An dem erhebenden Opernerlebnis bei dieser (zweiten) Wiederaufnahme aber hatte natürlich auch wieder das Opern- und Museumsorchester maßgeblichen Anteil. Steven Sloane stand am Pult, von wo aus er seinen alten Arbeitsplatz als erster Kapellmeister (vor fast dreißig Jahren) gut im Blick hatte. Mit viel Übersicht und Leidenschaft führte er sein Orchester durch die prallgefüllte Handlung, sorgte für fein gekämmte Streicher und für dichtes, machtvolles Blech.
Frankfurter Neue Presse, Matthias Gerhart, 29.05.2018 (Adriana Lecouvreur, Oper Frankfurt)

Mahlers 80minütige, letzte Sinfonie ist ein Werk von eindringlicher Schönheit. Interpretiert von einem so expressiven wie sensiblen Dirigenten wie Sloane, kam das Wunder an Klangfarben, Mehrstimmigkeit und sinfonischer Architektur perfekt zur Entfaltung. Der Kanon der Stimmungen – Drama und Kampf, Trauer und Innigkeit – war beispielhaft ausbalanciert. (…)Großartig! Über diese starke Darbietung konnte man fast vergessen, dass schon der 1. Teil des Abends von erlesener Güte war.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Jürgen Boebers-Süßmann, 12.03.2018

Der wahre Schockpartner der Medea ist Reimanns Orchester. Wie in seiner Shakespeare-Oper „Lear“ (…) geht alle Gewalt vom Klang aus dem Graben aus, den Steven Sloane und das Orchester des Hauses mit unerhörter Präsenz in den Raum dringen lassen – brodelnde, glühende, wild taumelnde Streicher- und Bläserfiguren, schrundige Percussionballungen. Hören als Herausforderung, Gefahr.
Süddeutsche Zeitung, Wolfgang Schreiber, 25.05.2017

Mit beeindruckender Souveränität nimmt das Orchester der Komischen Oper die Herausforderungen der Partitur an. Dieses Furioso aus beständigen Rhythmus- und Tempowechseln, das im Akustischen unausgesetzt für verwirrende Hell-Dunkel-Kontraste sorgt, während auf der Szene immer nur diese eine trübgraue Lichtstimmung herrscht. Grandios auch, wie Dirigent Steven Sloane die Kommunikation mit den Solisten koordiniert, das auf den ersten Höreindruck scheinbar Unvereinbare zusammenzwingt, zwei volle Stunden lang.
Tagesspiegel, Frederik Hanssen, 23.05.2017

Steven Sloane dirigiert das riesige Orchester der Komischen Oper kongenial.
BR Klassik, Maria Ossowski, 22.05.2017

Das Orchester des Hauses setzt unter Leitung des Gastdirigenten Steven Sloane die breite Klangfarbenpalette der Partitur mit beeindruckender Sorgfalt in Bezug auf Nuancen und Ausgewogenheit um, von Gongschlägen, die aus den äußeren Sitzreihen erklingen, über verstimmte, spöttische Flöten bis hin zu kreischendem Blech. Es mag nicht immer eine angenehme Reise sein, aber Reimanns Medea bietet dem Zuhörer kein Entrinnen.
Financial Times, Rebecca Schmid, 23.05.17

Das Orchester de la Suisse Romande unter der Leitung von Steven Sloane liess die Elemente des Traumhaften wie des Pikant-Elementaren, des Erhabenen wie des Witzig-Alltäglichen zu einem bunten Klangbilder-Bogen werden – und machte in jedem Moment deutlich, dass Brittens Klangwelten von der Inspiration des Melodisch-Gesanglichen leben.
Neue Zürcher Zeitung, Rolf Urs Ringger, 25.11.2015

Steven Sloane bewegt sich in Brittens Musik wie ein Fisch im Wasser einer frischen, lebendigen und kristallklaren Quelle. Makellose Einsätze an jedem Pult, ein abgerundeter und zarter Klang, orchestraler Fluss, luftige und lebhafte Rhythmen, markante Instrumentalfarben.
Le Temps, Sylvie Bonier, 21.11.2015

Dieser (…) Klangkörper ist das eigentliche Ereignis der Aufnahme. Die Musiker spielen klangfüllig, akzentreich und mit exzellenter Farbdramaturgie. Das Kompliment hierfür ist natürlich an den Dirigenten weiterzugeben.
Fono Forum, Christoph Zimmermann, Januar 2014

Steven Sloane, der zuvor das Barock-Orchester zu delikater Transparenz geführt hatte, entfesselt [in Herzog Blaubarts Burg] nicht nur den Farbenreichtum, sondern auch die ganze Gewalt der Bartókschen Tonsprache.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerhard Schroth, 31.5.2013

Und weil Steven Sloane der mit Stilzitaten gespickten Partitur kontrastscharf und agil den beißenden Spott über das alte Illusionstheater entlockte, war es auch ein Vergnügen, dem tollen Treiben der Sängerdarsteller zuzuhören (…).
Opernwelt, Albrecht Thiemann, Februar 2013

Steven Sloane dirigierte die geniale Partitur mit scharfem Drive. Viel Beifall.
Süddeutsche Zeitung, Wolfgang Schreiber, 10.12.2012