Fabián Panisello

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Biografie

Der argentinisch-spanische Komponist und Dirigent Fabián Panisello, geboren 1963 in Buenos Aires, bewegt sich mit seiner lebendigen, anschaulichen und fein differenzierten Tonsprache auf der Höhe der Zeit.  Der langjährige Direktor der Hochschule Reina Sofía in Madrid und Gründer und künstlerische Leiter des Plural Ensembles hatte seine Ausbildung als Komponist in seiner Heimatstadt bei Francisco Kröpfl begonnen. 1993 schloss er als Schüler von Boguslaw Schaeffer am Mozarteum in Salzburg sein Studium mit Auszeichnung ab. Weitere Impulse erhielt er von Elliott Carter, Franco Donatoni, Brian Ferneyhough und Luis de Pablo sowie im Fach Dirigieren von Péter Eötvös und Jorma Panula.

Fabián Panisellos Kompositionen wurden und werden von namhaften Interpreten aufgeführt. So brachte das Arditti Quartet beim Takefu Festival 2006 seine Three Movements zur Uraufführung. Pierre Boulez dirigierte bei den Donaueschinger Musiktagen und bei Wien Modern 2008 das SWR Sinfonieorchester mit dem Orchesterwerk Aksaks. Unter der Leitung von Péter Eötvös brachte das Orquesta Nacional de España 2009 Mandala zur Uraufführung, gefolgt 2010 von seinem Klavierkonzert für das Orquesta de la Comunidad de Madrid unter Susanna Mälkki sowie von seinem Trompetenkonzert für Marco Blaauw, dessen Uraufführung er 2010 in Berlin selbst dirigierte. Ebenfalls unter seiner Leitung brachte das Ensemble Modern 2013 das Ensemblestück Solstice zur Uraufführung. Im Bereich der Vokalmusik folgten auf seine Gothic Songs nach Texten von Edgar Allen Poe, 2012 an der Alten Oper Frankfurt mit dem Bariton Leigh Melrose uraufgeführt, zwei Monodramen: L’Officina della resurrezione wurde in der zweiten Version für Bariton, Sprechchor, Elektronik und Streichquartett 2014 in Katowice mit Bariton Holger Falk aus der Taufe gehoben; die Uraufführung von The Raven, wieder nach Edgar Allen Poe, bestritt Mezzosopranistin Charlotte Mundy mit dem Glassfarm Ensemble 2018 in Madrid.

Die Premiere seiner Kammeroper Le Malentendu nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Albert Camus wurde 2016 mit Begeisterung aufgenommen: „Sicherlich die seit langem beste Premiere einer neuen Oper am Teatro Real“, urteilte der Komponist Tomás Marco, und Peter Eötvös befand: „Panisello hat ein großes Talent für Bühnenwerke; er erschafft spannendes Theater mit großartiger Musik“. Le Malentendu entstand als Kopro­duktion des Teatro Colón Buenos Aires, des Warschauer Herbstes, der Neuen Oper Wien sowie der Teatros del Canal und des Teatro Real Madrid. Zu einem großen Erfolg geriet auch die Uraufführung seiner ebenfalls als internationale Koproduktion realisierten Oper Les Rois mages, die im Auftrag der Ernst-von-Siemens-Musik­stiftung und der Stiftung der Universidad Autónoma de Madrid entstand. Nach der Uraufführung im Januar 2019 im Auditorio Nacional de Madrid mit dem Plural Ensemble unter der Leitung des Komponisten ist das Werk, das in Anlehnung an eine Erzählung von Michel Tournier die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland aufnimmt, in der laufenden Spielzeit in Nizza, Tel Aviv, Wien und Klagenfurt zu erleben.

Daneben steht in der Saison 2019/20 die Uraufführung seines Hornkonzertes an, das im Juli im Rahmen des Emilia Romagna Festivals vom Toscanini Orchestra mit dem Solisten Radovan Vlatković aus der Taufe gehoben wird. Zudem setzt er seine 2018 angetretene Gastprofessur für Komposition am China Conservatory of Music in Peking fort und er wird zusätzlich als Gastprofessor am Internationalen Eötvös Institut in Budapest wirken. Sowohl in Peking als auch in Budapest werden seine Kompositionen auch in Konzerten präsentiert. Seiner Arbeit als Direktor des Internationalen Instituts für Kammermusik sowie der Hochschule Reina Sofía in Madrid folgt ab der Saison 2020/21 eine Professur für Komposition an der renommierten Institution.

Fabián Panisello ist Gründer und künstlerischer Leiter des Plural Ensemble, einem der herausragenden europäischen Ensembles für Neue Musik. Als Dirigent leitete Panisello daneben unter anderem die Ensembles und Orchester Ensemble Modern, Ensemble Orchestral Contemporain, Nouvel Ensemble Moderne und die Israel Contemporary Players. Zudem war er 2003 an den Uraufführungen von Karlheinz Stockhausens Hoch-Zeiten und Mixtur mit dem WDR Orchester Köln und dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin beteiligt. Sowohl mit seinem Ensemble als auch als Komponist ist er regelmäßig zu Gast bei großen Festivals für zeitgenössische Musik wie Wien Modern, Présences, Ars Musica, Ultraschall, Aspekte und Klangspuren Schwaz. Als Dirigent und Composer-in-Residence wurde er zum Sound Ways Festival St. Petersburg, zur New Music Week Shanghai, zum Festival Manca in Nizza, zum Centro Nacional de las Artes (CENART) Mexiko, zum Meisterkurs der Barenboim-Said-Stiftung sowie zum Festival Bridges am Konzerthaus Wien.

Sein Schaffen wurde von Persönlichkeiten wie Pierre Boulez, Luciano Berio und Karlheinz Stockhausen gewürdigt und gefördert. Er gewann unter anderem den Salzburger Preis der Erben Mozarts und den Premio Iberoamericano de Composición Rodolfo Halffter. Fabián Panisello ist Mitglied der argentinischen Akademie der Künste.  Aufnahmen seiner Musik sind unter anderem bei den Labels NEOS, Col Legno, Cypres, Verso und Columna Música erschienen. Verlegt werden seine Werke bei der Edition Peters.

Saison 2019/2020

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Werke

Eine Liste aller Werke von Fabián Panisello finden Sie auf der Internetseite der Edition Peters.

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Mediencenter

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