Das Programm Turning Point durchquert die ästhetische Weggabelung von Schönberg und Strauss – Komponisten, deren Werke sinnbildlich für eine entscheidende Epoche stehen, die sich zwischen der spätromantischen Tradition und dem Beginn der Moderne bewegt.
Zugleich spiegelt das Programm den kritischen Scheideweg unserer eigenen Zeit wider und greift die Perspektiven zeitgenössischer Denker, Politiker und Philosophen auf, die auffällige Parallelen zwischen der heutigen Welt und der unruhigen Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erkennen. Jene Epoche war, ähnlich wie unsere Gegenwart, eine Welt in der Krise – schwankend zwischen dem unhaltbar gewordenen Alten und dem notwendigen, jedoch noch unerforschten Neuen; eine Welt auf der Suche nach Sinn inmitten von Sinnlosigkeit.
Durch diese thematische Auseinandersetzung stellt sich das Projekt den Herausforderungen unserer Gegenwart und spiegelt eine Welt wider, die einst am Abgrund stand. Doch inmitten dieser ernsten Reflexion verkörpert Der Wendepunkt zugleich eine Botschaft der Hoffnung: die eindringliche Mahnung, die dunkelsten Kapitel der Geschichte nicht zu wiederholen, sondern aus unseren Fehlern zu lernen und den Weg zu einer aufgeklärteren und geeinteren Zivilisation zu ebnen.
