Michael Wendeberg

Dirigent

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Michael Wendeberg, Dirigent

Biografie

Für Michael Wendeberg ist der Umgang mit klassischem Repertoire von Bach bis Schönberg ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik. Seit 2011 ist Michael Wendeberg musikalischer Leiter des Ensemble Contrechamps in Genf und seit 2016 zudem erster Kapellmeister an der Oper Halle, wo er in der laufenden Spielzeit unter anderem Vorstellungen von Beethovens Fidelio und Verdis Aida sowie eine Ballettpremiere mit Strawinskys Sacre du Printemps dirigiert.

Gleichzeitig ist er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern und Ensembles gefragt und dirigierte unter anderem die Staatskapelle Berlin, die Junge Deutsche Philharmonie, das Orchester der Slowenischen Philharmonie Ljubljana, das Klangforum Wien, das Remix Ensemble Porto, die Musikfabrik Köln und die Sinfonietta Basel. Beim Lucerne Festival, der Münchner Biennale, den Bregenzer Festspielen, der Biennale Venedig, dem Eclat Festival Stuttgart, den Klangspuren Schwaz, bei Wien Modern und Musica de hoy Madrid war er mit verschiedenen Programmen zu Gast. Zuletzt debütierte er beim WDR-Sinfonieorchester, beim Ensemble Modern und mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Beethovenfest Bonn. Auch kehrte er für Vorstellungen der Zauberflöte an die Staatsoper Berlin zurück, wo er im Sommer 2017 eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Gespenstersonate dirigierte.

Michael Wendeberg studierte Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken und Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser und Benedetto Lupo. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte.

Sein Opernrepertoire umfasst unter anderem Bizets Carmen, Brittens A Midsummer Night’s Dream, Händels Orlando, Mozarts Zaide, La Clemenza di Tito und Die Zauberflöte, Verdis La Traviata, Un Ballo in Mascera und Il Trovatore, Donizettis Lucia di Lammermoor und Don Pasquale, Rossinis La Scala di Seta und La Cenerentola, Humperdincks Hänsel und Gretel, Ponchiellis La Gioconda, Bernsteins West Side Story und Puccinis La Bohéme und Tosca. Überregionale Aufmerksamkeit erregte er früh mit The man who mistook his wife for a hat von Michael Nyman 2006 in Wuppertal, mit der Uraufführung von ArbeitNahrungWohnung von Enno Poppe in einer Inszenierung von Anna Viebrock auf der Münchner Biennale 2008 und mit Karl Amadeus Hartmanns Des Simplicius Simplicissimus Jugend (Regie: Thomas Fiedler) 2010 in Zürich. 2016 leitete er die Uraufführung der Oper Die Andere von Sidney Corbett am Theater Magdeburg.

Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe und trat mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim als Solist auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble Intercontemporain an und arbeitete intensiv mit Pierre Boulez zusammen. Wie schon bei den Festtagen der Staatsoper 2015 führt er im März 2018 Boulez' komplettes Klavierwerk im Berliner Pierre Boulez Saal auf. Für Sommer 2018 ist mit diesem Programm eine CD-Produktion geplant.

In der Saison 2017/2018 stehen unter anderem erneute Auftritte mit dem Philharmonischen Orchester Ljubljana, dem Ensemble Modern und dem WDR-Sinfonieorchester sowie sein Debüt mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in der Kölner Philharmonie an.

Saison 2017/18

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Resonanz

[D]er (…) Dirigent unterstreicht am Cembalo seine herausragende Klasse. (…) Wendeberg kitzelt aus seinen Musikern pure Dramatik heraus.
klassik-begeistert.de, Daniel Janz, 12.05.2018, zu: Acht Brücken Musikfestival 2018

All das funktioniert aber auch deswegen so gut, weil das Orchester von Michael Wendeberg zu einem in alle Richtungen entschiedenen, minutiös charakteristischen und, wo nötig, auch schmutzigen Tonfall angetrieben wird, der auch die aufgeheizten Stimmung auf der Bühne spiegelt.
Opernwelt, Jürgen Otten, April 2018

Michael Wendeberg leitet die Staatskapelle nicht nur mit faszinierender Präzision, sondern koordiniert überdies den komplexen Raumklang, zu dem eine ganze Palette an Geräuschen und Klängen jenseits des klassischen Orchesterklangs hinzukommt. Da wird gequietscht und geraschelt, da wird ein Stück Styropor zum Streichinstrument, dazu kommen jede Menge elektronische Einspielungen. Die Musiker fremdeln kein bisschen mit den neuen Tönen, sondern erweisen sich als souveräne Alleskönner.
Die Deutsche Bühne, Joachim Lange, 06.03.2017

Präzise, und da wo dies vom Komponist beabsichtigt war auch mit mitreißender Intensität, setzte die Sinfonietta Basel die Musik in Szene. Gastdirigent Michael Wendeberg führte mit federndem Schlag und ermöglichte so zahlreiche lichte und eindringliche Momente.
Die Oberbadische, Willi Vogel 09.03.2015

Pölzgutter hört minuziös auf die Gesten, die Affekte, welche die Musik zeichnet. Der Dirigent Michael Wendeberg hat sie mit dem Luzerner Sinfonieorchester durchaus pointiert herausgearbeitet. Aufs Schönste wird im Orchestergraben musiziert, das Orchester hört und denkt mit.
NZZ,  Alfred Zimmerlin, 29.04.2014

Da sieht man doch, was ein wacher Dirigent vermag. Das Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Wendeberg präsentiert sich in Bestform, spielt spritzig, federnd, wendig und farbig. So macht Donizettis von Sentimentalitäten nicht freie Musik Spass; der Schwung aus dem Orchestergraben trägt massgeblich das Geschehen.
www.kulturteil.ch, Peter Bitterli, 27.04.2014 (über „Don Pasquale“ in Luzern)

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