Kontakt
Felix Mendelssohn Bartholdy, Streichquintett Nr. 2 B-Dur op. 87
Wolfgang Amadeus Mozart, Grande sestetto concertante
Julian Steckel, Violoncello
Leonkoro Quartet
Takehiro Konoe, Viola
Ludwig van Beethoven, 7 Variationen Es-Dur WoO 46 für Klavier und Violoncello
Ludwig van Beethoven, Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 3 A-Dur op. 69
Alfred Schnittke, Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1
Frédéric Chopin, Polonaise brillante in C major op.3, cello and piano
Boris Kusnezow, Klavier
Antonín Dvořák, Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op.104
Josef Suk, Symphonie E-Dur op. 14
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Tomáš Netopil, Dirigent
Camille Saint-Saëns, Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Orquesta de Extremadura
Izabelė Jankauskaitė, Dirigentin
Joseph Haydn, Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur, Hob VIIb:2
Bournemouth Symphony Orchestra
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Dallas Symphony Orchestra
Ana María Patiño-Osorio, Dirigentin
Friedrich Gulda, Konzert für Violoncello und Blasorchester
Orchestre Symphonique de Québec OSQ
Clemens Schuldt, Dirigent
Musik entsteht aus einer Erfüllung. Das Publikum spürt, ob auf der Bühne jemand empfindet, was er ausdrückt, oder imitiert, was er glaubt, empfinden zu müssen. Julian Steckel spielt wie jemand, der etwas Lebendiges zu teilen hat.
„Als Interpret vertraue ich meiner inneren Landschaft immer mehr und lasse das Publikum hinein. Es ist eine Verwundbarkeit, die einen letztlich aber stärker macht.“ Das sagt der Cellist Ende 2018, dem Jahr, in dem sein erstes Kind geboren wurde. Seine Überzeugungskraft ist gewachsen, die eigenen Bilder sind reicher geworden.
Steckel ist bereit, sich für die Musik und sein Publikum in die Waagschale zu werfen. Er ist sich dabei seiner Verantwortung für das bewusst, was häufig der ‚Wille des Komponisten‘ genannt wird: In der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Partitur spürt er den Verbindungen nach, die ein Stück im Inneren zusammenhalten. „Wenn du nur ein Zimmer einer Wohnung kennst und nicht weißt, dass die Wohnung noch sieben weitere hat, kannst du nicht einmal das Zimmer verstehen.“ Wenn er auf die Bühne geht, weiß man die Musik bei ihm gut aufgehoben, freut sich darauf zu hören, was er in ihr findet, verlässt sich darauf, was die Musik durch ihn sagen will.
Erfahrungen, Erinnerungen, Orte, Begegnungen häuft das Leben automatisch an. Was einen Menschen auszeichnet ist, wie er daraus hervorgeht: Nach dem Gewinn des ARD Musikwettbewerbs 2010 ging Julian Steckels Solokarriere los. Seitdem trat er mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und den Sankt Petersburger Philharmonikern auf. Er arbeitete unter anderem mit den Dirigenten Christoph Eschenbach, Sir Roger Norrington, Valery Gergiev, Jakub Hrůša, Mario Venzago, Fabien Gabel, John Storgårds, Lahav Shani, Antony Hermus, Christian Zacharias und Michael Sanderling. Im Bereich der Kammermusik gehören und gehörten Janine Jansen, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Renaud Capuçon, Veronika Eberle, Vilde Frang, Sharon Kam, Antoine Tamestit, Lars Vogt, Elisabeth Leonskaja, Paul Rivinius, Denis Kozhukhin und die Quartette Modigliani, Armida und Ébène zu seinen Partnern.
Wenn Steckel über bisherige Stationen und Begegnungen spricht, dann merkt man: Er lässt sich nicht von äußeren Erwartungen treiben, sondern vertraut einem organischen Wachsen, den Dingen, die auftauchen, wenn man mit einem wachen Bewusstsein durch das Leben geht.
Sein Spiel ist von einer Mühelosigkeit, die keine technischen Grenzen zu kennen scheint. Eine energische Kraft, die aus wenig Aufwand entsteht. Etwas, was viele suchen und nur wenige finden. Talent und die Kindheit im musikalischen Elternhaus sieht er als Geschenk, genau wie die Begegnung mit seinen Lehrern.
„Schon mein erster Lehrer hatte Leichtigkeit und Einfachheit zum Kernprinzip des Spielens erhoben. Hör dir zu, plane, was du tust, mach es lieber gleich richtig. Dieser Einsicht verdanke ich eigentlich alles.“ Julian Steckel studierte bei Ulrich Voss, bei Gustav Rivinius, Boris Pergamenschikow, Heinrich Schiff und Antje Weithaas. Heute unterrichtet er selbst, als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München.
In der vergangenen Saison ist Julian Steckel beispielsweise mit dem mit der Badischen Staatskapelle und Schostakowitschs ersten Konzert für Violoncello und Orchester, den Dortmunder Philharmonikern, Philharmonischen Orchester Cottbus und dem ersten Cellokonzert von Camille Saint-Saëns, Sinfonieorchester Münster sowie Belgrade Philharmonic Orchestra zu sehen gewesen.
In der Spielzeit 2022/2023 ist Julian Steckel u. a. mit dem Residentie Orchester, der Jenaer Philharmonie, dem Philharmonisches Orchester Heidelberg, dem dogma chamber orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, Orquesta Filarmónica de Málagadie Amsterdam Sinfonetta, Prague Radio Symphony Orchestra und der deutschen Radio Philharmonie zu sehen –beispielweise in der Suntory Hall und der Amsterdamer Concertgebouw. Daneben bleibt Kammermusik für ihn Inspirationsquelle und kommunikativer Nährboden: Geplant sind Konzerte mit Sharon Kam und Enrico Pace, sowie Antje Weithaas, Tobias Feldmann, Lise BerthaudundWilliam Youn.
Saison 2022/2023