Bernard Foccroulle

Orgel

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Termine

23.05. 19:30
Internationale Stiftung Mozarteum

Werke von Rognoni, Frescobaldi, Monteverdi, Correa de Araujo, Fontana, Scheidt, Buxtehude, van Eyck und J.S.Bach

Jean Tubery, Corno da caccia
Bernard Foccroulle, Orgel

Biografie

Bernard Foccroulle, geboren 1953 in Liège (Belgien), begann Mitte der siebziger Jahre seine internationale Karriere als Organist mit einem Repertoire, das von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Er hat viele Werke uraufgeführt, u.a. von Philippe Boesmans, Brian Ferneyhough, Betsy Jolas, Xavier Darasse, Jonathan Harvey und Pascal Dusapin. Er widmet sich auch intensiv der Norddeutschen Schule und interpretierte Werke von Komponisten wie Scheidemann, Buxtehude, Tunder, Weckmann, Böhm, Reincken und Bruhns.

Insgesamt umfasst Bernard Foccroulles Diskografie mehr als 40 CD-Aufnahmen. Im Herbst 2006 erschien die Gesamteinspielung von Dietrich Buxtehudes Orgelwerk bei Ricercar, die 2007 u.a mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet wurde. Für das Label Ricercar nahm er von 1982 bis 1997 das Gesamtwerk für Orgel von Johann Sebastian Bach auf den besterhaltenen historischen Instrumenten auf. Auch für diese Einspielung erhielt er den Diapason d’Or. Ebenfalls bei Ricerar erschien 2014 auch seine Einspielung des Gesamtwerkes von Matthias Weckmann. Als regelmäßig konzertierender Solist ist er international gefragt, u.a. hat er zusammen mit anderen prominenten Organisten im letzten Jahr die neue Orgel in der Pariser Philharmonie eingeweiht.

Die Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Disziplinen bildet einen wichtigen Aspekt in Bernard Foccroulles Schaffen. Im März 2014 fand beim Klarafestival in Brüssel die Premiere von Darkness and Light statt, einem multimedia-Projekt in Zusammenarbeit mit der australischen Videokünstlerin Lynette Wallworth. Die internationale Koproduktion war bereits in London, Aix-en-Provence, Luxemburg, Sydney, Hamburg und Japan zu sehen und stieß auf begeisterte Resonanz. Kommende Aufführungen finden im Herbst 2016 in Stavanger statt, sowie in den nächsten Jahren in New York und Oslo. 2008 erlebte ein mit dem katalanischen Choreographen und Tänzer Salva Sanchis erarbeitetes Projekt seine Premiere in Toulouse. Auch mit dem palästinensischen Oud-Spieler und Komponisten Moneim Adwan ist er künstlerisch eng verbunden: Zusammen mit ihm und seiner Tochter, der Sopranistin Alice Foccroulle, wird er 2017 in der Kölner Philharmonie und 2018 beim Heidelberger Frühling ein Trio-Programm mit arabischer und europäischer Musik aus dem Barock und der Gegenwart präsentieren. Mit dem Cornetto-Virtuosen Jean Tubéry ist er im Mai 2017 am Salzburger Mozarteum zu hören.

Als Komponist hat sich Bernard Foccroulle bisher vor allem der Kammermusik und der Orgelmusik gewidmet. Im Juni 2007 wurde sein Liedzyklus Am Rande der Nacht nach Texten von Rainer Maria Rilke für Sopran, Chor und Orchester im Palais des Beaux Arts Brüssel uraufgeführt. Im Herbst 2014 erschien beim Label Aeon eine Einspielung mit eigenen Orgelwerken.

In den 1980er Jahren war Bernard Foccroulle Mitglied des Ricercar Consort, das sich hauptsächlich der deutschen Barockmusik widmet. Neben seiner Karriere als Organist war er von 1992 bis 2007 Direktor des Brüsseler Opernhauses La Monnaie. Seit 2007 ist er künstlerischer Leiter des Festivals von Aix-en-Provence.

Saison 2016/2017

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Resonanz

Foccroulle hat das Privileg mehr als verdient, ein derartig homogenes Programm präsentieren zu dürfen (…). In den Präludien versteckt sich die Melodie eines lutherischen Chorals, den Foccroulle stets stimmig hervorhob (…) er spielte, als befinde er sich an der Silbermann-Orgel im Dom zu Freiberg, einem der bevorzugten Orgelbauer Johann Sebastian Bachs. Auf eine unglaublich unabhängige Art und Weise vollführten seine beiden Hände und Füße wahre Wunderwerke, was man auf einem Bildschirm unter der Orgel verfolgen konnte.
EL PAIS, Luis Gago, 01.03.2015 – Konzert im Auditorio Nacional, Madrid

Darkness and Light ist in jeder Hinsicht ein künstlerisches Aufeinandertreffen von Gegensätzen. Klang und visuelle Betrachtung, schwarz und weiß, Leben und Tod, Bewegung und Stillstand, Flut und Dürre, Hoffnungen und Ängste (...) überlassen Sie sich diesen beiden Künstlern und Ihre Aufmerksamkeit wird 70 Minuten lang ungebrochen sein - und es passiert nicht oft, dass man dies behaupten kann.
LIMELIGHT MAGAZINE, Clive Paget, 10.01.2015 – über die Aufführung von Darkness and Light in Sydney

Bernard Foccroulle, der auch die Leitung des Internationales Festivals d’Aix-en-Provence inne hat, ist ein Mann mit vielfältigen Tätigkeitsfeldern, da er auch zu den besten Organisten der Welt zählt und als einer der anerkanntesten Spezialisten für die Musik Johann Sebastian Bachs gilt. (…) Er interpretiert auf meisterhafte Weise einige Werke für Orgel, das Instrument, auf dem er brilliert (…) Sicherlich die erstaunlichste Vorstellung dieses Festival de Pâques, ein echtes Spektakel, das das Publikum zum Sehen, Hören und … Meditieren einlädt.
DESTIMED, Michel Egea, 23.04.2014 – über die Aufführung von Darkness and Light beim Festival de Pâques Aix-en-Provence

Der Organist ist ein Mysterium, das nach und nach die Geheimnisse seines unerreichbaren Universums preisgibt.
LE SOIR, Serge Martin, 17.03.2014

Bernard Foccroulle, der exzellente belgische Organist und renommierte Kulturmanager, überraschte das Publikum, indem er plötzlich Messiaen zwischen Bach und Buxtehude platzierte. (…) mit der Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 zeigte er auf überwältigende Art und Weisesein Durchdringen der Polyphonie und sei technisches Können, manualiter und pedaliter. Ein in jeglicher Hinsicht einmaliges Konzert.
DIARIO DE LAS PALMAS, November 2009 – Konzert in Las Palmas de Gran Canaria

Foccroulles Gestus ist rhetorisch und frei von Übertreibungen. Er zeichnet scharf, präzise und geradlinig. Jede der 5 CDs wurde an einer anderen Orgel aufgenommen, was eine angenehme Klangvielfalt bietet. […] Alles in allem ein modernes Verständnis dieser Musik.
RESMUSICA.COM, 17.5.2007 – zur Gesamteinspielung der Orgelwerke von Buxtehude

Barock bis zur Extase – unter den Fingern von Bernard Foccroulle erwacht die Orgel zum Leben, und er nimmt uns mit auf eine faszinierende Initiationsreise. 650 Zuhörer drängen sich im Durchschnitt für jedes der Konzerte des Zyklus’ mit Buxtehudes Gesamtwerk in das Hauptschiff der Kathedrale von Brüssel. Der Küster läutet die Glocke. Stille breitet sich aus. Und plötzlich erhebt sich der Klang der Orgel: Weise, ausgelassen, majestätisch oder schwindelerregend.
LE SOIR, 8.5.2007 – zum Buxtehude-Konzertzyklus

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Repertoire

Aktuelle Projekte

Buxtehude Orgel-Gesamtwerk
Aufführbar an 2 aufeinanderfolgenden Konzertabenden

Preparatio mortis
Solo for Dance and Organ
Choreographie: Jan Fabre
Komponist / Orgel: Bernard Foccroulle
Tänzerin: Annabelle Chambon

Programme für Orgelrezitale
auf Anfrage

Kompositionen von Bernard Foccroulle

Cinq pièces pour viole de gambe , 1982
Tiento de diversos modos , 1983
Sinfonien , für Orgel, Crotales und Glocken, 1984
Gestes , für Bläserensemble und Perkussion, 1985
Capriccio sopra RE FA MI SOL , für Orgel, 1986
Deux mouvements pour 2 violes de gambe , 1988
Ricercar , für Traversflöte, Violine und Gambe, 1991
Fantasia sopra Da Pacem Domine , ( nach J.P. Sweelinck), für Orgel, 1999
Toccata , (Hommage an Buxtehude), für Orgel, 2001
Spiegel , (nach Salve Regina von Arnold Schlick), für Orgel, 2004

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Darkness and Light

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Mediencenter

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