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General Management
"Elan, Energie und Charme": Als Auftakt zur Gesamtaufnahme der Streichquintette Mozarts, ergänzt durch zeitgenössische musikalische "Postkarten" an den Komponisten, hat das Kuss Quartett nun gemeinsam mit der Bratschistin Muriel Razavi das erste von drei geplanten Alben vorgelegt.
"Stilistische Sicherheit und packende Ausdruckskraft": Für seine Ersteinspielung zweier Werke von Ernst Gernot Klussmann erhält das Kuss Quartett einen der begehrten International Classical Music Awards (ICMA).
Leoš Janáček, Streichquartett Nr. 1 "Kreutzer-Sonate"
Johannes Brahms, Intermezzo E-Dur op. 116/4
Johannes Maria Staud, Cahier des équilibres mouvants
Johannes Brahms, Klavierquintett f-Moll op. 34
Kuss Quartett
Anton Gerzenberg, Klavier
Johannes Maria Staud, Komposition
Joseph Haydn, Streichquartett op.77 Nr.1 in G-Dur
Franz Schubert, Streichquartett Nr. 15 G-Dur D 887
Enno Poppe, Auftakt
Manfred Trojahn, Ein einsames Cello hallt durch die leere Saalflucht eines ländlichen, sommerlichen Château
Mark Andre, Sieben Stücke für Streichquartett
Isabel Mundry, Postkarte an Mozart
Francisco Coll, Streichquartett Nr. 1 "Códices"
György Kurtág, Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky op. 28
Rebecca Saunders, Kiss
Jana Kuss, ViolineOliver Wille, ViolineWilliam Coleman, ViolaMikayel Hakhnazaryan, Violoncello
Kammermusik wird beim Kuss Quartett zu großer und existenzieller Kunst. Radio Bremen Zwei, „Klassikwelt“, Dezember 2024Alles bleibt anders – die ständige Veränderung ist die einzige Gewissheit unserer Zeit. Das Kuss Quartett setzt genau hier an: Es initiiert mit Mut und Entdeckerlust neue Programme und Formate und verwandelt die Themen der Gegenwart in Kunst. Seine Stärke bezieht das Quartett gleichermaßen aus Experimentierfreude und der Hingabe an das klassische Repertoire von Haydn bis Schubert. Damit begeistert es das traditionelle wie das innovationsfreudige Publikum und öffnet Ohren für das Unbekannte. Das Kuss Quartett steht also für beides: Innovation und Tradition – und beides in Exzellenz.
Dabei setzt es seit vielen Jahren nicht nur mit seiner Programmgestaltung neue Maßstäbe: Konzeptalben, Kompositionsaufträge, genreübergreifende Formate sowie die Zusammenarbeit mit Künstlerkollektiven gehören zu den Markenzeichen des Kuss Quartett. Die musikalische Reise begann 1991 mit den beiden Geigern Jana Kuss und Oliver Wille. Gemeinsam mit William Coleman (Viola) und Mikayel Hakhnazaryan (Violoncello) feiert das Ensemble 2027 ein Vierteljahrhundert internationale Bühnenpräsenz.
Zu Beginn seiner Karriere wurde das Kuss Quartett vom Deutschen Musikrat und beim Borciani-Wettbewerb mit ersten Preisen ausgezeichnet, erhielt einen Borletti-Buitoni Award und war „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation. 2019 erhielt das Ensemble als erstes Streichquartett aus Deutschland das legendäre Paganini-Quartett von Stradivari als Leihgabe von der Nippon Music Foundation. Auf diesen Instrumenten spielte das Quartett auf Einladung der Suntory Hall Tokio Beethovens kompletten Streichquartettzyklus. Die dort entstandene Live-Aufnahme wurde von der Presse begeistert aufgenommen: „Eine der interessantesten Gesamtaufnahmen der immer unglaublichen Beethoven Streichquartette, die stets erschreckend neu und wie gerade erfunden wirken, wenn sie ein hervorragendes Ensemble zu spielen versteht“, so die Süddeutsche Zeitung.
Nach den erfolgreichen Konzeptalben Krise und FREIZeit setzte das Ensemble 2025 mit Schuberts Der Tod und das Mädchen neue Maßstäbe: Die visionäre Verknüpfung mit Werken von Iris ter Schiphorst und Mark Andre wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und als Editor’s Choice des Gramophone Magazine gewürdigt. 2026 wurde das Kuss Quartett für die Ersteinspielung der Werke von Ernst Gernot Klussmann mit dem renommierten International Classical Music Award (ICMA) ausgezeichnet. In der aktuellen Saison widmet sich das Quartett mit einem dreiteiligen Album-Projekt den Mozart-Streichquintetten, dialogisch gespiegelt durch zeitgenössische Miniaturen („Postkarten an Mozart“) von Manfred Trojahn, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Isabel Mundry, Sarah Nemtsov und Matthew Shlomowitz. Das erste, im Frühjahr 2026 erschienene Album, das sie gemeinsam mit der Bratschistin Muriel Razavi aufgenommen haben, löste bereits begeisterte Presseresonanz aus: SWR Kultur bescheinigt dem Quartett „ungebändigte Energie und Präsenz“ und „akribische Perfektion im Detail“, das Magazin Pizzicato attestiert eine „einmalige Ausdrucksstärke und Stilsicherheit“.
Das Kuss Quartett hat zahlreiche neue Werke in Auftrag gegeben und uraufgeführt. So wuchs das Repertoire für Streichquartett stetig durch Kompositionen von Enno Poppe, Aribert Reimann, Manfred Trojahn, Bruno Mantovani, Iris ter Schiphorst, Johannes Fischer, Mark Andre, Francisco Coll und Mauro Montalbetti. 2025 brachte das Quartett Sara Glojnarićs neues Werk Songs for the End of the World zusammen mit der Sopranistin Sarah Maria Sun in Witten zur Uraufführung; im Juli 2026 folgte die Uraufführung von Johannas Maria Stauds 2. Streichquartett Cahier des équilibres mouvants beim Festival Carinthischer Sommer. Kooperationspartner dieser Auftragswerke waren unter anderem das Concertgebouw und Muziekgebouw Amsterdam, die Paris Biennale, die Wigmore Hall, das Wiener Konzerthaus sowie die Elbphilharmonie Hamburg.
Regelmäßig kooperiert das Kuss Quartett mit Künstlerkollektiven, um gemeinsam Genregrenzen zu überwinden, wie z.B. mit dem KUSS@KOKON-Projekt mit den Tänzern Yui Kawaguchi und Ruben Reniers, dem Schlagzeuger Johannes Fischer und Slam Poetrist Bas Böttcher. Eine enge und regelmäßige Zusammenarbeit besteht mit dem Musik- und Tanztheater-Kollektiv Nico and The Navigators. Das gemeinsame Beethoven-Projekt Force & Freedom wurde 2022 als Musikfilm von ARTE TV produziert und ausgestrahlt. Diese erfolgreiche Kollaboration wurde 2025 im Berliner Radialsystem mit der Musiktheater-Produktion Quartett zum Quadrat fortgeführt, die Heiner Müllers Theaterstück Quartett mit den späten Streichquartetten von Leoš Janáček verbindet. Zu den regelmäßigen musikalischen Partnern zählen zudem Künstler wie Miklós Perényi, Dénes Várjon, Pierre-Laurent Aimard, Maurice Steger und Alexander Lonquich.
Das Kuss Quartett inspiriert heute die nächste Generation in zahlreichen Meisterkursen und lehrt an führenden europäischen Musikhochschulen: Oliver Wille als Professor für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik in Hannover, William Coleman ist Professor für Viola und Kammermusik am Salzburger Mozarteum, Mikayel Hakhnazaryan unterrichtet als Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Primaria Jana Kuss ist Gast-Dozentin an renommierten Instituten wie der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden oder der italienischen Accademia Perosi in Biella.
Saison 2026/27
Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit dem Management gestattet.
Jubiläumsprogramm „25 years on stage“
optional mit kurzen Zwischenmoderationen/fiktiven Tagebuchnotizen. Das Publikum kann außerdem wählen, welche Variante im zweiten Teil gespielt werden soll.
Berg op.3, 1.SatzMozart KV 387, Molto AllegroPoppe „Freizeit“Beethoven op. 132, „Heiliger Dankgesang“Saunders „Kiss“ 3 Armenische Miniaturen ---Haydn op. 76/5, PrestoStaud „Cahier des équilibres mouvants“, 1. Teil Brahms op.67, Agitato. Allegretto non troppo Trojahn „Introduktion und abgebrochenes Finale“*Variante 1:Schubert D.887, Trio aus ScherzoBeethoven op.133 „Große Fuge“*Variante 2:Schubert D.887, ScherzoBeethoven op.135 „Muss es sein - es muss sein“
Mozart Streichquartette (oder -quintette) + "Postkarten an Mozart"
Mozart Streichquartett A-Dur, KV 464 Streichquartett d-Moll, KV 421 Streichquartett C-Dur, KV 465 Dissonanzenquartett"
+ „Postkarten an Mozart“, ein- bis zweiminütige (vom Kuss Quartett beauftragte) Kompositionen von Manfred Trojahn, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Isabel Mundry, Sarah Nemtsov und Matthew Shlomowitz, die vor/nach/zwischen den Quartetten/Quintetten platziert werden
Beethoven Jahr 2027
Streichquartett B-Dur, op. 18/6Streichquartett Nr. 11 f-Moll, op. 95Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 mit Großer Fuge op. 133 oder Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131
(Austausch mit anderen Beethoven Quartetten möglich)
Quartetto teatrale
di Lasso Prolog aus den „Prophetiae Sybillarum“Mozart Streichquartett d-Moll KV 421, 1. SatzIannotta „Siciliana miniatur" (Streichtrio)Schumann Streichquartett op. 41/2, ScherzoBerg Lyrische Suite, 6.SatzAndre Sieben Stücke für StreichquartettBeethoven Cavatina aus op.130Poppe „Schmalz" (Violine solo)Verdi Streichquartett in e-Moll
Änderungen vorbehalten. Weitere Programme auf Anfrage.
„Diese nahezu missionarische Musizierhaltung spürt man in jedem Ton. Das persönliche Engagement der einzelnen Musiker, verbunden mit vollendetem Zusammenspiel und größtmöglicher Identifikation mit der Musik ist mitreißend und tief bewegend."
Kronen Zeitung, Anna Mika, 5.10.2026
„Das international renommierte Kuss Quartett wusste beim Konzert des Carinthischen Sommers (...) restlos zu überzeugen (...) mit mitreißender Vitalität, höchster Virtuosität und Tonreinheit wie auch mit Farbenreichtum (...)."
Kleine Zeitung, Helmut Christian, 8.7.2026
„Der Ansatz wirkt, als würde alles von Grund auf neu durchdacht. (...) Die Magie zeigt sich in der absoluten Homogenität der Begleitung, der glänzenden (und wunderbar eingefangenen) klanglichen Balance sowie einer rückhaltlosen Erkundung der Klangfarben."
The Strad, Edward Bhesania, 24.7.2026 - zur CD mit Mozart Streichquintetten Nr. 1 und Nr. 4 sowie Werken von Manfred Trojahn und Matthew Shlomowitz (mit Muriel Razavi, Viola; Rubicon Classics)
„Die Mitglieder des Kuss Quartetts spielen Mozart so, wie sie alles angehen: selbstverständlich akribisch perfekt im Detail, zugleich mit ungebändigter Energie und Präsenz. Besser geht's nicht."
SWR Kultur, Eleonore Büning, 26.5.2026 - zur CD mit Mozart Streichquintetten Nr. 1 und Nr. 4 sowie Werken von Manfred Trojahn und Matthew Shlomowitz (mit Muriel Razavi, Viola; Rubicon Classics)
„Die Interpretation besticht von Beginn an durch die feine Ausdifferenzierung der musikalischen Strukturen, rhetorisch klar ausgelotete Dialoge und Variationen des Hauptmotivs. (...) Diese einmalige Ausdrucksstärke und Stilsicherheit bestätigt sich im Quintett Nr. 1 in B-Dur (...) Auch in diesem Quintett zeichnen sich das Kuss-Quartett und die Bratschistin Muriel Razavi durch ihr intuitives Verständnis für die Musik, den scharfen Blick auf die Details und ihre Zusammenführung in einen natürlichen, ungekünstelten Gesamtklang aus."
Pizzicato, Guy Engels, 5.5.2026 - zur CD mit Mozart Streichquintetten Nr. 1 und Nr. 4 sowie Werken von Manfred Trojahn und Matthew Shlomowitz (mit Muriel Razavi, Viola; Rubicon Classics)
Sei gutes Muts - Iris ter Schiphorst, 2021
This is Kuss: An Animated Journey, 2024
Kuss@Kokon - Trailer, 2024
Yui Kawaguchi, dance & choreography; Ruben Reniers, dance; Bas Böttcher, slam poetry; Johannes Fischer, percussion.
String Quartet Op. 18/2 - IV. Allegro molto, quasi presto (Live in Tokyo), 2020
Kuss Quartett w/ Stradivarius ‘Paganini Quartet’ at Suntory Hall / Beethoven: “Razumovsky No. 3”, 2019
„Mich interessiert, ob es möglich ist, eine Brücke zu bauen zwischen der Macht, die Popmusik hat, der Direktheit der darstellenden Kunst und der Ästhetik und Qualität der Neuen Musik.“Sara Glojnaric
Der Komponist Franz Schubert wählte für seine Lieder oft lyrische Vorlagen, die das Wandern und den Abschied in den Blick nehmen – also die Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit in Worte fassen, aus denen sich die Sehnsucht nach Geborgenheit speist. Wie aber hören wir diese Werke im 21. Jahrhundert – in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind?In „SILENT SONGS into the wild“ untersuchen Sänger, Tänzer und Musiker Schuberts Werke in einem mit zwei Kameras inszenierten Staged Concert als Erbe für das Hier und Jetzt. Sind diese Lieder ausschließlich in der Frühromantik zu verorten oder weisen sie über die Epoche ihrer Entstehung hinaus in andere Zeiten und (Kultur)Räume? Wie und warum berührt uns heute ein Schubert-Lied? Was passiert, wenn eine Sängerin oder ein Sänger damit auf eine Entdeckungsreise in die Freiheit aufbricht – in eine individuelle Freiheit, die gleichwohl mit der jeweiligen kulturellen Herkunft und der daraus gespeisten Prägung der Persönlichkeit zu tun hat?Fotocredit: Dieter Hartwig
Schwetzinger Festspiele 2022Radialsystem Berlin 2022Shanghai 2024ARTE Filmproduktion 2021
„Es wird das Jetzt gezeigt, dieses Jetzt. Jetzt; es hat schon aufgehört zu sein, indem es gezeigt wird; das Jetzt, das ist, ist ein anderes als das gezeigte ...“(G.W.F. Hegel)
Dieses Jetzt
Ausgehend vom 16. Streichquartett op. 135, dessen Finalsatz Beethoven unter das Motto „Der schwer gefasste Entschluss“ gestellt und mit der Dialektik von Zögern und Ermunterung („Muss es sein? Es muss sein!“) versehen hat, erschließt „Force & Freedom“ dem Publikum vier grandiose Kompositionen: Nach dem letzten Satz aus dem dritten der „Rasumowsky-Quartette“ op. 59 erklingen der „Heilige Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit“ aus op. 132 und die „Große Fuge“ op. 133.
Gerade letztgenanntes Werk beglaubigt die Wahl des Stück-Titels durch Beethovens eigene Worte, der seinen Umgang mit dem fest gefügten System der Fuge als „tantôt libre tantôt recherchée“ – also frei und gebunden – beschrieb.
Zwischen diese großen Werke sind mit leichter Hand Fragmente von Liedern des Meisters eingestreut, die gleichwohl wichtige emotionale Farben zeigen: „Neue Liebe, neues Leben“, „Resignation“ und „Der Kuss“ beleuchten unterschiedliche Aspekte von zwanghaftem Handeln und freier Entscheidung, von der Furcht vor dem Unbekannten und von emotionalen Übergriffen.
Kuss Quartet, Muriel Razavi - Rubicon, April 2026, RCD1203
Rubicon, 2024, RCD1104
Rubicon, 2022, RCD1102
Kuss Quartett, Sarah Maria Sun, Bas Böttcher, Johannes Fischer - Rubicon, 2021, RCD1085
Rubicon, 2020, RCD1045
Kuss Quartett, Olga Scheps - Sony classical, 2019
Kuss Quartet, Mojca Erdmann - Onyx, 2016
Kuss Quatett, Miklos Perenyi - Onyx, 2012
Onyx, 2011