Programm:
T. Takemitsu: Between Tides
M. Ravel: Klaviertrio a-Moll
***
F. Schubert: Klaviertrio Es-Dur, op. 100 ODER
J. Brahms: Klaviertrio Nr.1 H-Dur op.8
Kashimoto / Bohorquez / Le Sage

Programm
Mitwirkende
Daishin Kashimoto
Als Solist internationaler Orchester sowie als gefragter Kammermusiker ist Daishin Kashimoto regelmäßiger Gast in den großen Konzertsälen weltweit. Sein immenser Erfahrungsschatz, über den er nach über fünfzehn Jahren als erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker verfügt, kommt ihm auch in seiner Solistenrolle zu Gute, die er, mit einem breiten Repertoire von der Klassik bis zur Musik unsere Zeit, ebenso überzeugend ausfüllt.
Claudio Bohórquez, Violoncello
Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Fachs. Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben wie dem Tschaikowsky-Jugendwettbewerb in Moskau oder dem Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris erfolgreich.
Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem 1995 sehr jung den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit einer Auszeichnung des erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: von 2011 bis 2016 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart, im September 2016 wurde er an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin berufen, an der er seit 2003 immer wieder als Gastprofessor unterrichtete.
Claudio Bohórquez trat unter anderen mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der der Academy of St. Martin in the Fields auf. In Japan konzertiert er mit dem NHK Symphony Orchestra und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony, Los Angeles Philharmonic, National Symphony und dem Philadelphia Orchestra.
Zu den namhaften Dirigenten, mit denen Claudio Bohórquez bisher arbeitete, zählen Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman.
Dass er ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez auch an anderer Stellen beweisen: mit Jörg Widmann gab er in Madrid und Bilbao Konzerte, musizierte gemeinsam mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad im Rahmen des Beethoven Marathons am Konzerthaus Berlin Beethoven Klaviertrios und war im Streichtrio mit Daishin Kashimoto und Amihai Grosz zu erleben.
Claudio Bohórquez ist bei zahlreichen Festivals zu Gast. Darunter das Festival Casals in Puerto Rico, City of London Festival, Penderecki-Festival in Warschau oder auch Jerusalem International Chamber Music Festival. In den USA war er u. a. beim Tanglewood, Ravinia und Aspen Festival sowie beim Hollywood Bowl zu erleben. Er nahm am Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich und an Gidon Kremers Festival "Les Musiques" in Basel teil.
Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.
Eric Le Sage, Klavier
Éric Le Sage, geboren in Aix-en-Provence, schloss im Alter von 17 Jahren sein Klavier-Studium am Pariser Konservatorium ab. 1985 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Porto und 1989 den Ersten Preis beim Internationalen Robert Schumann-Wettbewerb Zwickau. Er musizierte mit zahlreichen bedeutenden Orchestern wie u. a. dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Göteborg Symphony Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Münchner Kammerorchester. Ein besonderer Fokus seines künstlerischen Wirkens liegt auf dem Werk von Robert Schumann und Francis Poulenc. Für die Einspielung von deren kompletten Klavierwerk wurde er mit einem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Er war Mitbegründer des internationalen Musikfestivals Salon-en-Provence und ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg. An der Hamburgischen Staatsoper wird er in der Spielzeit 2025/26 bei der Neuproduktion Frauenliebe- und sterben mitwirken.
Resonanz
„Der französische Pianist, der deutsch-südamerikanische Cellist und der japanische Konzertmeister der Berliner Philharmoniker zeigten sich bei den Kunstfreunden Wiesloch im Palatin als Team mit bestem Gespür für organische Interpretation und klangliche Balance.“
Rhein-Neckar Zeitung, 24.12.2025