Zu „rwh 1“

Bei den Ensemblestücken des diesjährigen Festivals trägt das Streicherstück «rwh1» von Mark Andre die Palme davon, realisiert vom Ensemble Resonanz: meisterhaft durchstrukturiert, obertonreich und geräuschhaft aus dem Atem der Orgel entwickelt, sich entfaltend und aufbäumend zu einer fulminanten Forte-Kulmination.
Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2019, Eleonore Büning

Zu „rwh 1“

In seiner sehr eigenen Rückwärtsgewandtheit schafft Andre etwas, das nicht viele können: Er gründet, in meisterlicher Zusammenarbeit mit dem SWR-Experimentalstudio, seinen persönlichen Klangraum. Sehr fragil freilich.
Stuttgarter Zeitung, 21.10.2019, Mirko Weber

Wittener Tage für Neue Kammermusik

 Aus fragilen Klangpartikeln lässt Andre intensive Hördramen erwachsen, vielfach geräuschhaft und mikrotonal gebrochen. Die Uraufführungen Andres zählen denn auch zu den bleibenden Höhepunkten.
Neue Züricher Zeitung, 4.5.18, Marco Frei

Zu "iv 13 - Miniaturen für Streichquartett"

  Die 12 Miniaturen iv 13 erinnern hörbar an die Vergänglichkeit Sciarrinos, ergänzt durch mikrotonale Stimmungen und instrumentale Techniken nach Helmut Lachenmann; dieser Effekt ist mysteriös und  […] berührend.
The Guardian, 14.3.18, Andrew Clements

Die 12 Miniaturen iv 13 erinnern hörbar an die Vergänglichkeit Sciarrinos, ergänzt durch mikrotonale Stimmungen und instrumentale Techniken nach Helmut Lachenmann; dieser Effekt ist mysteriös und  […] berührend.
The Guardian, 14.3.18, Andrew Clements

Zu "woher...wohin" für Orchester

Hoffnung inmitten der lauten wie leisen Erstickung von Kreativität macht einmal mehr Mark Andre, [der] beweist, dass Musik stärker ist, wenn ein Komponist mit ihr etwas schafft und nicht abschafft.
FAZ, 24.1.18, Jan Brachmann

Mark Andre greift mit einer solchen Intensität nach der Stille, dass einem die Ohren zu platzen drohen.
Berliner Zeitung, 23.1.18, Jonas Reichert

Zu "über" für Klarinette und Orchester

Andre, für den „das Entschwinden die zentrale Kategorie“ ist, komponierte das Verschwinden des Klarinettenklangs von Jörg Widmann aus, ergänzt durch Tonbandaufnahmen des Wüstenwinds bei Jerusalem. So fabelhaft traktierte Widmann sein Instrument an der Grenze des Hörbaren zwischen pp und pppp, dass in den 43 Minuten dieses Exercitiums in der Philharmonie gebannte Stille herrschte.
NMZ, 10/2017, Albrecht Dümling

Zu "woher...wohin" für Orchester

… kryptisch wie vieles in seiner Musik, aber höchst originell und eigen.
NZZ, 10.7.2017, Marco Frei,

Sein Orchesterwerk "woher...wohin" darf fraglos schon jetzt als eine der großen Ruhmestaten der Musica Viva gelten.
Süddeutsche Zeitung, 9.7.2017, Michael Stallknecht

Zu "3" für die Neuen Vocalsolisten Stuttgart

Die Uraufführung von Andres „3“ heißendem Werk für sechs Stimmen – der Titel verweist auf die Kreiszahl und die Trinität – war bei den Neuen Vocalsolisten bestens aufgehoben. Die Sänger evozierten eine für Andre charakteristische Welt der Langsamkeit und Versenkung;[...] Großer Beifall.
Stuttgarter Nachrichten, 08.12.2015

Zu "über" für Klarinette und Orchester

Was sich in der Baar-Sporthalle ereignete, war eine Art gebremster Ephiphanie: War Widmanns pianissimo schon fragil genug, so wurde es über die Lautsprecher ins fast Unhörbare übersteigert. Überhaupt dominierte ein schier magisches quid pro quo, in dem Orchester, Soloinstrument und technische Veränderung sich ununterscheidbar osmotisch durchdrangen; Ein Zartheits-Elysium, gleichwohl von Blitzen durchzuckt.
NMZ, 11/2015, Gerhard R. Koch

Ist’s noch diesseitige Musik? Oder ist es die Klang gewordene Stille, in ihrer Unerbittlichkeit nur schwer zu ertragen? Angesichts Widmanns einzigartiger Pianospielkunst und Beherrschung avantgardistischer Techniken ist alles möglich. Und vor allem auch angesichts Mark Andres Endzeitmusik "über", die Klängen so subtil und verstörend nachspürt.
Badische Zeitung, 20.10.2015, Alexander Dick

Er [der Orchesterpreis des SWR Orchesters Baden-Baden Freiburg] geht an die Komposition „über“ für Soloklarinette (Jörg Widmann), Orchester und Live-Elektronik von Mark Andre. Die Jury war bewegt und berührt von der „Feinheit der Klänge“ dieses Werks.
Focus online, 18.10.2015

zu "an" für Violine und Orchester:

[...] hatten die Violinistin Carolin Widmann und das sensibel spielende WDR-Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Tito Ceccherini mit Mark Andres uraufgeführten "an" einen Hauch von Nichts in die gut besuchte Kölner Philharmonie gezaubert.
Kölner Stadt-Anzeicher, 11.5.2015, Rainer Nonnenmann

zu "E2" für Cello und Kontrabass:

Andres Partitur besticht, die reduzierten, meist nur wie hingetupft wirkenden Klänge erzeugen eine immense Spannung.
DIE WELT, 27.8.2013

Zauberhafte Tropfen ließen der Cellist Richard Duven und Bassist Peter Riegelbauer auf Anweisung des Komponisten Mark Andre durch das "Himmelsloch" von James Turrell fallen.
Salzburger Nachrichten, 26.8.2013

Ein schönes und entschwebendes Stück, dem man ein weniger wetzendes Publikum gewünscht hätte.
Drehpunkt Kultur, 26.8.2013