Michael Wendeberg

Dirigent

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Termine

27.08. 14:30
Goethe-Theater, Bad Lauchstädt

Carl Maria von Weber,  Der Freischütz

Michael Wendeberg, Dirigent
Staatskapelle Halle

Biografie

Für Michael Wendeberg ist der Umgang mit klassischem Repertoire von Bach bis Schönberg ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei, durch die Gegenüberstellung und das Aufzeigen durchgehender Traditionen das Hören und Spielen sowohl des etablierten Repertoires als auch der Musik unserer Zeit zu verändern.

Diesen Ansatz verfolgt er insbesondere in seiner aktuellen Funktion als musikalischer Leiter des Ensemble Contrechamps in Genf, dem er seit 2011 vorsteht. Gleichzeitig ist er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern und Ensembles gefragt und dirigierte unter anderem die Staatskapelle Berlin, das WDR-Sinfonieorchester, die Junge Deutsche Philharmonie, das Slowenische Philharmonische Orchester Ljubljana, das Klangforum Wien, das Remix Ensemble Porto, die Musikfabrik Köln, die Neuen Vokalsolisten Stuttgart und die Sinfonietta Basel. Im Rahmen des Lucerne Festivals, der Münchner Biennale, der Bregenzer Festspiele, der Biennale Venedig, des Eclat Festivals Stuttgart und der Klangspuren Schwaz sowie von Wien Modern und Musica de hoy Madrid war er mit verschiedenen Programmen zu Gast.

Michael Wendeberg studierte Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken und Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser und Benedetto Lupo. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte. Sein Opernrepertoire aus dieser Zeit umfasst u.a. Bizets Carmen, Brittens A Midsummer Night’s Dream, Händels Orlando, Mozart Zaide, La Clemenza di Tito und DieZauberflöte, Verdis La Traviata und Il Trovatore, Donizettis Lucia di Lammermoor und Don Pasquale, Rossinis La Scala di Seta und La Cenerentola, Humperdincks Hänsel und Gretel, Ponchiellis La Gioconda und Bernsteins West Side Story.

In freien Musiktheaterprojekten pflegt Michael Wendeberg stets eine enge Zusammenarbeit mit dem Regieteam. Überregionale Aufmerksamkeit erregte er früh mit The man who mistook his wife for a hat von Michael Nyman 2006 in Wuppertal, mit der Uraufführung von ArbeitNahrungWohnung von Enno Poppe in einer Inszenierung von Anna Viebrock auf der Münchner Biennale 2008 und mit Karl Amadeus Hartmanns Des Simplicius Simplicissimus Jugend  (Regie: Thomas Fiedler) 2010 in Zürich. 2016 leitete er die Uraufführung der Oper Die Andere von Sidney Corbett am Theater Magdeburg.

Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe und trat mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie  Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim als Solist auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble Intercontemporain an und arbeitete intensiv mit Pierre Boulez zusammen. Zuletzt führte er zu dessen 90. Geburtstag im Rahmen der Festtage 2015 der Staatsoper Berlin mit großem Erfolg sein gesamtes Klavierwerk auf.

In der Saison 2016/17 steht Michael Wendeberg am Pult des Estnischen Nationalorchesters, debütiert beim Ensemble Modern und kehrt an die Staatsoper Berlin zurück, an der er die Zauberflöte und eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Gespenstersonate leitet. Darüber hinaus ist er ab Sommer 2016 als erster Kapellmeister an der Oper Halle tätig. 

Saison 2016/17

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Resonanz

Michael Wendeberg leitet die Staatskapelle nicht nur mit faszinierender Präzision, sondern koordiniert überdies den komplexen Raumklang, zu dem eine ganze Palette an Geräuschen und Klängen jenseits des klassischen Orchesterklangs hinzukommt. Da wird gequietscht und geraschelt, da wird ein Stück Styropor zum Streichinstrument, dazu kommen jede Menge elektronische Einspielungen. Die Musiker fremdeln kein bisschen mit den neuen Tönen, sondern erweisen sich als souveräne Alleskönner.
Die Deutsche Bühne, Joachim Lange, 06.03.2017

Präzise, und da wo dies vom Komponist beabsichtigt war auch mit mitreißender Intensität, setzte die Sinfonietta Basel die Musik in Szene. Gastdirigent Michael Wendeberg führte mit federndem Schlag und ermöglichte so zahlreiche lichte und eindringliche Momente.
Die Oberbadische, Willi Vogel 09.03.2015

Pölzgutter hört minuziös auf die Gesten, die Affekte, welche die Musik zeichnet. Der Dirigent Michael Wendeberg hat sie mit dem Luzerner Sinfonieorchester durchaus pointiert herausgearbeitet. Aufs Schönste wird im Orchestergraben musiziert, das Orchester hört und denkt mit.
NZZ,  Alfred Zimmerlin, 29.04.2014

Da sieht man doch, was ein wacher Dirigent vermag. Das Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Wendeberg präsentiert sich in Bestform, spielt spritzig, federnd, wendig und farbig. So macht Donizettis von Sentimentalitäten nicht freie Musik Spass; der Schwung aus dem Orchestergraben trägt massgeblich das Geschehen. www.kulturteil.ch, Peter Bitterli, 27.04.2014 (über „Don Pasquale“ in Luzern)

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