Peter Rundel

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Biografie

Die tiefe Durchdringung komplexer Parti­turen der unterschiedlichsten Stilrichtungen und Epochen bis hin zur zeitgenössischen Musik sowie seine dramaturgische Krea­tivität machen Peter Rundel zu einem gefragten Partner führender europäischer Orchester.

Regelmäßig gastiert er beim Symphonie­orchester des Bayerischen Rundfunks, dem DSO Berlin und den Rundfunkorchestern des WDR, NDR, des Saarländischen Rund­funks und des SWR. Inter­nationale Gastengagements führten ihn zuletzt unter anderem zum Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre National de Lille, Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Brussels Philharmonic, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Orchestra del Teatro dell’Opera Roma, zu den Wiener Symphonikern und zum hr Sinfonieorchester Frankfurt. Nachdem er im Sommer Heiner Goebbels‘ Surrogate Cities in Taipei zur asiatischen Erstaufführung gebracht hatte, eröffnete er als Saisonauftakt 2018/19 die Klang­spuren Schwaz zum 25. Festivaljubiläum. Weitere Einladungen führen ihn in der laufenden Spiel­zeit unter anderem zum Helsinki Philharmonic Orchestra, den Sinfonieorchestern des BR und des WDR, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Peter Rundel leitete Opernuraufführungen an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staats­oper, bei den Wiener Festwochen, am Gran Teatre del Liceu, den Bregenzer Festspielen und den Schwetzinger SWR Festspielen. Dabei arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Peter Konwitschny, Philippe Arlaud, Peter Mussbach, Reinhild Hoffmann, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus) und Willy Decker zusammen. Seine Operntätigkeit umfasst sowohl traditionelles Repertoire (u. a. Die Zauberflöte an der Deutschen Oper Berlin und König Kandaules, Hänsel und Gretel und Die Hochzeit des Figaro an der Volksoper Wien) als auch bahnbrechende Produktionen zeitgenös­sischen Musiktheaters wie Stockhausens Donnerstag aus LICHT,Massacre von Wolfgang Mitterer und die Uraufführungen von Georg Friedrich Haas‘ Nacht und Bluthaus, Isabel Mundrys Ein Atem­zug – die Odyssee sowie Emmanuel Nunes‘ Das Märchen und La Douce. Die von ihm dirigierte spektakuläre Prometheus-Inszenierung bei der Ruhr­triennale wurde 2013 mit dem Carl-Orff-Preis gewürdigt. Außerdem tourte er mit Heiner Goebbels‘ 2014 für die Ruhrtriennale entstandenen Inszenierung von Louis Andriessens De Materie an die Amory Hall in New York (2016) und an das Teatro Argentino La Plata (2017). Mit der Uraufführung von Hector Parras‘ Les Bienveillantes in der Regie von Calixto Bieito ist er 2019 erstmals an der Opera Vlaanderen zu Gast.

Geboren in Friedrichshafen studierte Peter Rundel Violine bei Igor Ozim und Ramy Shevelov sowie Dirigieren bei Michael Gielen und Peter Eötvös. 1984 bis 1996 war er als Geiger Mitglied des Ensemble Modern, mit dem er auch als Dirigent auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblickt. Regelmäßig ist er auch beim Klangforum Wien, dem Ensemble Musifabrik, dem Collegium Novum Zürich, beim Ensemble intercontemporain Paris oder dem Asko|Schönberg Ensemble zu Gast. Nach Tätigkeiten als musikalischer Leiter des Königlich-Philharmonischen Orchesters von Flandern sowie der damals neu gegründeten Kammerakademie Potsdam übernahm Peter Rundel im Januar 2005 die Leitung des Remix Ensemble Casa da Música in Porto. Inzwischen feiert dieses Ensemble für Neue Musik Erfolge bei wichtigen Festivals in ganz Europa.

Mit großem Engagement widmet sich Peter Rundel zudem der Ausbildung und Förderung des musikalischen Nachwuchses. In Porto gründete er die Remix Academy für Ensemblemusiker und Dirigenten. Neben einer eigenen Dirigierwerkstatt, die er in Bayern leitete, unterrichtet er regelmäßig im Rahmen internationaler Ensembleakademien unter anderem mit der London Sinfonietta, dem Ulysseus Ensemble bei der Manifeste Academy in Paris, am Teatro alla Scala Mailand und der Lucerne Festival Academy.

Für seine Aufnahmen mit Musik des 20. Jahrhunderts erhielt Peter Rundel zahlreiche Preise, darunter mehrmals den Preis der deutschen Schallplattenkritik (Nono, Prometeo; Kyburz, Ensemble- und Orchesterwerke; Reich, City Life; Furrer, Klavierkonzert) sowie den Grand Prix du Disque (Barraqué, Gesamtwerk), eine Grammy-Nominierung (Heiner Goebbels, Surrogate Cities) und einen Echo Klassik (Sprechgesänge mit dem Ensemble Musikfabrik).

Saison 2018/19

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Repertoire

NATURMYTHEN:

PROGRAMMBEISPIELE
VIVIER plus: (Opfer und Erlösung)
MESSIAEN Le Tombeau resplendissant
WAGNER Vorspiel und Karfreitagszauber aus
Parsifal
VIVIER Orion
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TSCHAIKOWSKI 6. Sinfonie (Pathétique) oder Romeo
und Julia
(FRANZ.) REVOLUTION:
SCHUMANN Ouvertüre zu Hermann und Dorothea
oder SCHÖNEBERG Ode an Napoleon
BEETHOVEN 5. Klavierkonzert
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KODALY Háry-János Suite
MÄRCHEN:
RAVEL Ma Mère L'Oye
STRAWINSKI Le Chant du Rossignol (nach Andersen)
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ZEMLINSKI Die Seejungfrau (nach Andersen)
oder SCHÖNEBERG Pelléas et Mélisande
STRAWINSKI Scherzo Fantastique (nach Maeterlinck:
Das Leben der Bienen)
DEBUSSY Danseuses de Delphes (Prélude No.1...)
oder: Prélude à l'après-midi d'un faune
SIBELIUS Tapiola
Oder:
STRAWINSKI Le Sacre du Printemps
SIBELIUS Tapiola
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BEETHOVEN Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“
UNTREUE! (oder: Frauen im Wien des Fin de Siécle)
STRAUß Ouvertüre zu " Die Fledermaus"
BERG Wozzeck- Fragmente
oder SCHÖNEBERG Erwartung
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ZEMLINSKI Die Seejungfrau (nach Andersen)
SINFONISCHE EXPERIMENTE?
IVES Robert Browning Overture
oder: Orchestral Set No. 2
SCHUBERT Unvollendete
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NIELSEN 5. Sinfonie
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