Moments musicaux

Ein musikalisch-literarisches Kaleidoskop über das Leben Franz Schuberts

2019 03 24 Grau Schumacher Noethen SW DKP3769

Konzept

Mit Musik von Franz Schubert | Nach Texten von Hans Hachmann

Ein Konzert, das sich zum biografischen Gastspiel eines großen Musikers wandelt. Auf der Bühne werden exemplarische Episoden aus dem kurzen Leben Franz Schuberts rezitiert, am Klavier zu vier Händen ebenso exemplarische Stücke aus seinem Opus vorgetragen. Die Texte des SWR-Musikredakteurs Hans Hachmann machen die Atmosphäre dieser Zeit lebendig und greifbar. Dabei wird Schuberts „Doppelnatur“ im Hinblick auf Wiener Heiterkeit bei gleichzeitiger tiefer Melancholie ebenso in den Blick genommen wie seine häufige Entscheidung zur Vierhändigkeit als Notwendigkeit dargestellt und nachvollzogen.

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Programm

Marsch (aus D 733)
 
Die Brille
Polonaise (aus D 824)
Am Himmelpfortsgrund
Sonate B-Dur D 617, 1.Satz
Schubertiade
Walzer (aus D 779)
Himmlische Längen
Sonate B-Dur D 617, 2.Satz
Die Forelle
Die Forelle (Liszt)
La Comtesse d'Esterhazy
Sonate B-Dur D 617, 3.Satz
Der Erlkönig
Der Erlkönig (Liszt)
"Mein Traum"
Marsch es-moll (Nr.5 aus D 819)
Metternich
Marsch (aus D 733)
Syphilis
Lebensstürme D 947
Der Tod und das Mädchen
Fantasie f-moll D 940
Der Doppelgänger
Fantasie f-moll D 940
Der Leiermann
Fantasie f-moll D 940
Schwanengesang
Fantasie f-moll D 940
(Dauer: ca. 80 Minuten)
 

Mitwirkende

GrauSchumacher Piano Duo

Das muss man erstmal hinkriegen. Das GrauSchumacher Piano Duo hat das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert. […] Das Entscheidende ist die Freiheit, die sie dadurch im Konzert, im Moment des Musizierens erreichen. Man könnte auch sagen: Perfektion ist für die beiden lediglich eine Grundlage, wirklich Musik zu machen.  (Süddeutsche Zeitung) 

Ulrich Noethen

Ulrich Noethen ist einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen. Nach seinem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart führten ihn Theaterengagements u. a. nach Freiburg, Köln und Berlin. Er arbeitete mit Regisseuren wie Frank Castorf, Hans Neuenfels und Thomas Langhoff und hinterließ durch seine Rollen in Inszenierungen wie "Hamlet", "Faust", "Die Wildente" und "Ein Sommernachtstraum" bleibenden Eindruck.

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Resonanz

„14 Miniaturen, aus dem Leben Schuberts gegriffen, die in ihrer Anschaulichkeit und Intimität mehr über den Mann und Musiker, den Denker und Freund, den Liebhaber und Leichtsinnigen verraten als manche Biografie von vielen hundert Seiten. (…) So farbig und anschaulich sind die Geschichten erzählt, dass man sich als Zuhörer ganz vertraut fühlt mit den Kupelwieser und Mayrhofers, mit Sonnleithner, Schober und Senn und wie sie alle hießen aus der verschworenen Wiener Gemeinschaft. (…) Indem Autor, Rezitator und Musiker wie in einer Sinfonie verschiedene Themen, Stimmen und Tempi miteinander verweben, indem sie Raum lassen, in dem sich Briefe, Gedanken und musikalische Werke Schuberts simultan entfalten, umschiffen sie die Versuchungen des Anekdotischen und entlocken dem Kaleidoskop ein ganzheitliches Bild des Komponisten. Dies alles bliebe jedoch flüchtig, bekäme das Gesamtwerk nicht durch das vorzügliche Spiel von Andreas Grau und Götz Schumacher jenen Halt, der den Worten der Erzählung das Weiterleben in den Gedanken der Zuhörer erlaubt.“

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, Februar 2019

„Ulrich Noethen [schafft] unmittelbare Nähe zu Schubert, spricht aus dessen Zeilen um Liebe und Schmerz zum Publikum wie ein eng Vertrauter des Komponisten. Und das GrauSchumacher Piano Duo formt mit innigem Spiel die Erzählung zu einer Gesamtkomposition mit feinsinnig modellierten Tongebungen […]. Im Kaleidoskop aus Texten des ehemaligen SWR-Redakteurs Hans Hachmann entsteht eine quasi neue Schubertsinfonie, die […] den direkten Draht zu Schubert herstellt. Das GrauSchumacher Piano Duo trägt in diesem Zusammenspiel mit Tönen in allen Facetten die Worte. Intelligent, subtil und immer reich an Klangfarben, schafft das Duo es, Worte zu bebildern. Neben den ausgefeilten Rezitationen Ulrich Noethens kommt hier mit Andreas Grau und Götz Schumacher „Die Forelle“ genauso auf den Tisch wie „Der Erlkönig“ sich Gehör verschafft. Dabei entsteht ein formvollendetes Werk, das Musik sprechen lässt und Sprache in Musik verwandelt."

HILDESHEIMER ZEITUNG, März 2019