„Mich interessiert, ob es möglich ist, eine Brücke zu bauen zwischen der Macht, die Popmusik hat, der Direktheit der darstellenden Kunst und der Ästhetik und Qualität der Neuen Musik.“Sara Glojnaric
SONGS FOR THE END OF THE WORLD
Ein Kopfhörer-Konzert für Sopran, Streichquartett & Elektronik

Konzept
In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 kollidiert die RMS-Titanic mit einem Eisberg. Die Band des Ozeandampfers spielte bis zu ihrem Untergang — so die Erzählungen. Alle Musiker sterben. Bis heute ranken sich Legenden um die Band: Spielten sie wirklich bis zum Ende und was war ihr letztes Lied?
Songs for the end of the world ist ein Kopfhörer-Konzert, das in der Form eines experimentellen Podcast die Faszination für das Titanic-Unglück und den Mythos rund um deren Band zum Ausgang nimmt, um sich mit der Bedeutung von Musik in dunklen Zeiten auseinanderzusetzen. Was ist Musik für das Überleben oder für das Ende? Was wäre deine Musik für das Ende der Welt?
Programm
Sara Glojnarić
Songs for the end of the world für Streichquartett, Stimme, DigitAize-Sensoren und drahtlose Kopfhörer
Mitwirkende
Sarah Maria Sun
Sarah Maria Sun wurde als Interpretin für Zeitgenössische Musik international bekannt. Heute umfasst ihr Repertoire über 2000 Kompositionen des 16. bis 21. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wirkte sie an mehr als vierhundert Uraufführungen mit. In den letzten Jahren spielte sie zunehmend Monodramen komplexer Frauenfiguren. Für ihre Interpretationen der Doppelrolle Elsa/Lohengrin (“Lohengrin” von Salvatore Sciarrino, Osterfestspiele Salzburg) und der Gwen (“Psychose 4.48” von Philip Venables, Semper Zwei Dresden) wurde sie als Sängerin des Jahres nominiert.
Sie tritt als Solistin in Konzerthäusern und Festivals wie der Suntory Hall Tokyo, dem Muziekgebow Amsterdam, der Elbphilharmonie Hamburg, der Tonhalle Zürich, dem Auditorio National Madrid, der Berliner und Kölner Philharmonie, den Biennalen Paris, Venedig und München, dem Arnold Schönberg Center Wien und den Festivals in Luzern, Salzburg, Witten, Donaueschingen, Herrenhausen, Cervantino und Vertice Festival in Mexico u.v.m. auf. Sie gastierte an den Opernhäusern in Zürich, Berlin, Basel, Dresden, Frankfurt, München, Düsseldorf, Stuttgart, Mannheim, Leipzig, Strasbourg, Luxembourg, Zagreb, der Opéra Bastille und Opéra Comique in Paris.
Sarah Maria Sun konzertierte mit Dirigenten wie François Xavier Roth, Sir Simon Rattle, Ingo Metzmacher, Sylvain Cambreling, Kent Nagano, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Peter Rundel, Heinz Holliger und mit Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner Philharmonikern, den Sinfonieorchestern des NDR, BR, SWR und WDR, den Dresdner Philharmonikern, dem Antwerp- und Tokyo-Symphony Orchestra, dem Klangforum Wien, Ensemble Musikfabrik Köln, Ensemble Modern, Mosaik, Intercontemporain oder Streichquartetten wie dem Kuss Quartett, Quatuor Diotima, Arditti-Quartett, Schumann-Quartett oder Signum-Quartett und vielen anderen Musik-Ensembles. Von 2007-2014 war sie die Erste Sopranistin der Neuen Vocalsolisten Stuttgart, einem Kammerensemble aus Sieben Sängern, das seit Jahrzehnten weltweit zu den wichtigsten Vorreitern für Zeitgenössische Musik zählt.
Seit 2013 arbeiten der Pianist Jan Philip Schulze und sie in einem Lied-Duo. Zusammen mit dem Klarinettisten Kilian Herold gründeten sie das Trio „Silence is Golden“.
Ihre Diskografie umfasst mehr als 40 CDs, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet oder nominiert wurden. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, u.a. an den Universitäten und Hochschulen von Oslo, Harvard, Chicago, Mozarteum Salzburg, München, Stockholm, Zürich, Luzern, Rostock, Moskau, Dresden, Hannover oder Berlin. 2018-22 war sie Gastprofessorin, Tutorin und Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen Hannover, Graz und Luzern. Seit 2022 unterrichtet sie als „Professor for Creative Interpretation of New Music“ an der Musikhochschule Basel.
Hauptmeier/Recker, Soundregie
Paul Hauptmeier and Martin Recker are composers working in the fields of composition, sound, and multimedia art. Since 2009 they have been working together as an artist duo named Hauptmeier | Recker
They studied composition with Robin Minard and Maximilian Marcoll at the University of Music FRANZ LISZT Weimar, as well as at UC San Diego with Katharina Rosenberger and Natacha Diels (Hauptmeier), and at the Sibelius Academy Helsinki with Marianne Decoster-Taivalkoski (Recker).
The duo works internationally across a wide range of formats. Their practice includes 3D audio live electronic performances, large-scale and often site specific sound installations, compositions for theatre and opera, as well as projects in radio art and electroacoustic composition.
As co-founders and board members of ZiMMT (Center for Immersive Music and Media Art), they curate events and conduct research in the field of spatial audio. (www.zimmt.net).
From 2022 to 2025, they held a permanent teaching positions in sound art at Burg Giebichenstein University of Art and Design. Additionally they have led several composition seminars and masterclasses at institutions such as the HMT Leipzig, HfMT Cologne, and the Conservatoire de musique de Montréal.
Their works have been presented in international festivals and institutions like: Sharjah Biennial, Istanbul Biennial, Venice Biennial, Venice Biennale Musica, Festspielhaus Hellerau, Ses Dotze Naus Ibiza, Tallinn Music Week, European Media Art Festival, Telliskivi Tallinn and many more.
For their musical work, they were awarded the Thomas Seelig Prize in 2026.
Miriam Götz, Dramaturgie
Miriam Götz ist Regisseurin für Musiktheater und Schauspiel. Schwerpunkte ihrer Regietätigkeiten sind das Arbeiten für das zeitgenössische Musiktheater sowie für junges Publikum. In kollaborativen Arbeitsprozessen erarbeitet sie Musiktheater Uraufführungen im Feld der Neuen Musik. So zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Clemens K. Thomas oder für das inszenierte Familienkonzert A Song of Salt and Water mit dem Ensemble Recherche.
2023 führte sie bei der Uraufführung von Sara Glojnarić's Oper Neuro-Moon. Manage your memories. (Text: Emma Braslavsky) Regie. Dabei wurde über den Bühnenraum hinaus auch die Kammerbühne in einer interaktiven Installation inszeniert. An der Neuköllner Oper Berlin inszenierte sie die Uraufführung von Andys Skordis & Jelena Vucsanovics Kammeroper A light blue day, welche den ersten Preis des Berliner Opernpreises gewann.
Miriam Götz studierte Kulturwissenschaften & ästhetische Praxis in Hildesheim sowie Musikwissenschaften in Aix-en-Provence. Als Regieassistentin war sie bei der Neuköllner Oper Berlin, beim ECLAT Festival für Neue Musik sowie mehrere Jahre fest am Theater Freiburg tätig. Dabei arbeitete sie u.a. mit Matthias Rebstock, Florentine Klepper, Barbara Mundel, Calixto Bieito, Joan Antón Rechi und Ingo Kerkhof zusammen.
Weitere Zusammenarbeiten hat Miriam Götz mit dem Ensemble Recherche, den Neuen Vocalsolisten, der Neuköllner Oper Berlin, der Opera Factory Freiburg sowie dem Theater Freiburg.