Jonathan Stockhammer

Dirigent

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Biografie

Jonathan Stockhammer ist innerhalb weniger Jahre zu einem weltweit gefragten Dirigenten geworden. Er studierte zunächst Chinesisch und Politologie, später Komposition und Dirigieren in seiner Heimatstadt Los Angeles. Noch während des Studiums sprang er für eine Reihe von Konzerten beim Los Angeles Philharmonic ein. In der Folge wurde er eingeladen, dem Chefdirigenten Esa-Pekka Salonen zu assistieren. Mit Abschluss seiner Studien zog er nach Deutschland um und entwickelte enge künstlerische Beziehungen zu bekannten europäischen Ensembles wie Ensemble Modern, MusikFabrik und Ensemble Resonanz. Inzwischen hat er sich sowohl in der Welt der Oper, als auch der klassischen Symphonik und der zeitgenössischen Musik einen Namen gemacht.

Die Oper spielt eine zentrale Rolle in Jonathan Stockhammers musikalischen Aktivitäten. Die Liste seiner Operndirigate, darunter Die Dreigroschenoper, Zemlinskys Eine florentinische Tragödie, Sciarrinos Luci mie traditrici und Monkey: Journey to the West von Damon Albarn, weist ihn als Dirigenten aus, der komplexe Partituren und spartenübergreifende Produktionen als willkommene Herausforderung begreift und meistert. Regelmäßig zu Gast war er seit 1998 an der Opéra de Lyon, wo er unter anderem die französische Erstaufführung von Dusapins Faustus, The Last Night leitete. 2009 führte er mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart zwei Werke Wolfgang Rihms auf, Proserpina (Uraufführung) und Deus Passus. Im Pariser Théâtre du Châtelet begeisterte er 2010 in Sondheims Little Night Music mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France. Im Februar 2013 gab er sein Debüt an der New York City Opera in Thomas Adès‘ Powder her Face. Die von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommene Produktion wurde sofort für weitere Aufführungen beim Festival d’opéra de Québec im August 2013 eingeladen.

Im symphonischen Bereich hat Jonathan Stockhammer bereits zahlreiche renommierte Klangkörper geleitet. Dazu zählen das Oslo Philharmonic Orchestra, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Sydney Symphony Orchestra und die Tschechische Philharmonie. Er war auf Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Donaueschinger Musiktagen und Wien Modern zu Gast.

Für Produktionen, die sich den gängigen Kategorisierungen entziehen, hat Jonathan Stockhammer eine besondere Vorliebe. Dazu gehören Greggery Peccary & Other Persuasions, eine CD mit Werken von Frank Zappa mit dem Ensemble Modern (RCA, 2003), die mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde, sowie Konzerte und eine Einspielung des neuen Soundtracks zu Sergei Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin von und mit den Pet Shop Boys. Die von ihm dirigierte Liveaufnahme The New Crystal Silence mit Chick Corea, Gary Burton und dem Sydney Symphony Orchestra erhielt 2009 einen Grammy. Sehr erfolgreich war auch seine Zusammenarbeit mit dem Rapper Saul Williams für Said the Shotgun to the Head, eine Komposition von Thomas Kessler, die Jonathan Stockhammer mit dem WDR-, dem SWR Sinfonieorchester und Oslo Philharmonic zur Aufführung brachte.

Die Saison 2013/2014 hält viele spannende Debüts bereit: Im August war Jonathan Stockhammer mit dem Ensemble ascolta beim Lucerne Festival zu Gast. Ende September folgte das Auftaktkonzert seiner auf mehrere Jahre hin angelegten Zusammenarbeit mit dem Collegium Novum Zürich. Als Conductor in Residence wird er das Ensemble sowohl in der Schweiz als auch in New York, Porto und Madrid leiten. Danach ist er mit dem Orchestre National de France, dem Orchester des Teatro Comunale di Bologna und dem Sinfonieorchester Basel zu erleben, sowie auch mit den Münchner Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre National de Lyon und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Weitere Höhepunkte der Saison sind Wiedereinladungen unter anderem zum WDR Sinfonieorchester Köln, zum Norwegian Radio Orchestra für zwei gemeinsame Konzerte beim Ultima Festival und zum Orquestra Sinfónica do Porto.


Programm

HK GRUBER Charivari
Mauricio KAGEL 10 Märsche, um den Sieg zu Verfehlen
Francis POULENC Les Biches
Kurt WEILL Die Sieben Todsünden
Frank ZAPPA I Was in a Drum
Pierre BOULEZ Dérive 2
Georg Friedrich HAAS in vain
Charles IVES Sinfonie Nr. 3
Saul WILLIAMS / Thomas KESSLER Said the Shotgun to the Head
Igor STRAWINSKI Psalmensinfonie
Carl NIELSEN Sinfonie Nr. 4 Das Unauslöschliche
Leonard BERNSTEIN Serenade nach Platons „Symposion“
Alban BERG Lyrische Suite
Edward ELGAR Enigma Variations
Miloslav KABELÁČ Ouvertüre Nr. 2, Op. 17
György LIGETI Violinkonzert
Antonín DVOŘÁK Der Wassermann op. 107
Leoš JANÁČEK Taras Bulba
Darius MILHAUD La Création du Monde
Philip GLASS Yorùbá Songs
John ADAMS Naïve and Sentimental Music
Igor STRAWINSKI Symphonies d’instruments à vent
Claude VIVIER Zipangu for 13 strings
Henri DUTILLEUX Mystère de l’instant
Thierry PÉCOU Orquoy
Claude DEBUSSY Jeux
Joseph HAYDN Symphonie Nr. 20 C-Dur, Hob. I:20
Robert SCHUMANN Violinkonzert d-Moll (WoO 23)
Wolfgang RIHM Verwandlungen für Orchester
Johannes BRAHMS Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a

Resonanz

Jonathan Stockhammer, der Dirigent, leitete eine dynamische, anspruchsvolle Interpretation dieses komplexen, packenden Werks.
New York Times, 17.02.2013

Durch die energische Hand, mit der Stockhammer die Geschehnisse kontrollierte, konnte man auch an den gewaltigsten Stellen in der Musik jedes Detail hören.
The Guardian, 4.3.2012

Jonathan Stockhammer dirigiert das Orchestre Philharmonique de Radio France klangfein und ätherisch zart.
Die Welt, 17.2.2010