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Fünf Fragen an das JACK Quartet: Für das Magazin des Musikkollegium Winterthur gaben die Musiker ebenso humorvolle wie aufschlussreiche Einblicke in musikalische und literarische Leidenschaften.
Mit einem Record Release Konzert am 15. Februar im New Yorker Roulette stellte das JACK Quartet das erste Album mit Kompositionen seines Geigers Austin Wulliman vor.
Austin Wulliman, The Late Edition
Ellen Fullman, Energy Archive
JACK Quartet
Ellen Fullman, Komposition
Pierre Boulez, Livre Movt. Ia, Ib
Pierre Boulez, Livre pour quatuor II
Pierre Boulez, Livre pour quatuor III c
Anton Webern, Sechs Bagatellen op. 9
Philip Glass, String Quartet no. 5
John Cage, String Quartet in Four Parts
Heinz Holliger, Streichquartett Nr. 2
Pierre Boulez, Livre pour quatuor I b
Eva-Maria Houben, Nothing more
Pierre Boulez, Livre pour quatuor I a
Jed Austin Imhoff Wulliman, Escape Rites
Anthony Cheung, Twice Removed
Elliott Carter, 5. Streichquartett
Eduardo Aguilar, HYPER
Helmut Lachenmann, Streichquartett Nr. 3 'Grido'
Pierre Boulez, Mémoriale
Wolfgang Rihm, Concerto für Streichquartett und Orchester
Bernd Alois Zimmermann, Rheinische Kirmestänze
Arnold Schönberg, Verklärte Nacht op. 4
Musikkollegium Winterthur
Ilan Volkov, Dirigent
Taylor Brook, Organum
Nicolá Vicentino, Madonna, il poco dolce
Taylor Brook, Ars Nova
Juri Seo, Three Imaginary Chansons
Taylor Brook, Phrygea
Hannah Schmidt, Moderation
Pierre Boulez, Livre pour quatuor
Marcos Balter, Chambers
Leilehua Lanzilotti, ahupua‘a
Daniel Bruno, Lost & Founds
Vicente Atria, Roundabout
John Zorn, Sigil Magick (2020)
John Zorn, Prolegomena to Any Future Metaphysics That Will Be Able to Present Itself as a Science for string sextet (2020)
Terry Riley, Holy Liftoff
Claire Chase, Querflöte
Christopher Otto, ViolineAustin Wulliman, ViolineJohn Pickford Richards, Viola Jay Campbell, VioloncelloDie New York Times nennt das JACK Quartet „unsere führenden Vier in der Neuen Musik“: Als eines der gefragtesten Ensembles von heute widmet es sich mit ungebrochenem Engagement der Mission, neue Werke aufzuführen und in Auftrag zu geben, noch zu wenig gespielten Komponist:innen eine Stimme zu geben und die Offenheit gegenüber zeitgenössischer Musik zu fördern. Seit der Gründung des Quartetts im Jahr 2005 haben die vier Musiker enge und langjährige Beziehungen zu den kreativsten Stimmen unserer Zeit aufgebaut, ein umfangreiches Auftragsrepertoire erarbeitet und zahlreiche Aufnahmen eingespielt, von denen drei für den GRAMMY Award nominiert wurden.In der laufenden Saison feiert das Quartett sein 20jähriges Bestehen mit einem Festkonzert in New York, bei dem ein eigens in Auftrag gegebenes Werk von Anthony Cheung erklingt; zudem ist JACK mit der amerikanischen Erstaufführung der Three Imaginary Chansons von Juri Seo im Lincoln Center und mit der Uraufführung von Ellen Fullmans Energy Archive beim Beyond: Microtonal Music Festival in Pittsburgh zu Gast. Auch in Europa gibt es in dieser Saison zahlreiche Gelegenheiten, das JACK Quartet zu erleben. So waren die Musiker im November bei der String Quartet Biennale im Auditori Barcelona eingeladen, wo sie in einem gemeinsamen Konzert mit dem Diotima Quartett Georg Friedrich Haas‘ 3. Streichquartett In iij. Noct. zur Aufführung brachten. Außerdem kommen bei LuganoMusica unter anderem Werke von Elliott Carter, John Cage und Heinz Holliger zu Gehör. Im März ist das Quartett dann mit drei Konzertprogrammen und einem Meisterkurs in Winterthur zu Gast. An die Wigmore Hall kehren die vier Musiker mit ebenfalls drei Konzerten zurück, darunter ein Programm mit Werken von Eva-Maria Houben, Anton Webern, John Cage, Austin Wulliman und Anthony Cheung, das danach auch im Pierre Boulez Saal in Berlin erklingt, wo sie inzwischen regelmäßig zu Gast sind. Das Quartett geht intensive Partnerschaften zu den Schöpfer:innen der Musik ein, die es aufführt, um in alle technischen, musikalischen und emotionalen Aspekte ihrer jeweiligen Tonsprache vollkommen einzutauchen. Zu den zahlreichen Komponist:innen, mit denen JACK zusammengearbeitet hat, gehören Julia Wolfe, George Lewis, Chaya Czernowin, Helmut Lachenmann, John Luther Adams, Clara Iannotta, Philip Glass und Catherine Lamb. Das vom Quartett 2019 initiierte Projekt JACK Studio ermöglicht durch finanzielle Mittel, Workshops und beratende Begleitung jedes Jahr mehreren Komponist:innen, neue Werke zu entwickeln, die vom Quartett interpretiert und aufgenommen werden. JACK konzertierte bereits in der Carnegie Hall, im Lincoln Center, in der Berliner Philharmonie, der Wigmore Hall, dem Muziekgebouw aan ‘t IJ, dem Louvre, dem IRCAM, der Kölner Philharmonie, der Suntory Hall, beim Lucerne Festival, der Biennale di Venezia, dem Bali Arts Festival, dem Festival Internacional Cervatino und am Teatro Colón. Das Magazin Musical America wählte das Quartett zum „Ensemble of the Year“ 2018; darüber hinaus wurde es mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter ein Avery Fischer Career Grant sowie der Martin E. Segal Award des Lincoln Center New York, der Fromm Music Foundation Prize, der New Music USA Trailblazer Award sowie der CMA/ASCAP Award for Adventurous Pro-gramming. Laut Musical America sind viele von JACKs Aufnahmen „ein Muss für jeden, der an Neuer Musik interessiert ist“. Die zahlreichen Veröffentlichungen wurden in letzter Zeit ergänzt um eine 2022 für einen Grammy nominierte Aufnahme von John Luther Adams‘ Lines made by Walking, um das Konzeptalbum Imaginist mit den Le Boeuf Brothers und um die Gesamtaufnahme der Streichquartette von Xenakis, vom Magazin Time Out New York unter die besten Aufnahmen des Jahres gewählt. Die Diskografie des Quartettes umfasst zudem Werke von Helmut Lachenmann, Amy Williams, Elliott Sharp, Hannah Lash und Horatiu Radulescu. Im Januar 2025 erscheint als Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit mit John Zorn die Veröffentlichung von dessen sämtlichen Streichquartetten bei Tzadik Records.Das Quartett ist in New York City zu Hause, wo es eine Residenz an der Mannes School of Music at The New School innehat und das Nachwuchsprogramm Cuker and Stern Graduate String Quartet betreut. Außerdem unterrichten die Musiker jeden Sommer bei New Music on the Point, einem Festival für zeitgenössische Kammermusik in Vermont, sowie am Banff Centre for Arts and Creativity. Seit langem eng verbunden ist das JACK Quartet auch mit dem Streichquartett-Residenzprogramm der University of Iowa und mit der Lucerne Festival Academy, deren Alumni die Musiker sind. Saison 2024/25
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Porträt John Luther Adams
Der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Komponist John Luther Adams schöpft seine künstlerische Kraft aus einer jahrzehntelangen Tätigkeit als Umweltaktivist, die ihn zu der Überzeugung brachte, dass Musik die Welt mehr verändern kann als Politik. Adams‘ Vision eines musikalischen Ausdrucks, der durch die Verwurzelung in der Natur eine neue Heimat sucht, hat das JACK Quartet dazu angeregt, neun Quartette mit ihm zu entwickeln, die teils auch auf dem für einen Grammy nominierten Album Lines Made By Walking vorliegen. Mit der natürlichen Resonanz der Streicher klingt die Musik mal, als ob sie vom Wind auf einen Berg gefegt würde, mal folgt sie den Schritten von Adams‘ täglichen Spaziergängen in den Gebirgsausläufern von Montana. Eine Einladung, in Raum und Klang zu schwelgen und sich von ebenjener Beziehung zwischen Musik und Natur neu faszinieren zu lassen.
Beispielprogramm John Luther Adamsuntouched (2016) 26'The Wind in High Places (2011) 18'Lines Made by Walking (2019) 30'
Weitere Programme auf Anfrage.
Natacha Diels: Beautiful Trouble
Natacha Diels' Beautiful Trouble für choreographiertes Streichquartett, Video und Elektronik ist ein abendfüllendes musiktheatralisches Stück geschrieben für das JACK Quartet mit Videoclips, aktiver Beleuchtung, szenischer Bewegung, instrumentalen und elektronischen Klängen und Gesangseinlagen der Darsteller, das die Kraft der Live-Performance mit der Hypnose des Bildschirms verbindet und die Grenze zwischen Hyperrealität und Fiktion verwischt. Das Projekt wurde gemeinsam vom Banff Centre for Arts and Creativity, TIME:SPANS und dem New York State Council on the Arts in Auftrag gegeben. Beautiful Trouble wurde am 2. Februar 2024 mit großem Erfolg bei Penn Live Arts uraufgeführt und tourt ab der Saison 2024/25. Perioden auf Anfrage.
Weitere Videos und mehr Informationen hier.
Das renommierte und auf die Musik des 20. und 21. Jahrhundert spezialisierte Jack Quartet interpretierte eindrucksvoll das dritte Streichquartett von Georg Friedrich Haas „In iij. Noct.“ Beim Hören im Dunkeln fließen Gedanken und Assoziationen anders und mit großer Eindringlichkeit erzeugte das Ensemble kontrastreiche Atmosphären, die mal verstörten, mal beruhigend wirkten. Durch das exzellente Miteinander der vier Musiker und deren Positionierung in den vier Ecken des Saals wurde das Dunkelkonzert zum physischen Erlebnis mit Dolby Surround Effekt.
Orchester Graben, Christina von Richthofen, 27.11.2024
Das radikalste und gewagteste Programm der Biennale war zweifellos der Vorschlag des Jack Quartets, das sich ausschließlich dem Streichquartett Nr. 3 "In iij. Noct" von Georg Friedrich Haas widmete, einem Werk, das seit seiner Entstehung im Jahr 2001 auf zahlreichen europäischen Bühnen aufgeführt wurde und das durch seine Ausschöpfung der mikrotonalen Sprache und seine auf absoluter Dunkelheit basierende Inszenierung immer wieder fasziniert.
Scherzo.es, Lluís Trullén, 26.11.2024
"Getreu der Vision, "Geschichte neu zu schreiben", wurden in der ersten Konzerthälfte Bearbeitungen von Werken aus der Renaissance neben Stücken zeitgenössischer amerikanischer Komponisten wie Johnny MacMillan und Amy Williams aufgeführt, die beide […] Ausschnitte älterer Werke als Untermalung verwenden. (...) Für Tangled Madrigal, einem Auftragswerk von JACK, ließ sich Amy Williams ebenfalls von Vicentinos Chormusik inspirieren. Aus gleitenden Klängen am oberen Ende des Griffbretts entsteht ein Madrigalthema inmitten komplexer rhythmischer Verschiebungen und Pausen. Nach einer sehnsüchtigen Passage von John Richards' Bratsche werden Solokadenz-Passagen durcheinander geworfen - zuerst von Jay Campbells Cello, dann von Austin Wullimans Violine, begleitet von peitschenartigen Bogenstrichen und manisch aufgewühlter Bogenführung. (...) Dies war ein Nachmittag von herausragendem musikalischen Können mit einem Programm, das in der ersten Hälfte die antike und die moderne Welt durchstreifte, während es in der zweiten Hälfte alle ketzerischen Freuden der Gegenwart freisetzte."
Limelight-arts.com, Steve Moffat, 7.4.2024
„Das JACK Quartet verschiebt dabei in atemberaubender Präzision die Grenzen dessen, was als technisch möglich gelten kann."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, Stefan Arndt, 16.05.2023
„Rauschende und pochende Klänge, die mit dem Bogen, aber auch mit Plektren, mit rupfenden und reißenden Finger- und Armbewegungen an tatsächlich sämtlichen Stellen der Instrumente erzeugt werden. (…) Im Publikum herrscht angesichts der zauberhaften Leichtigkeit dieser oft kaum hörbaren Klänge atemlose Stille."
rbb24/rbb Inforadio, Hans Ackermann, 12.5.2023
„Die dissonanten, mikropolyphonen, mikrotonalen und für unsere konservativen Ohren allemal befremdlich anmutenden Kompositionen spielen sie so selbstverständlich und mit einnehmendem Charme, als sei’s Barockmusik. Vorbehalte lösen sich auf der Stelle in Luft auf. (…) Ist das jetzt unisono oder doch leicht „unsauber“? Was ist das eigentlich, Einklang, Harmonie? Man gerät ins Meditieren, und das Publikum steuert Mucksmäuschenstille bei (…) Vier Musiker, die unaufhörlich auseinanderdriften und sich wieder zusammenraufen, das lässt sich auch politisch lesen. Als Versuch über die Mühe und das Glück der Verständigung in einer sich spaltenden Welt.“
Der Tagesspiegel, Christiane Peitz, 8. Oktober 2022
„Hingebungsvoll produzieren die jungen Männer (…) die irrwitzigsten Töne, fügen das scheinbar Unzusammenhängende, ja Widerstreitende zur künstlerischen Einheit (…) Die eigene Begeisterung für eine Sache vorzuleben, ist ja stets die beste Taktik, um auch andere dafür zu begeistern (…) im Kammermusiksaal gelingt das den fantastischen Vier aus den USA spielend.“
Der Tagesspiegel, Frederik Hanssen, 8. November 2018
„Die jungen Musiker des JACK Quartets sind einfach unglaublich: scheinbar mühelos und entspannt spielen sie schwierigste und anspruchsvolle zeitgenössische Musik als sei alles ganz einfach. Dazu harmonieren sie untereinander auf geradezu berührende Art (…) Es gab mal Zeiten, da wurde überhaupt nur zeitgenössische Musik gespielt. So ein Abend wäre ein überzeugendes Plädoyer, das viel mehr zu tun.“
Kulturradio, Clemens Goldberg, 7. November 2018
Elliott Carter, String Quartet No 3
JACK Quartet performs Lachenmann's Grido | Live from Columbia
JACK Quartet, Tippet Rise Art Center, August, 3rd 2019
Natacha Diels, "On Monday"
Scott Lee, JACK Quartet, Steven Beck, Russel LacyPanoramic Recordings, 2020, pan20
Roger Reynolds, JACK QuartetMode Records, 2020, MDE MOD-CD-326
John Luther Adams, JACK QuartetCold Blue Label, 2020, B08F8G38VQ
Dan Trueman, JACK Quartet, So PercussionNew Amsterdam Records, 2019
JACK Quartet, Julia Den Boer, yarn/wire, International Contemporary Ensemble, Talea Ensemble, Ensemble EkmelesNew Focus Recordings, 2019, fcr227
JACK Quartet, yarn/wire, Calder Quartet, Emanuele Torquati, Duo Dillon-Dorquati, Keith KirchoffKairos, 2019, 0015048KAI
Clara Ianotta, JACK QuartetWergo, 2020, WER 64332
Du Yun, JACK QuartetModern Sky Ltd., 2020, B08F3DVK41
Cenk Ergün, JACK QuartetNew Focus Recordings, 2020, fcr238
Hier die komplette Diskographie