Programm

György Kurtág: Kafka-Fragmente für Sopran und Violine op. 24

Caroline Melzer, Sopran
Nurit Stark, Violine

Die Filmaufnahmen begleiten die Sängerin Caroline Melzer und die Geigerin Nurit Stark auf verschiedenen Stationen von Berlin über Polen weiter nach Russland. Doch der Osten, den die Protagonistinnen bereisen, löst sich ab von konkreten Orten und driftet ins Imaginäre. Die beiden Musikerinnen werden zu Figuren, die mal aus dem realen Sozialismus, mal aus der Lebenswelt Kafkas zu stammen scheinen

Mitwirkende

Caroline Melzer

fulminant: Caroline Melzer 
Der Standard

Caroline Melzer überzeugt mit ihrem „klaren, großrahmigen Sonnensopran" (FAZ, Eleonore Büning) in einer ungewöhnlichen Bandbreite an Repertoire, das von den großen Partien des lyrischen bis jugendlich-dramatischen Fachs über Operetten-Diven bis zu eigens für sie komponierten Werken reicht.

Nurit Stark

Die israelische Geigerin Nurit Stark studierte in Israel bei Haim Taub, an der Juilliard School New York (Robert Mann), an der Hochschule Köln (Alban Berg Quartett), an der Universität der Künste Berlin (Ilan Gronich). Sie war Preisträgerin des Enescu Wettbewerbs (Bukarest), des L. Mozart Wettbewerbs (Augsburg) und des Internationalen Kammermusik Wettbewerbs Trio di Trieste. Als Solistin trat Nurit Stark u.a. mit dem Münchner Rundfunk Orchester (D. Sitkovetsky) und mit dem Israel Philharmonic (Z. Mehta) auf. Sie war bei Festivals wie: Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Lockenhaus Kammermusikfest, Mozart Festival Augsburg, Rheingau Festival, Davos Festival, Donaueschinger Musiktage, Pacific Festival Japan zu Gast und gab Konzerte in den wichtigsten Sälen Europas, der USA, Japans und Israels: Carnegie Hall New York, Philharmonie Berlin,Konzerthaus Wien, Mozarteum Salzburg, Palais des Beaux Arts Brüssel. Ihre Liebe zur zeitgenössischen Musik führte zu Uraufführungen und zur Zusammenarbeit mit Komponisten wie S. Gubaidulina, Viktor Suslin und Georg Nussbaumer. Darüber hinaus gilt ihr Interesse avantgardistischen Bühnenprojekten, die Musik und Theater verbinden (Schaubühne Berlin, Burgtheater Wien, Bobigny Paris). Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Pianisten Cédric Pescia. Das Duo wird von der Forberg-Schneider Stiftung gefördert. Sie spielt eine „Petrus Guarnerius di Mantua“ Violine (1710).

Isabel Robson/Susanne Vincenz, Film

Isabel Robson studierte Bühnenbild am Central Saint Martin's College of Art and Design in London und digitales Bild (Atelier d'Image et d'Informatique) an der École nationale superiéure des Arts Décoratifs in Paris. Seit 2001 ist sie freiberufliche Szenografin mit Schwerpunkt auf Videodesign für die Bühne.

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Resonanz

... und wenn Melzer final in einem Akt höchster Entrücktheit die "Mondnacht" singt, wenn sie die Worte "es blendete uns die Mondnacht. Vögel schrien von Baum zu Baum" in kleinen Arabesken unter die sanft pfeifenden Violinlichterketten legt, so entstehen die intensivsten Momente des Abends. [...] Großer Jubel herrscht hier am Ende.

Mannheimer Morgen, Stefan M. Dettlinger

Technik

Für das "Konzert mit Single Channel-Video" der Kafka-Fragmente benötigt der Veranstaltungsort Folgendes:
- 1 Videoprojektor, mind. 6000 Ansi-Lumen Helligkeit
- Min. 5 m breite x 2,8 m hohe Rückprojektionsleinwand (Format 16:9), 1 m über dem Boden - je nach Bühnensituation hinter den Musikern
- HDMI-Kabel zum Videobedienpult im Konzertsaal, in Kontakt mit den Musikern.