Vito Žuraj

Komponist

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CR Tone Stokjo

Termine

06.09. 16:00
Hochschule für Musik und Theater München

Vito Žuraj,  Interfret für Gitarre solo

Vito Žuraj, Komposition

17.09. 19:30
Soho Factory Warsaw

Vito Žuraj,  Zgübleni für Alt, Ensemble und Live-Elektronik

Noa Frenkel, Alt
Vito Žuraj, Komposition
Experimentalstudio des SWR für akustische Kunst e.V., Electronic
Detlef Heusinger, Klangregie, Live-Processing

11.10. 20:00
Slovenian Philharmonic Ljubljana

Vito Žuraj,  Chrysanthemum für Klarinette, Violoncello und Klavier
Toshio Hosokawa,  Sakura für Sho solo
Toshio Hosokawa,  Stunden-Blumen

Vito Žuraj, Komposition
Takefu Ensemble, Kammerensemble

27.10. 19:30
Reva and David Logan Center for the Arts

Vito Žuraj,  Framed für Ensemble

Vito Žuraj, Komposition
Talea Ensemble

05.11. 11:00
Berliner Philharmonie

Wolfgang Rihm,  Chiffre II, Silence to be beaten
Wolfgang Rihm,  Mnemosyne für hohen Sopran und Ensemble nach Hölderlin
Robert Schumann,  Klavierquintett Es-Dur op. 44
Vito Žuraj,  Alavò für Sopran, Klavier und Instrumentalgruppen

Mojca Erdmann, Sopran / Koloratursopran
Jean-Frédéric Neuburger, Klavier
Vito Žuraj, Komposition
Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker
Stanley Dodds, Dirigent

07.11. 20:30
Philharmonie de Paris 2

Wolfgang Rihm,  Chiffre II, Silence to be beaten
Wolfgang Rihm,  Mnemosyne für hohen Sopran und Ensemble nach Hölderlin
Robert Schumann,  Klavierquintett Es-Dur op. 44
Vito Žuraj,  Alavò für Sopran, Klavier und Instrumentalgruppen

Mojca Erdmann, Sopran / Koloratursopran
Jean-Frédéric Neuburger, Klavier
Vito Žuraj, Komposition
Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker
Stanley Dodds, Dirigent

11.11. 11:00
Kultur- und Kongresszentrum Luzern

Vito Žuraj,  Alavò für Sopran, Klavier und Instrumentalgruppen
Wolfgang Rihm,  Chiffre II, Silence to be beaten
Wolfgang Rihm,  Mnemosyne für hohen Sopran und Ensemble nach Hölderlin
Robert Schumann,  Klavierquintett Es-Dur op. 44

Mojca Erdmann, Sopran / Koloratursopran
Jean-Frédéric Neuburger, Klavier
Vito Žuraj, Komposition
Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker
Stanley Dodds, Dirigent

Biografie

Kraftvolle und minutiös ausgearbeitete Kompositionen, die häufig szenische Elemente und Raumklangkonzepte einbeziehen und den Musikern auf den Leib geschnitten sind, zeichnen den 1979 in Maribor geborenen Komponisten Vito Žuraj aus. Innerhalb kurzer Zeit setzten sich seine Werke im Konzertsaal und bei wichtigen Festivals durch, interpretiert unter anderem vom New York Philharmonic Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Ensemble Modern und dem RIAS Kammerchor.

Vito Žuraj ist Träger des Kompositionspreises der Landeshauptstadt Stuttgart sowie des Prešeren-Preises, der höchsten nationalen Auszeichnung für Kultur des slowenischen Staates. 2014 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom, der Akademie der Künste in Berlin sowie des ZKM Karlsruhe. Im Frühjahr 2016 erhielt Vito Žuraj den Claudio-Abbado-Kompositionspreis, der von der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker vergeben wird. Mit dem Preis verbunden ist ein Kompositionsauftrag für ein Werk für Sopran, Klavier und Instrumentalgruppen, das im November 2017 zur Uraufführung kommen soll.

Vito Žuraj studierte Komposition bei Marko Mihevc in Ljubljana und führte seine Studien anschließend bei Lothar Voigtländer in Dresden und bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe fort. Seine Erfahrung mit Technik und Ästhetik elektronischer Klangerzeugung, die er in einem Masterstudium in Musiktechnologie bei Thomas A. Troge sowie am ZKM Karlsruhe sammelte und in Kooperationen mit dem Experimentalstudio des SWR und dem IRCAM ausbaute, nutzt er inzwischen nicht nur für seine eigene kompositorische Arbeit: Seit 2015 ist er als Professor für Komposition und Musiktherorie an der Musikakademie in Ljubljana mit dem Aufbau eines Studios für elektronische Musik betraut; parallel dazu hat er einen Lehrauftrag in Karlsruhe inne.

Seit seiner Teilnahme an der Internationalen Ensemble Modern Akademie im Jahr 2009/10 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Solistenensemble. Das Ensemble Modern hat inzwischen Werke wie Übürall (Uraufführung 2013 mit der Sopranistin Hélène Fauchère unter der Leitung von Brad Lubman) und Runaround (2014) für vier Blechsolisten und Instrumentengruppen aus der Taufe gehoben. Als passionierter Tennisspieler zieht Vito Žuraj aus seinem Sport immer wieder musikalische Inspiration und nutzt seine eigenen Eindrücke angesichts bestimmter Spielsituationen als Grundlage für eine inzwischen umfangreiche Reihe von Werken. Dazu gehört auch das 2011 entstandene Changeover für Instrumentengruppen und Orchester, uraufgeführt mit dem Ensemble Modern und dem hr-Sinfonieorchester unter Johannes Kalitzke.

Auch zahlreiche weitere Ensembles und Orchester nehmen regelmäßig Werke von Vito Žuraj ins Programm. So brachte das Klangforum Wien das 2013 entstandene Fired-up   u.a. beim Festival MiTo in Mailand, beim Musikprotokoll des ORF, beim Festival Manifeste des IRCAM in Paris und am Konzerthaus Wien zur Aufführung. Bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik war der Komponist 2015 mit Aftertouch vertreten, dort uraufgeführt vom œnm unter Johannes Kalitzke. Seine halbszenisch angelegte Komposition Insideout wurde vom Scharoun Ensemble unter Matthias Pintscher mit Mojca Erdmann und Dietrich Henschel bei den Salzburger Festspielen 2013 uraufgeführt und mit dem New York Philharmonic 2014 erneut zu Gehör gebracht. Die in Kooperation mit der Akademie „Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung entstandene Oper Orlando. The Castle kam 2013 in Bielefeld zur Uraufführung.

Aufnahmen von Vito Žurajs Werken sind unter anderem beim Label Neos erschienen. Die vor kurzem bei Wergo in der Edition zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats veröffentlichte Porträt-CD des Komponisten präsentiert neben Werkeinspielungen des Ensemble Modern und des hr-Sinfonieorchesters auch das Hornkonzert Hawk-eye, interpretiert von Saar Berger und der Slowenischen Philharmonie. Im vergangenen Sommer brachte der Hornist das Werk erneut zur Aufführung, dieses Mal mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Simone Young.

Weitere Höhepunkte des letzten Jahres waren die Aufführungen seiner Werke Insideout und Contour mit dem Ensemble Intercontemporain an der Pariser Philharmonie sowie Uraufführungen bei den Movimentos Festwochen in Wolfsburg und beim Festival Archipel in Genf. Im Auftrag der KölnMusik entstand i-Formation, ein Werk für zwei Orchester zum 30. Jubiläum der Kölner Philharmonie, welches das WDR Sinfonieorchester und das Gürzenich-Orchester Köln im September 2016 zur Uraufführung brachten.

Im Frühjahr 2017 ist Vito Žuraj in der neuen Elbphilharmonie in Hamburg zu hören: im Großen Saal erklingt Ende März Stand up, ein Auftragswerk des NDR Elbphilharmonie Orchesters, während im April das Ensemble Modern dem Komponisten ein Portraitkonzert im Kammermusiksaal widmet. Für das Projekt „Erfurts Neue Noten“ schreibt Vito Žuraj im Rahmen seiner diesjährigen Residenz beim Philharmonischen Orchester des Theaters Erfurt ein neues Werk für zwei Schlagzeuger und Orchester, das im Mai 2018 zur Uraufführung kommen wird.

Saison 2016/2017

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Resonanz

„Schub´rdy G´rdy“ ist (…) ein Neologismus aus Schubert und Hurdy Gurdy, übersetzt Drehorgel. (…) Das thematische Material von Schubert stammt aus dem „Leiermann“ der Winterreise, dem „Erlkönig“ und dem „Ave Maria“. (…) Das Ganze würde wie eine etwas oberflächliche Aneinanderreihung von Schubert-Zitaten wirken, wenn da nicht diese direkte humoristische Ebene wäre, die das Stück dauerhaft am Leben hält und die von den Musikern, allen voran der wirklich tollen Sopranisten Rinnat Moriah, nahezu szenisch dargeboten wird.
klassik-begeistert.de, Julian Bäder, 12. April 2017
 

Vito Zuraj ist nicht sehr bekannt in Frankreich und das ist sehr schade. (…) In Ubuquité (…) lädt uns der Erzähler auf eine Weltreise, bei der sich Listen, Wortspiele und mehr oder weniger anstößige Witze aneinander reihen. Der Stil ist polymorph, nimmt Anleihen aus dem Jazz, liebäugelt mit „Mysteries of the Macabre“ von Ligeti und bezieht sich explizit auf Bernd Alois Zimmermanns Zitierarbeiten (der selbst sowohl in der Musik als auch im Text zitiert wird).
forumopera.com, Par Alexandre Jamar, 24.01.2017
 

Gleichwertig sind die Aufgaben verteilt, nur die Auftakte wechseln wie Aufschläge. Mit engelhaften Harfen- und Zimbelklängen öffnete das Fernorchester den Raum in die Höhe. Am Boden fuhren sämige Streicherglissandi wie müde Spieler den Raum ab, dann schossen die Blechbläser Fanfaren und ernteten den Return. (…) Gerade diese sicht- und hörbaren Dialoge machten den Besuchern Spaß. Und auch die vom Orgelkustos Thierry Mechler wellenartig sprudelnden Orgelläufe als Zwischenhändler von Bühne und Fernorchester schufen einen Deckel für das Spiel, in dem Vito Žuraj Energie und ungewohnte Klangfarben feinsinnig in den Saal mischte.
KÖLNISCHE RUNDSCHAU, Olaf Weiden, 16.09.2016, über „i-Formation“ für zwei Orchester


Sein Tango für Flöte und Orchester ist ebenso virtuos wie schwungvoll, spielt mit dem beliebten Tanzrhythmus und wirft die Motive wie Jonglierbälle quer durchs Orchester.
THÜRINGER ALLGEMEINE, Ursula Mielke, 29.10.2016
 

In Vito Žurajs Insideout (2013) wird man regelrecht in das Feuer der Handlung und die Hysterie der Leidenschaft katapultiert. Der slowenische Komponist inszeniert ein Paar und konfrontiert das Publikum mit dem Thema der Hassliebe. (…) Die schneidenden Töne des Instrumentalensembles, das angeheizt wird – schrille Harfe, wirkungsvolles Schlagzeug, Verschmelzung der Klangfarben und schlagende Bögen – bilden die Grundlage für einen spannungsgeladenen Dialog zwischen den beiden Stimmen, in einer explosiven Auseinandersetzung.
RES MUSICA, Michèle Tosi, 14.04.2016


Schnell zieht diese bunte, immer leicht aufgeregte Musik den Zuhörer in den Bann. Dabei spielen Algorithmen in dieser Musik ebenso eine Rolle wie musikalische Intuition. Trotzdem entsteht keine starre, floskelhafte Reißbrettmusik – im Gegenteil.
DAS ORCHESTER, Heike Eckhoff, Februar 2016,zu Hawk-eye auf der Porträt-CD Changeover"


Vito Žurajs Hornkonzert „Hawk-eye" lädt dazu ein, sich „einen Adler vorzustellen, der über ein malerisches Tal fliegt und die Fähigkeit besitzt, jedes interessante Detail heranzuzoomen”. Mit dieser anschaulichen bildlichen Vorstellung hatte der Solist Saar Berger Carte Blanche um, musikalisch gesprochen, herumzuwirbeln, abzutauchen und umherzuschwirren.
TTHE GUARDIAN, Kate Molleson, 02.03.2015
 

Die Klangsprache sei spektakulär, die Dramaturgie der Komposition überraschend und die Materialbeherrschung in der Behandlung unerwarteter Geräuschsäulen und -orkane beeindruckend, befand die Jury des Stuttgarter Kompositionspreis – und verlieh Vito Zuraj 2013 den renommierten Preis für sein Werk „Changeover".
DEUTSCHLANDFUNK, Egbert Hiller, 09.08.2014


Im Konzert ,,Ensemble Modern remixed!“ (…) begegnete man den Werken in einem sich anschließenden Live-Remix erneut: etwa den filigranen Rieselklängen und dem Hoketus einer mikrotonalen Klangschalen-Melodie aus Vito Žurajs Komposition „Restrung". Das Werk hatte mit seiner Klangsinnlichkeit und seinen Gegensätzen vom vereinigten Grunzen aus Violoncelli und Kontrabass über das Knattern von Kontrafagott, Kontrabassklarinette und Subkontrabass-Saxophon zum lichten Flirren von Solovioline und Piccolo Flöte und dem lichten Tröpfeln von Streicher-Pizzicati und feinen Cembalo-Klängen gefallen.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, Elisabeth Risch, 24.11.2013

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Mediencenter

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Diskografie

Changeover

Changeover

Saar Berger, Ensemble Modern, hr-Sinfonieorchester
Orchester der Slowenischen Philharmonie
Matthias Pintscher, Johannes Kalitzke
Wergo, B013578D1C, 2015
Koproduktion des Deutschen Musikrats und des Slowenischen Rundfunks

Portrait Saar Berger

Portrait Saar Berger

Travelling Pieces
Aufgenommenes Werk: Warm-up
EMCD-026/27, Ensemble Modern, 2014

Folk Songs

Folk Songs

Ensemble Experimental
ExperimentalStudio des SWR
Aufgenommenes Werk: Zgübleni
Neos, B00OMEJAS8, 2014

Deconstructing Accordion

Deconstructing Accordion

Luka Juhart, Akkordeon
Aufgenommenes Werk: Silhouette
Neos, B00NLQVG30, 2014

Unirsi al cielo (DVD)

Unirsi al cielo (DVD)

Klangforum Wien
Jean-Michaël Lavoie
San Fedele Musica, 2014

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Werke

Vito Žurajs Werkkatalog mit Hörbeispielen finden Sie hier.

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