NBO Lovers Tour

Konzept

In einer Welt, die von Kriegen, dem Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen, wachsender sozialer Ungleichheit, Menschenrechtsverletzungen und menschengemachtem Klimawandel geprägt ist, erkennen wir einen tiefgreifenden Mangel an Liebe als eigentliche Wurzel dieser Krisen. Und auch wenn das auf den ersten Blick naiv klingen mag, ist genau dies ein Thema, das in letzter Zeit von immer mehr Künstler:innen und Denker:innen zu Recht aufgegriffen wird.

Die Wiener Festwochen, eines der führenden europäischen Festivals, hat sich in diesem Jahr den Titel „Republic of Love“ gegeben und dazu aufgerufen, sich den zerstörerischen Kräften der Welt entgegenzustellen und mit Liebe zu kämpfen. Viele feministische, queere und linke Autor:innen sowie Denker:innen betonen die Notwendigkeit, liebevoll zu handeln, und setzen sich in jüngster Zeit verstärkt für Begriffe wie „radikale Zärtlichkeit“, „radikale Liebe“ oder „revolutionäre Liebe“ ein. Der Theaterregisseur Milo Rau sagt dazu: „Wenn in Dostojewskis Roman The Idiot der berühmte Satz ‚Die Schönheit wird die Welt retten‘ ausgesprochen wird, kommentiert jemand: Du sagst das nur, weil du verliebt bist … Das ist wunderbar, denn alles, was wir tun, sollte aus Liebe zu einem anderen Menschen geschehen. Die Antwort liegt darin, Kunst mit anderen Menschen und für andere Menschen zu schaffen.

"Lovers Tour" thematisiert sowohl die Freiheit des individuellen Liebesakts als auch die Liebe als politische Kraft in der Welt.

Vor einigen Jahren startete das No Borders Orchestra eine einzigartige Konzertreihe, in der Musik auf kreative Weise mit theatralischen Elementen verwoben wurde. Das kommende Konzert im Rahmen der Lovers Tour wird Teil dieser innovativen Reihe sein und von Brett Bailey inszeniert werden – einem renommierten Theaterregisseur aus Südafrika, mit dem das No Borders Orchestra bereits auf den bedeutendsten Festivals weltweit aufgetreten ist.

Programm

Gavin Bryars:
Jesus' blood neverfailed me yet
Guillame Lekeu:
Adagio
Sara Glojnaric:
#popfem
Gustav Mahler:
Adagietto
Julius Eastman:
Gay Guerilla

Mitwirkende

No Borders Orchestra

Das No Borders Orchestra  stellt die Frage: „Was ist die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung eines Sinfonieorchesters im 21. Jahrhundert?“ Seine bisherige Tätigkeit bietet darauf einige mögliche Antworten.

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Video

Technik

Besetzung: Streicher, Klavier und E-Gitarre (24 Musiker:innen)