Lesung aus Julian Barnes’ Roman »Der Lärm der Zeit« sowie Musik von Dmitrij Schostakowitsch:
Elegie. Adagio aus Zwei Stücke für Streichquartett
Allegro non troppo aus Sinfonie Nr. 5 d-Moll für Klavier zu vier Händen op. 47 (orig. für Orchester, Fassung von Levon Atovmyan)
Allegretto aus Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Allegretto aus Sinfonie Nr. 7 C-Dur für Klavier zu vier Händen »Leningrader« op. 60 (orig. für Orchester, Fassung von Levon Atovmyan)
Allegretto aus Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Allegretto aus Sinfonie Nr. 10 e-Moll für Klavier zu vier Händen op. 93 (orig. für Orchester)
"Der Lärm der Zeit"

Programm
»Der Lärm der Zeit«
Julian Barnes’ Roman »Der Lärm der Zeit« porträtiert den sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch in den Jahren des stalinistischen Terrors. Mit seiner Lesung verschafft Schauspieler Ulrich Noethen dem Publikum eine Ahnung vom Künstlerleben zwischen Anpassung und Widerstand, Angst und Kreativität. Und wo Worte aufhören, übernimmt an diesem Abend die Musik: passgenau auf den Text bezogene Werkauszüge, die die Gefühlswelten des Komponisten lebendig werden lassen.
Mitwirkende
Armida Quartett
Martin Funda, Violine
Johanna Staemmler, Violine
Teresa Schwamm-Biskamp, Viola
Peter-Philipp Staemmler, Violoncello
GrauSchumacher Piano Duo
Das muss man erstmal hinkriegen. Das GrauSchumacher Piano Duo hat das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert. […] Das Entscheidende ist die Freiheit, die sie dadurch im Konzert, im Moment des Musizierens erreichen. Man könnte auch sagen: Perfektion ist für die beiden lediglich eine Grundlage, wirklich Musik zu machen. (Süddeutsche Zeitung)
Ulrich Noethen
Ulrich Noethen, geboren als Ulrich Schmid, ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler. Er wuchs in einer Pfarrfamilie in Neu-Ulm an der Donau und später in Augsburg auf, wo er sein Abitur ablegte. Er studierte anfangs Rechtswissenschaften, wechselte später an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Dort absolvierte er sein Schauspielstudium. Er nahm den Geburtsnamen Noethen seiner Mutter als Künstlernamen an.
Ulrich Noethen begann seine Schauspielkarriere von 1985-1987 an den Städtischen Bühnen in Freiburg. Es folgten weitere Theaterengagements am Zelt-Ensemble Birach (1988), für zwei Jahre am Schauspiel Köln und danach an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Als diese geschlossen wurden, wechselte er zum Film.
Ulrich Noethen steht seit 1994 erfolgreich für Film und Fernsehen vor der Kamera. Seit 2014 spielt er in der Fernsehreihe Neben der Spur eine Hauptrolle als Psychiater Dr. Johannes Jessen. In der Literaturverfilmung Das Tagebuch der Anne Frank aus dem Jahr 2015 spielte er Annes Vater Otto Heinrich Frank. In der zweiten Staffel Charité II. stellte er den Arzt und bedeutenden Chirurgen des 20. Jahrhunderts Ferdinand Sauerbruch dar.
Ulrich Noethen war bis 2009 mit der Schauspielerin Friederike Wagner verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter. Er lebt mit der russisch-deutschen Schriftstellerin Alina Bronsky und deren drei Kindern aus erster Ehe zusammen. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter. Sie leben in Berlin-Charlottenburg.
Dorothee Kalbhenn
Dorothee Kalbhenn hat sich als Spezialistin für ganzheitliche Konzertkonzepte einen Namen gemacht. Als interdisziplinär denkende Persönlichkeit von großem Gestaltungswillen begreift sie das klassische Konzert als Ort der Gemeinschaft und bezieht selbstverständlich gesellschaftsrelevante Themen mit ein, ohne den Fokus auf die Musik verlieren.
Die Kulturmanagerin war fünf Jahre lang Programmdirektorin am Konzerthaus Berlin, wo sie für jährlich etwa 150 Konzerte verantwortlich zeichnete und zahlreiche neue Konzertformate und Festivals etablierte. 2024 gewann ihr Projekt »Die Orchestergesellschaft« den prestigeträchtigen OPUS Klassik in der Kategorie »Innovatives Konzert des Jahres«. Zuvor gehörte sie von 2011 bis 2021 dem Team von Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg an, das 2017 die Elbphilharmonie eröffnete, und erarbeitete die Sponsoring-Struktur des neuen Hauses. Parallel war sie Managerin des Kammerorchesters »ensemble reflektor«, mit dem sie 2019 den Max-Brauer-Preis der Toepfer-Stiftung sowie den Ensemble-Preises der Nordmetall-Stiftung erhielt und das das Festival »ultraBACH« in Lüneburg gründete.
Sie studierte Kulturwissenschaft und Musik an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie seither als Lehrbeauftragte unterrichtet, und der Eastern Illinois University (USA). Im Verlag Peter Lang erschien ihre Forschungsarbeit »Konzertprogramme« (2011), im Transkript-Verlag ihre Arbeit über Transkulturalität im Konzertbetrieb (2018).
Heute ist Dorothee Kalbhenn als Künstlerischer Beraterin für zahlreiche renommierte Festivals, Konzerthäuser und Orchester tätig, darunter der Heidelberger Frühling, die Philharmonie Essen, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Sommerlichen Musiktage sowie die Musikwoche Hitzacker und das Budapest Festival Orchestra. Als Systemische Organisationsberaterin (ausgebildet bei Simon Weber Friends) unterstützt sie Unternehmen dabei, wirksame Zukunftsstrategien zu entwickeln. Zudem moderiert sie regelmäßig Künstlergespräche, Sonderkonzerte und Veranstaltungen bei verschiedenen Festivals, Konzerthäusern und Branchen-Konferenzen.