Johannes Maria Staud

Komponist

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CR Priska Ketterer

Termine

24.10. 19:30
Wiener Konzerthaus

Johannes Maria Staud, Komposition
Wiener Symphoniker
Francois-Xavier Roth, Dirigent

25.10. 19:30
Wiener Konzerthaus

Johannes Maria Staud,  Orchesterwerk Royal Danish/Wien/Cleveland/Carnegie

Johannes Maria Staud, Komposition
Wiener Symphoniker
Francois-Xavier Roth, Dirigent

11.11. 19:30
Museumsquartier Wien

Johannes Maria Staud,  Die Antilope

Johannes Maria Staud, Komposition

14.11. 19:30
Museumsquartier Wien

Johannes Maria Staud,  Die Antilope

Johannes Maria Staud, Komposition

15.11. 19:30
Museumsquartier Wien

Johannes Maria Staud,  Die Antilope

Johannes Maria Staud, Komposition

16.11. 19:30
Museumsquartier Wien

Johannes Maria Staud,  Die Antilope

Johannes Maria Staud, Komposition

Biografie

Der 1974 in Innsbruck geborene Komponist Johannes Maria Staud bezieht für seine Musik immer wieder Inspiration aus anderen Künsten wie Literatur, Film und bildender Kunst. Auch Reflexionen über philosophische Fragen, gesellschaftliche Prozesse oder politische Ereignisse sind Anlass für seine kompositorische Arbeit. Dabei folgen seine kunstvoll konstruierten Werke einer konsequenten Dramaturgie.

In Wien studierte Johannes Maria Staud Komposition, Musikwissenschaft und Philosophie, ehe er sein Kompositionsstudium in Berlin bei Hanspeter Kyburz fortsetzte. 2015/16 kehrte er an die Hochschule zurück, an der seine kompositorische Ausbildung begonnen hatte und vertrat seinen ehemaligen Lehrer Michael Jarrell für ein Jahr als Kompositionsprofessor.

Bereits ein Jahr nach seinem Studienabschluss gewann Johannes Maria Staud 2002 den Erste Bank Kompositionspreis, 2003 den Preis des International Rostrum of Composers, 2004 den Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und 2009 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Prestigeträchtige Aufträge folgten. 2004/05 entstand Apeiron für die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle. 2006 wurde Segue für Violoncello und Orchester als Auftrag der Salzburger Festspiele von Heinrich Schiff und den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim uraufgeführt. Sein Orchesterwerk Maniai wurde 2012 vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons in München uraufgeführt.

Als exemplarisch für die thematische Vielfalt von Johannes Maria Stauds Schaffen kann man die  Ur- und Erstaufführungen betrachten, die das Lucerne Festival 2014 präsentierte: Das Violinkonzert Oskar (Towards a Brighter Hue II), für Midori geschrieben, entwickelt das von einer Skulptur des englischen Künstlers David Nash inspirierte Solostück Towards a Brighter Hue weiter. Das Verhältnis von Gesellschaft und Individuum analysiert die Oper Die Antilope nach einem Libretto von Durs Grünbein, welcher auch die Textvorlage zu Der Riss durch den Tag lieferte. Das Monodram für Bruno Ganz, 2011 uraufgeführt und 2014 erneut in Luzern präsentiert, bezieht sich auf Grünbeins Heimatstadt Dresden und erzählt von sozialer Kälte, Ignoranz und deren Auswirkungen. Erstmals war in Luzern die Gesamtfassung von Zimt. Ein Diptychon für Bruno Schulz zu erleben, ein Werk, für das sich Johannes Maria Staud intensiv mit dem Schaffen des jüdischen Schriftstellers und Zeichners beschäftigte. Der erste Teil dieses Orchesterdiptychons, On Comparative Meteorology, war in der Urfassung 2009 vom Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und in der Neufassung 2010 vom RSO Wien unter Peter Eötvös uraufgeführt worden; der zweiter Teil Contrebande (On Comparative Meteorology II) war von Pierre Boulez für das Ensemble Modern Orchestra in Auftrag gegeben und von diesem unter Peter Eötvös 2010 aus der Taufe gehoben worden.

Ensemblewerke prägten die Saison 2015/16: Beim Festival Musica in Straßburg kam das Instrumentalwerk Auf die Stimme der weißen Kreide (Specter I-III), zur Uraufführung; eine Woche später eröffnete Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen den steirischen herbst. Der szenische Abend mit dem Ensemble Modern unter Emilio Pomàrico entstand in Zusammenarbeit mit Josef Winkler und wurde von Sofia Simitz auf die Bühne gebracht. Beim Kölner Festival Acht Brücken brachte das Ensemble Intercontemporain zudem den zweiten Teil von Par ici – Par là zur Uraufführung und präsentiert das Ensemblediptychon damit erstmals komplett.
Die Saison 2017/18 wird für Johannes Maria Staud mit der Uraufführung seines neuen Orches-terwerkes „Stromab“ durch das Royal Danish Orchestra mit seinem neuen Chefdirigenten Alexander Vedernikov eröffnet. Es folgen weitere Aufführungen des Werkes in Wien (Wiener Symphoniker unter Francois-Xavier Roth), Cleveland und New York (jeweils mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser Möst). Nach der deutschen Erstaufführung im März 2017 erlebt die Oper „Die Antilope“ im November ihre österreichische und im Dezember ihre italienische Erstaufführung. Bei der Oper „Die Weiden“, UA Ende 2018 an der Wiener Staatsoper, arbeitet Johannes Maria Staud zum dritten Mal mit dem Lyriker Durs Grünbein zusammen.

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Werke

Alle Werke ab 2017 werden bei Breitkopf & Härtel verlegt.

Eine Liste der Werke von Johannes Maria Staud bis 2016 finden Sie auf den Seiten der Universal Edition .

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Resonanz

Staud überstrahlte Weber und Schubert !(…) eine „Musik für Violine und Streichorchester mit Schlagzeug“, die ganz eigen und ungemein abwechslungsreich gestaltet ist. Der Ablauf bleibt bis zum Schluss ein stringentes, spannendes Ereignis.
Basler Zeitung, Verena Naegele, 29.8.2014 - zur Uraufführung „Oskar (Towards a Brighter Hue II)“

Stauds Musik, die sich eine grosse Autonomie bewahrt, kommt sehr ausdrucksvoll daher und erinnert bisweilen an Bergs „Wozzeck“. Auch in der abwechslungsreichen Dramaturgie der Grossform klingt sie sehr europäisch.
Neue Zuercher Zeitung, Thomas Schacher, 19.8.2014 - zu „Der Riss durch den Tag“

Die Uraufführung mit dem Lucerner Sinfonieorchester und dem Chor des Lucerner Theaters unter der Leitung von Howard Arman lässt einen Komponisten erkennen, der ein gutes Gespür für dramatische Abläufe hat. Die Palette reicht vom flotten Champagnerchor bis zum expressiven Sologesang, vom rezitativischen Gejohle bis zur sentenzartigen Chornummer, von der Ironie der Doktorszenen bis zur Poesie der singenden Skulptur.
Neue Züricher Zeitung, Thomas Schacher, 6.9.2014 - zur Uraufführung „Die Antilope“

„Hin zu einem helleren Farbton“ (…) ließ uns stratosphärische Flageolets hören, und mit virtuosen Anläufen in einem eruptiven Klanggeschehen mit hellen Glocken setzte sich die Solovioline zart expressiv in Szene – durchaus faszinierend und auf spannende Weise auch weit entfernt von Gesang und Dramatik der romantischen Rahmenwerke des Konzerts.
Zürichsee-Zeitung, Herbert Büttiker, 1.9.2014 - zur Uraufführung „Oskar (Towards a Brighter Hue II)“

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