik, Bild und Schauspiel. Und diese drei präsentieren sich am Premierenabend in der Staatsoper Unter den Linden in fesselnder Weise. (…) Ein Opernstoff, der die Seherin Cassandra und die Forscherin Sandra zusammenführt, wird natürlich durch die Inbezugnahme sogenannter Alter Musik besonders gut untermalt. Auch die Klangfarben von Saxophon und Marimbas, die gekonnt gegeneinander gesetzten düstern Ausrufe und heiter wirkenden Tanzorchester-Parodien machen den Abend gut hörbar."
Klassik-begeistert, Sandra Grohmann, 21.06.2025 – über Cassandra, Staatsoper Berlin
„Anja Bihlmaier nutzte am Pult alle Wirkungen, welche Foccroulles engagierte, bestechende und kristalline Partitur ermöglicht. (…) Die Instrumentation scheint das Wissen und Können nicht nur der gesamten Neuen Musik, sondern auch seit Wagner und Debussy aufzusaugen. (…) Seine Kantilenen sind lang und tragfähig, die Deklamationsmomente arios verdichtet. So erweist Foccroulle sich in erster Linie als Klangmagier mit einer die gesamte Dauer tragfähigen Varianz und Kreativitätsfülle"
Concerti.de, Roland H. Dippel, 21.06.2025 - über Cassandra, Staatsoper Berlin
„Foccroulles staunenswertes Sensorium für die Singstimme schmiegt sich dem Text geradezu an. Noch in Cassandras Verzweiflungsausbrüchen waltet das Sangliche.“
Die Deutsche Bühne, Michael Kaminski, 20.06.2025 – über Cassandra, Staatsoper Berlin
„Dies ist praktisch alles, was ich mir von einer modernen Oper wünsche. Die Geschichte ist fesselnd, wichtig und wunderschön gestaltet. Die Musik ist komplex, vielschichtig, emotional passend, lyrisch und für den vernünftig aufgeschlossenen Hörer sehr zugänglich."
My scena, John Gilks, 04.06.2025 – über Cassandra | CD Review
„Aber der Komponist erweist sich natürlich als perfekter Kenner der Stimme und des Gesangs, sowohl durch die Einhaltung der englischen Prosodie, (…) als auch durch die stilvollen Rundungen jeder einzelnen Gesangslinie. (...) Alles in allem ein unbestreitbarer dramatischer, visueller und musikalischer Erfolg, der durch eine makellose Besetzung und sehr engagierte lokale Kräfte veredelt wird.“
Resmusica, Benedict Hévry, 16.09.2023 - über Cassandra, La Monnaie Bruxelles
„Bienen, die von den Streichern angedeutet werden. Bienen, die typisch sind für eine Partitur, die den Austausch unterstützt, fördert, atmosphärisch verstärkt, die mit ihm in Symbiose steht, in expressiver Bescheidenheit. Eine Partitur, die auch in ihren instrumentalen Intermezzi sehr relevant ist, die Echos auf das Gesagte und Gezeigte geben."
Crescendo-magazine, Stéphane Gilbert, 12.09.2023 - über Cassandra, La Monnaie Bruxelles
„Keine Minute der Bildfolgen und keine Minute der Musik wird in den fast zwei Stunden langweilig. Die Partitur ist farbig, immer neu zusammengesetzt, die Strukturen bauen sich von fein bis hoch-dramatisch auf. Der Gesang wird im Monteverdischen Sinn von der Musik getragen."
Klassikfavori, Sabine Weber, 12.09.2023 – über Cassandra, La Monnaie Bruxelles
„Foccroulles Komposition ist sehr geschickt dosiert, mit einem sehr reichen Klangfarbenspiel im Orchester (…) und einem Rückgriff auf extrem unterschiedliche Register für seine Sänger, die von der gesprochenen Stimme, die sogar verstärkt werden kann, über alle traditionelleren Ausdrucksformen des Gesangs bis hin zum Schrei reichen. (…) Die Orchestrierung enthält einige technische Meisterleistungen, wie die Imitation des Bienenflugs, ähnlich wie Messiaen es bei den Vögeln getan hatte, abgesehen von diesem Figuralismus ist die Partitur ein großes Fresko mit vielen dramatischen Spannungen, das sehr fesselnd ist."
Forumopera, Claude Jottrand, 11.09.2023 - über Cassandra, La Monnaie Bruxelles
„Die Eleganz der Gesangslinie, mal fiebrig, mal besonnen, die suggestive Kraft der Orchestrierung, der Ausdruck, der in seiner fulminanten Kraft ebenso intensiv ist wie in seiner Kontemplation – all dies lässt von einem Meisterwerk sprechen.“
Le Monde, Pierre Gervasoni, 07.09.2020 – über E vidi quattro stelle
Foccroulle hat das Privileg mehr als verdient, ein derartig homogenes Programm präsentieren zu dürfen (…). In den Präludien versteckt sich die Melodie eines lutherischen Chorals, den Foccroulle stets stimmig hervorhob (…) er spielte, als befinde er sich an der Silbermann-Orgel im Dom zu Freiberg, einem der bevorzugten Orgelbauer Johann Sebastian Bachs. Auf eine unglaublich unabhängige Art und Weise vollführten seine beiden Hände und Füße wahre Wunderwerke, was man auf einem Bildschirm unter der Orgel verfolgen konnte.
EL PAIS, Luis Gago, 01.03.2015 – Konzert im Auditorio Nacional, Madrid
Darkness and Light ist in jeder Hinsicht ein künstlerisches Aufeinandertreffen von Gegensätzen. Klang und visuelle Betrachtung, schwarz und weiß, Leben und Tod, Bewegung und Stillstand, Flut und Dürre, Hoffnungen und Ängste (...) überlassen Sie sich diesen beiden Künstlern und Ihre Aufmerksamkeit wird 70 Minuten lang ungebrochen sein - und es passiert nicht oft, dass man dies behaupten kann.
LIMELIGHT MAGAZINE, Clive Paget, 10.01.2015 – über die Aufführung von Darkness and Light in Sydney
Bernard Foccroulle, der auch die Leitung des Internationales Festivals d’Aix-en-Provence inne hat, ist ein Mann mit vielfältigen Tätigkeitsfeldern, da er auch zu den besten Organisten der Welt zählt und als einer der anerkanntesten Spezialisten für die Musik Johann Sebastian Bachs gilt. (…) Er interpretiert auf meisterhafte Weise einige Werke für Orgel, das Instrument, auf dem er brilliert (…) Sicherlich die erstaunlichste Vorstellung dieses Festival de Pâques, ein echtes Spektakel, das das Publikum zum Sehen, Hören und … Meditieren einlädt.
DESTIMED, Michel Egea, 23.04.2014 – über die Aufführung von Darkness and Light beim Festival de Pâques Aix-en-Provence
Der Organist ist ein Mysterium, das nach und nach die Geheimnisse seines unerreichbaren Universums preisgibt.
LE SOIR, Serge Martin, 17.03.2014
Bernard Foccroulle, der exzellente belgische Organist und renommierte Kulturmanager, überraschte das Publikum, indem er plötzlich Messiaen zwischen Bach und Buxtehude platzierte. (…) mit der Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 zeigte er auf überwältigende Art und Weisesein Durchdringen der Polyphonie und sei technisches Können, manualiter und pedaliter. Ein in jeglicher Hinsicht einmaliges Konzert.
DIARIO DE LAS PALMAS, November 2009 – Konzert in Las Palmas de Gran Canaria
Foccroulles Gestus ist rhetorisch und frei von Übertreibungen. Er zeichnet scharf, präzise und geradlinig. Jede der 5 CDs wurde an einer anderen Orgel aufgenommen, was eine angenehme Klangvielfalt bietet. […] Alles in allem ein modernes Verständnis dieser Musik.
RESMUSICA.COM, 17.05.2007 – zur Gesamteinspielung der Orgelwerke von Buxtehude
Barock bis zur Extase – unter den Fingern von Bernard Foccroulle erwacht die Orgel zum Leben, und er nimmt uns mit auf eine faszinierende Initiationsreise. 650 Zuhörer drängen sich im Durchschnitt für jedes der Konzerte des Zyklus’ mit Buxtehudes Gesamtwerk in das Hauptschiff der Kathedrale von Brüssel. Der Küster läutet die Glocke. Stille breitet sich aus. Und plötzlich erhebt sich der Klang der Orgel: Weise, ausgelassen, majestätisch oder schwindelerregend.
LE SOIR, 08.05.2007 – zum Buxtehude-Konzertzyklus
Ausschnitt aus Cassandra - „Abendessen mit der Familie“ - La Monnaie / De Munt Brüssel
The Organ Project by Salva Sanchis & Bernard Foccroulle
Toccata - Angela Metzger (Orgel)
Bernard Foccroulle: Nigra Sum (2012)
Mit Darkness and Light haben der belgische Organist und Komponist Bernard Foccroulle und die australische Künstlerin Lynette Wallworth ein Konzertereignis entwickelt, das die Grenzen des traditionellen Orgelrezitals hinter sich lässt.
Ricercar - RIC 400, 2019
Ricercar – RIC 125, 2018
Ricercar – RIC 369, 2016
Fuga Libera, DDD, 2019